Banderillas Picantes

Dies ist jetzt kein Rezept, sondern eine „Hommage“ an ein Konservenprodukt, was man natürlich auch gerne selber fabrizieren kann.
Auf meiner Lieblingsinsel im Lieblingssupermarkt direkt vor unserer Lieblingsherberge erstand ich eines Abends ein Glas Banderillas Picantes. Wer weiss, wozu es gut ist, dachte ich. Vielleicht für später am Abend beim Kartenspiel zum Picken?

Ich bin kein, überhaupt kein Freund von MixedPickles, aber genauso sah es aus. Allerdings aufgespießt. Und „picantes“ machte Hoffnung auf leckere Schärfe.  In diesem Fall muss ich sagen, dass banderillas picantes nicht nur scharf heissen, sie sind es auch, verdienen also den Zusatz „picantes“. Sie schmecken pur zum Picken, zu Rührei, die Flüssigkeit macht sich gut an Pastasauce, und und und.

2 Gläser fanden noch den Weg in die norddeutsche Tiefebene, hielten sich dort aber nicht lange.

Zum Glück !!!! Also, zum Glück habe ich eine Schwester und einen Schwager, die gerne lange und länger mit dem WoMo auch gerne mal wochenlang durch Spanien touren. Und: Sie brachten mir eine Palette Banderillas Picantes mit. Die Version aus dem dortigen Aldi ist geschmacklich identisch mit der Unide-Version aus dem Supermarkt im Tal des großen Königs auf La Gomera.

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Und dieses vorletzte Glas wird es heute Abend geben mit groben Kürbiswürfeln aus der Actifry.

Urlaubssalat im Herbst

Jetzt hat der Herbst Einzug gehalten, 20090600_CVJM_Russlandkinder 193das erste Hochwasser gab sich ein Stelldichein, die Wäsche wird nur noch temporär draußen aufgehängt – oh, das riecht immer so schön – und abends schmeissen wir die Heizung an. Manchmal auch morgens zum Duschen. In der kommenden Nacht werden die Uhren umgestellt. Es gibt also kein Entrinnen mehr. Ich hatte letzte Woche schon Sauerkraut-Puten-Eintopf gemacht, das Rezept steht hier auch irgendwo. Im Herbst/Winter neigt man ja eher dazu, deftig zu kochen. Das kann man, muss man aber zwangsläufig nicht. Und Abnehmen ist immer noch auf dem Schirm. Auch habe ich Kajnok für mich entdeckt. Aber das kriegen wir später. Mr. G. coucht gerade mit seinem neuen Handy – Technik, die begeistert – damit kann er sich stundenlang beschäftigen. Und so habe ich Zeit, mir was Leckeres auszudenken.

Je kürzer die Tage werden, desto Urlaub, Sonne, Luft, Freiheit in meinen Gedanken. Ich weiss, dass Urlaubsessen im Herbst oder Winter und vor allen Dingen nicht HIER genauso schmecken wird, wie dort, es fehlt das Feeling. Aber warum drauf verzichten? Warum nicht mal fünfe gerade sein lassen und der Realität entfliehen?

Und darum bastel ich heute den Urlaubssalat (den wir dort so oft gemacht haben)

JvK La Gomera 2011-09 (48 von 88)

Man nehme:

1-2 Salatherzen oder einen Römersalat
1/4-1/2 Salatgurke
1 rote Zwiebel (es gab keine Schönen, daher nehme ich eine normale Zwiebel)
Tomaten
1 Paprika
1 Avocado
1 Mango
250g Gambas
1-2 Knobizehen
Oliven (schwarz oder grün) wenn welche da sind.
1 TL und 1 EL Olivenöl, Zitronensaft, frische Blattpetersilie,grobes Salz, Pfeffer

Eins noch zum Thema Fisch und Meeresfrüchte, vlt. habt ihr Tim Mälzer gesehen, diese Wassereinspritzarie. Mir war das nicht neu. Neu war für mich, also ungläubig in die Schüssel guckend: Ich taute sie auf am Vorabend, trocknete sie ab, und gab sie in eine Schüssel, dann in den Kühlschrank. HEUTE konnte ich noch mind. 100 ml (= 100g) Wasser aus der Schüssel entsorgen. Es handelt sich hier um bereits geschälte Gambas. Bei denen mit Pelle wird es nicht viel anders sein.

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Aber nun wollen wir nicht lange schmollen, sondern den Salat zubereiten:

Den Salat schnippel ich in mundgerechte Stücke und verteile das auf 2 große Teller. Und genauso verfahre ich mit der Mango, der Avocado, Zwiebel, Paprika. Nun ja, die Mango stellt sich etwas schwerfällig an. Ich schäle sie dünn und schneide dann das Fruchfleisch in breiten dünnen Streifen vom Kern ab. Ich bin für jeden (!!) Kommentar dankbar, der mir sagt, wie man das besser macht. Die Avocado wird nicht geschält, sondern halbiert und dann mit einem Teelöffle  in kleinen Häppchen ausgelöffelt auf die Teller.

Knobi wird feingehackt aber nicht zu fein, die Zitrone ausgepresst. Petersilie auch fein hacken. Die Oliven können so bleiben, wie sie sind, aber entsteint. Die kommen auch auf den Teller. Natürlich kann man sie auch noch halbieren oder so. Wir sind ein freies Land mit freien Oliven!

Den TL Olivenöl  in einer Pfanne erhitzen – mit Pinsel verstreichen, die aufgetauten und abgetrockneten Gambas reinwerfen und mit groben Salz sparsam  bestreuen. Nach kurzer Zeit wenden und dann auch den gehackten Knoblauch und die Petersilie drüber verteilen.

Zum Schluss den Zitronensaft und das Olivenöl drüber geben – man kann es vorher verrühren – servieren.

Wenn alle anderen Zutaten auf den Tellern verteilt sind, die frisch gebratenen Gambas zugeben, O-Öl und Zitronensaft drübe träufeln, salzen, pfeffern, und die frische Petersilie drauf streuen.

fertig

Wer mag, kann noch Fladen- oder Baguettebrot dazu reichen.