Kürbis aus der Actifry (oder Ofen) mit Banderillas Pikantes

Zutaten:
1 kl. Kürbis
2 EL Olivenöl
Meersalz aus der Mühle
etwas Easy Gourmet „Hot Fire“ Chili-Ingwer (bio)
1 Glas Banderillas Picantes

Der Kürbis (kleiner Hokaido oder anderer) wird geachtelt, entkernt, geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten und in den Rührbehälter der Actifry gegeben. Salzen, mit Easy Gourmet besprühen und das Olivenöl darüber geben (bis auf die Banderillas alle Zutaten vom gelben E auf blauem Grund).

Actifry auf ca. 30 Minuten stellen, einschalten und abwarten.

Die Banderillas Picantes in einer Greixonera schön am Rand anordnen, dann die fertigen Kürbiswürfel hineingeben, dazu passt eine Folge von Casa de papel!


Asiatisch angehauchter Gemüseschmortopf aus dem Ofen (vegan)

Man hat ja immer irgend etwas übrig, das scheint gar nicht anders zu gehen, es sei denn, man kauft diese „Kochkisten“. Ich werde das auch mal ausprobieren, da ich hier noch einen Gutschein habe. Aber heute, heute kriegen wir wieder mal Reste. Fast alles war im Haus, nur die Kokosmilch, die wurde problematisch, aber Mr. G. hat sich wacker geschlagen bei Onkel A. (Nord). Um das alles so richtig asiatisch zu machen, müsste ich Pfannen und Wok bemühen, will ich aber nicht. Zuerst wollte ich einen Auflauf machen, aber gestockte Kokosmilch durch Ei? Kam mir seltsam vor. Unangenehm irgendwie. Und einfach sollte es sein, so waren meine Überlegungen. Und dadurch wird das also wieder einmal ein Erstversuch.

Man nehme:
1/5 Kürbis (oder was davon sonst so im Kühlschrank schlummert)
einige Möhren (ich nahm 5)
2 Stangen Porrée
1/2 Zwiebel (aber nur, weil sie angeschnitten im Kühlschrank lag)
1 Finger Ingwer
Sesamöl, Sonnenblumenöl
Sojasauce
400 ml Kokosmilch
gemörserte Koriandersamen (wenn vorrätig)
1 Knobizehe
1 Chilischote
etwas Currypulver
Salz
1 Backofen

Zuerst wird der Kürbisrest geschält (ich hatte einen Kürbis, der nicht mit Schale gegessen werden kann), dann schneidet man ihn in kleine Würfel. Die Möhren putzen und in relativ dünne Scheiben hobeln, Porrée putzen und in Ringe oder halbe Ringe schneiden. Ingwer mit der Teelöffelkante schälen und klein würfeln.

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2 TL Sesamöl und 1 TL Sonnenblumenöl in einen großen Topf geben und verteilen. Das Gemüse nebst Ingwer dazu geben und gut vermengen. Einige Spritzer Sojasauce drüber geben und nachdenken (Erstlingswerk, da muss man zwischendurch nachdenken!).

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Der Koriandersamen wird zusammen mit der grob zerkleinerten Knobi-Zehe und der Chilischote im Mörser „vermatscht“. Da kommt dann auch das Currypulver hinzu.

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Von der Kokosmilch geben wir einen Teil zu dem Koriandergemisch in den Mörser.

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Während Mr. G. sich einer fast 50 Jahre alten Folge „Time Tunnel“ hingibt (sagt der eine: „Es gibt keine Hilfe mehr, die Welt wird untergehen!“ erwidert der andere: „Sieh mal draußen nach, Tony.“, heizen wir den Ofen vor. 180°C Umluft.

Die Kokosmilch aus dem Mörser sowie der Rest aus der Dose (mit Wasser aufgefüllt) wird über das Gemüse gegeben und nochmals mit etwas Curry bestreut, wenn es zuvor zu wenig war.

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Dann kommt der Deckel drauf.

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Und der Topf wandert in den Ofen für 45 Minuten. Mehr oder weniger.
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Nach45 Minuten wird das Gargut gewendet und weiter gegart für 30 Minuten. Und dann ohne Deckel. Zum Schluss kann man noch die Grillfunktion zuschalten. Muss aber nicht.

