Zitronenpasta, Gambas, Mojo y Ensalada

Wochenende. Ein Wort spricht für sich selbst und gibt einem eine unheimliche Freiheit. Meinen Mr. betraute ich mit den typischen Männeraufgaben: Müll, Altglas, Pfandflaschen, Edeka/Aldi.

Ich selbst zog es vor wie eine Prinzessin zuerst den Buchladen meines Vertrauens aufzusuchen und gefühlt 10 kg bestellte Bücher abzuholen. (Da war Schluss mit dem Prinzessinnenfeeling). Während der Rechnungserstellung ergatterte ich beim Stöbern noch ein weiteres Buch (Der erste Stein von Carsten Jensen). Danach steuerte ich den Ankara-Markt in der Hafenstraße an. Zitronen, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Römersalat, Koriander, Petersilie, Tomaten, krumme Gurken, Bezahlen, raus. Next Stop: Mercado Iberico. Dort erstand ich 1 kg Gambas mit Haut, Kopf und ungegart, beim Netto musste ich noch geschälte Gambas dazu kaufen, da es sie im Mercado nicht gab.

Für die Mojo:
Petersile und Koriander von den Stengeln zupfen, 1-2 Zitronen auspressen und dazu geben, Olivenöl, einige (nicht unbedingt wenige) Knobizehen und Salz dazu und mit dem Pürierstab alles hexeln, bis es eine dünnbreiige Masse ergibt.

Pasta:
Ich hatte vor Tagen bei Penny aromatisierte Zitronenpasta erstanden, noch nie ausprobiert, ich denke, normale Spaghetti tun es genauso gut, man kann sie ja selbst mit feinem Abrieb von Bio-Zitrone nach dem Kochen aromatisieren. Also die Pasta werden al dente gekocht und abgegossen.


Gambas:
Petersilie hacken, Knobi auch, Grobes Salz bereithalten.
Geschälte und ungeschälte Gambas in gewünschter Menge auftauen (ist ja meist TK).
2 Pfannen mit Pflanzenöl erhitzen und die Gambas getrennt anbraten. Knoblauch hinzufügen, Hitze runter.

Salat:
Römersalat in mundgerechte Stücke schneiden und auf einer Platte arrangieren. Tomaten in halbe Scheiben schneiden, Zwiebeln längs halbieren und in halbe Scheiben schneiden. Krumme Gurken schälen (evtl. nicht komplett, sonder vlt. immer einen Streifen Schale dran lassen), in Scheiben Schneiden. Nicht zuuuu dünn. Alles schön auf dem Römersalat anrichten und wieder mit gehackter Petersilie bestreuen.
2 Zitronen auspressen, mit Olivenöl vermengen, Salz und Pfeffer wird bei Tisch separat gereicht.

Die geschälten Gambas werden dann mit dem Bratöl sowie einem Teil der Mojo unter die Pasta gehoben, die gebratenen ungeschälten Gambas kommen als Deko dazu.

Und immer mal wieder gerne mit Petersilie…..

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Konjak, Kanjok, Kajnok – Viel Gewese um nichts? Oder doch lecker? Wir versuchen gefüllte Paprika mit Kajnok-Reis (vegetarisch)

Es ist schon ein Kreuz mit der abendlichen kh-freien oder kh-armen Speisung.  Wobei: ich koche ja nicht für abends, ich koche für die nächsten Tage im Voraus. Damit auf Arbeit das Büdchen vor mir verschont bleibt, oder umgekehrt, je nach Sichtweise. Das Schlimmste an dem Büdchen ist nämlich seine Lage: Direkt gegenüber meines Büros. Immer, aber auch immer in Sichtweite.

Gegenüber des Büros von Mr. G. befindet sich ein „Einmal Hin Alles Drin“ Supermarkt, natürlich auch mit allerhandlei Mittagsperversitäten. Also wird gekocht, cook as cook can.

Und trotzdem ereilt einen abends dann und wann ein Hüngerchen, da sollte man gewappnet sein.  Für beide Fälle gilt: Mal ausprobieren, dieses Kajnok. Es handelt sich dabei um Produkte aus der Kajnok-Wurzel. Seltsamerweise heisst die Internetseite eines Anbieters „konjak“, pfiffig,  ja, das muss ich zugeben. Ein Unternehmen passt sich domain-technisch der falschen Schreibweise an. Bei VauWeh gäbs das wohl eher nicht. Aber egal. Wir wollen ja herausfinden, ob das Zeug nun schmeckt oder eben nicht schmeckt. Preislich liegt es nicht unwesentlich höher als normaler Reis und die Pasta-Varianten liegen entsprechend höher als „normale“ Pasta. Ich wills trotzdem wissen, und außerdem: Solange ich Zigaretten rauchen kann finanziell, sollte doch auch mal Kajnok drin sein, oder?

Dieser Tage hatte ich bereits ein Kajnok-Spaggi-Gericht ausprobiert. Und ich muss sagen: Lecker. Konsistenz wie Glasnudeln, also für Bolognese nicht geeignet. Denke ich. Ob das pauschal aber so ist, keine Ahnung, es gibt noch andere Penne-Varianten von der Firma.  Diese Spaggis  aber mit Gambas und Gemüse in der Pfanne geschwenkt, dazu Tomaten u. Koriander: Nicht zu verachten.

Was eindeutig fehlt:  der schwere Magen im Bett.   🙂  Kennen wir doch alle, oder? Man müsste nach normalen Spaggis doch echt noch die Nacht um die Häuser ziehen, um ohne Völlegefühl in die Kiste steigen zu können.

Nun will ich die Alltagstauglichkeit von diesem Kajnok-Reis testen anhand eines Alltagsgerichtes. Gefüllte Paprika. Das Rezept stammt auch von der „Konjak“-Seite. Dann legen wir mal los:

Man nehme:

4 grüne Paprika
200g Kajnok Reis Slim
1 EL Olivenöl
etwas Olivenöl zum Einstreichen
2 Pilze (ich hab mich für Kräuterseitlinge entschieden, wobei ich vermute, es wird eher von kleineren Pilzen ausgegangen, da Erstversuch, wird sich alles auch erst später herausstellen!)
1 Knobizehe
1/2 Zwiebel
1 TL ital. Gewürz (hab ich nicht, nehm ich Eigenitalienkreation)
1 EL Karpern
100g Feta
Petersilie (4 Stängel…… was ist das denn für ne Angabe in einem Rezept???? Blätter in den Müll, Stängel verwerten oder was? Ich mach das Pi mal Daumen mit den Blättern, handvoll ungefähr)
6 große Tomaten (ich hab Fleischtomaten, denke aber auch hier, dass das zu viel ist. Wir werden sehen) – gewürfelt
Salz, Zucker
Parmesan zum Garnieren

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So, dann heizen wir zu allererst mal den Ofen auf 190°C vor und schneiden von den Paprika den Deckel ab und das Kerngehäuse heraus. Den Kajnokreis geben wir in ein Sieb und spülen ihn kalt ab. Die entkernten Paprika streichen wir mittels Backpinsel mit etwas Öl ein von außen, würzen etwas mit Salz und stellen sie in den Ofen für ca. 10 Minuten (hab ich vorher nie gemacht – Paprika leer vorbacken, aber nun gut, vielleicht hat das ja nen Sinn).  Danach stellt man sie beiseite.

Der Knoblauch wird gehackt, die halbe Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden, die Pilze ebenso Das alles würzt man mit der Italo-Mischung und brät alles in dem EL Öl an. Die gewürfelten Tomaten kommen dann auch dazu. Mit Salz und etwas Zucker würzen.

In einer Schüssel vermengulieren wir den Kajnok-Reis, die Oliven, Feta, Kapern,  und Petersilie und geben dann die Hälfte der obigen Tomatensauce drüber, die die wir vorher in der Pfanne zubereitet hatten.

Testergebnis 1:  Im Rezept auf deren Seite war die Rede von 2 Pilzen. Nimmst du 2 Kräuterseitlinge, nimmst du besser 6 Paprika, oder 4-5 überdimensionierte. Hier ist Vorausschau alles. Abwägen, nicht Abwiegen. Die Grundlage bildet aber die festgesetzte Menge von 200g Kajnok.  Man kann auch die Zwiebelmenge erhöhen, zumal, 1/2 Zwiebel, das ist doch „Pillepalle“.

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Jetzt werden die Paprika mit dieser Reis-Tomaten-Pilze-u.a.-Mischung gefüllt und kommen in eine Auflaufform. Die restliche Tomatensauce kommt auch da rein, so nebenher, dann alles in den Ofen und backen, bis die Paprika leicht braun werden.

Ich hab die Hütchen der Paprika wieder oben drauf gesetzt, steht zwar nicht im Rezept, aber ohne Hütchen wäre es Ressourcen-Verschwendung.

Zum Servieren gibt man noch den Parmesan drüber. Wer es mit zur Arbeit nimmt, lässt den Parmesan weg, oder auch nicht, oder wie auch immer. Es ist ja ein Erstversuch.

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Rigatoni mit Lachs und Gambas

Nachdem eine hektische Arbeitswoche ihr Ende gestern Mittag fand, indem ich eine Spontanfeierabendmachung um 12.30 einleitete, begab ich mich in den Supermarkt meines Vertrauens, um einfach Sekt zu kaufen, denn ich „hatte fertig“. Durch die Gänge streifend, überlegte ich, was denn so am Wochenende in Töpfe und/oder Pfannen wandern könnte. Für gestern Abend holte ich an der Fischbude 2 große geräucherte Forellen nebst Kartoffelsalat. Denn ich wollte nur noch eins: Kopf und Glieder abschalten. Da aber heute ein neuer Tag ist, und ich das gestern schon wusste, dass heute ein neuer Tag sein würde, griff ich zu einer Tüte Rigatoni, TK-Lachs sowie TK-Gambas und einem kleinen Pöttchen Krustentierpaste (Lacroix). Glatte Petersilie hatte ich vergessen, die brachte mein externes Lebendgedächnis heute mit. Sekt ist auch noch da, da kein Weisswein im Haus ist, muss der herhalten.

Bei den Mengenangaben zur Sauce bedenke man, dass der Rest morgen mit Reis und Paprika an den Start gehen wird (falls die Rigatoni nicht überleben)

Man nehme:

500g Rigatoni1 Pck. TK-Lachs (400g)
1 TK-Tüte Gambas (250 g)
1 Pöttchen Krustentierpaste
etwas Weisswein (Sekt)
100ml Creme fraiche (hab ich nicht, nehme normale Schlagsahne u. Rest Kräuterquark)
1/2 Bd. glatte Petersilie
etwas Abrieb einer Bio-Zitrone (kann)
etwas Zitronensaft (kann)
Koriandersamen (kann)
2-3 Lorbeerblätter
etwas Tomatenmark

Den Lachs und die Gambas gibt man in eine Schüssel und taut sie bei Zimmertemperatur auf (nicht in ein Sieb, hier verwende ich auch das austretende Tauwasser).
Die Rigatoni werden nach Anleitung gekocht und die auf- oder angetauten Gambas halbiert. Der Lachs wird in Würfel geschnitten. Das geht mit einem guten Messer auch, wenn der Lachs noch nicht ganz aufgetaut ist.
In einen separaten Topf gibt man die Krustentierpaste und gebe 300-400ml Wasser und die Lorbeerblätter hinzu und bringe das zum Köcheln. Zitronenabrieb reinwerfen, vlt.noch etwas Schärfe durch gemahlenen Chili und den Zitronensaft (muss nicht). Koriandersamen im Mörser fein zerkleinern, rein damit . Dann Sahne dazugeben und den Kräuterquark (den nur, wenn es sich um einen Rest handelt, der sich am Frühstückstisch nicht mehr gut macht optisch), Tomatenmark dazu und sachte weiterköcheln. Weisswein rein und dann die Gambas und die Lachswürfel. Ziehen lassen.
Derweil schneidet man die Petersilie klein und fein.

Wenn man morgens allerdings Zeit hat, in den Fi-Hafen zu fahren und Fischabfälle (Köpfe, Häute, Gräten, Gambasschalen usw.) zu besorgen, kann man sich sehr gut selbst einen Fischfond und/oder Krustentierfond kochen, einreduzieren und auf Gläser ziehen oder einfrieren. Mittags oder nachmittags gibt es diesen „Krempel“ aber nicht mehr. Da muss man wirklich schon morgens los. Später wird das abtransportiert und zu Fischmehl verarbeitet (für Tierfutter, nech).

Wenn alles fertig ist gibt man die Rigatoni in einen Teller, Sauce drüber und die frisch gehackte Petersilie nach Bedarf.

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Fenchel-Kartoffelpuffer mit geschmorten Karotten, Gurkensalat und Kräuterquark

Man nehme:

1 gr. Fenchelknolle
6-7 Kartoffeln
2 EL Haferflocken
ca. 2 EL Mehl
1-2 Ei
Muskat und Salz
(die Mengenangaben sind relativ!)

für die Karotten:
Karotten (was sonst)
Butter(schmalz)
Salz, brauen Zucker
2 Schluck Wasser

Kräuterquark und Gurkensalt wie gehabt.

Also, den Fenchel putze man und hobel ihn fein in Schüssel 1. Die Kartoffeln werden geschält und auch fein gehobelt in ein Sieb über Schüssel 2, damit sie abtropfen können. Dann gibt man Fenchel, die abgetropften Kartoffeln (bitte noch ausdrücken), Haferflocken, Mehl, Ei, Gewürze in eine Schüssel und vermenge und vermatsche das alles. Wenn man noch gekochte Kartoffeln hat, können die da auch mit reingequetscht werden. Hauptsache, hinterher entsteht eine homogene Masse, nicht zu nass.

Backpapier aufs Backblech (besser gleich auf beide Bleche) und setze die Masse drauf, drücke sie platt, Kartoffelpuffergröße. Den Ofen bei Umluft vorheizen auf 180°.

Die Karotten werden geputzt, längs halbiert oder gedrittelt und dann in Viertel geschnitten.

Man bastelt den Gurkensalat und den Kräuterquark.

Dann ist der Ofen heiss und man gibt die Backbleche mit den Puffern hinein, Eieruhr auf ca. 30 Minuten.
Andere Leute machen Kartoffelpuffer in der Pfanne, mir ist das zu fettig und außerdem hab ich 2 linke Hände, wenn ich zu wenig Fett nehme, zerbrechen sie mir beim Umdrehen, also schiebe ich sie in den Ofen.

In einem Topf erhitzt man etwas Butterschmalz und wirft die Karotten hinein. Etwas anschmurgeln lassen. Dann gibt man den Zucker hinzu. Ca. 1-2 TL. Umrühren, man salzt das Ganze etwas und schmurgelt weiter. Hitze reduzieren, Schluck Wasser (nicht mehr)  zugeben und Deckel drauf für ca. 5 Minuten. Dann Deckel wieder runter und Hitze wieder höher, damit das Wasser verdampft.

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Man bitte die bessere Hälfte, schon einmal den Tisch zu decken, Messerchen, Gäbelchen, die Teller bestückt man in der Küche, wenn man am Couchtisch vor dem TV zu essen gedenkt. (Tagesschau fängt nämlich gleich an).

Wer mag hackt noch schnell etwas Petersilie, die kann sich jeder dann über die Karotten streuen, bei uns heute nicht.

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