Natürlich ist das abhängig von der Menge. Wer Reste hat, die in eine normale Auflaufform passen, kommt gut und gerne mit 45 Minuten hin. Wenn man die Möhren kurz vorgart sogar mit 30 Minuten.

fertig

Kürbis-Möhren-„Umeinander“ – vegan, vegetarisch bis zu den *Sternchen*-Zutaten

Wie bereits erwähnt, der Herbst ist da. Zeit, sich den Eintöpfen mal wieder zuzuwenden. Gerade Kürbis bietet so viele Möglichkeiten, selbst bei Eintöpfen. Mr. G. liebt Möhren, Stampf, Apfelmus, Allerhandlei. Ok, Apfelmus kommt da nun nicht rein, aber wie ich ihn kenne, die norddeutschen Mittelgebirge südlich des Ruhrgebietes fordern ihren Tribut. Auch an mich. Aber damit kann ich um. Vielleicht demnächst mal Himmel und Ääd? Geht auch zum Abnehmen.

Heute aber eben Kürbis-Eintopf. Geht auch zum Abnehmen.

Man nehme (für 8 Portionen)
1 Butternut-Kürbis
1 Hokaido  (klein)
800 g Möhren
3 Zwiebeln
6 Kartoffeln

1 EL neutrales Öl
10cm frischen Ingwer
200ml Wasser
1-2 TL Brühepulver (oder 100ml frische Brühe)
Salz, Pfeffer,
2 – 3 EL Kokosmilch (fest) – dies ist ein Kann, kein Muss!! Oder 1/2 Dose fettarme Kokosmilch flüssig
Abrieb einer Limette

Vor den Genuss hat der liebe Gott oder wer auch immer, ich glaub das war die Evolution, die Zubereitung und die Arbeit gesetzt. Fangen wir mit der Arbeit an:

Zwiebeln pellen und würfeln, Kartoffeln waschen, schälen und würfeln, zusammen mit den Zwiebeln in eine Schüssel geben.

Den Butternutkürbis schälen wir mit dem Schälmesser ganz dünn ab, dito den Hokaido.Ok, am besten, man schneidet sie zuvor in handhabbare Hälften oder Viertel. Ihr wisst schon…. Ja, son Kürbis kann widerspenstig sein, auch wenn er klein ist. Aber davon lassen wir uns nicht erschüttern. Es ist so, weil es so muss. Mit Schale geht der Kürbis auch, aber heute wollte ich mal eben ohne Schale. Feintuning nennt sich das in der Eigenwahrnehmung.

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Dann schütten wir zuerst das Öl in den Topf, und dann den Inhalt der Kartoffel-Zwiebel Mischung. Brutzel, Brutzel. Immer schön wenden und Rühren. Danach kommen die zerkleinerten Kürbiswürfel (blaue Schüssel) da rein. Umrühren, Tasse Wasser drauf, umrühren. Im Topf1

Den Ingwer geben wir mit 200ml Wasser und 1-2 TL gekörnte Brühe (am besten die Bio-hefefrei, oder Selbsterkochte). in den KitchenAid Blender oder in den Standmixer unseres Vertrauens.

Dann verschwinden 200ml Wasser, der geschälte und grob gewürfelte Ingwer sowie das Brühepulver im Standmixer. Einschalten!

Blender inaktivBlender2

Wenn die Zeit reif ist, gießen wir das frisch aufgeschlagene Ingwergemisch unter den Eintopf.

Lassen alles aufkochen, rühren um, geben die geraspelte Limettenschale drunter, gießen die Kokosmilch an und hoffen, dass das alles so wird, wie wir das wünschen.

Da es ein „Mitnehmessen“ ist, sieht es dann hier so aus:

fertig

Die mageren Schinkenwürfel gehören nicht in das Rezept, aber wer will, der kann, aber niemand muss.  Vielleicht ist es mir diesmal etwas flüssig geraten, ok, nächstes Mal weiss ich, dass ich das Wasser einspare, wenn ich Kokosmilch am Start habe. Trotzdem: Guten Appetit!

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Ein Sonntag mit Sonne im September, oder: wie komme ich an Äpfel…

Gestern Abend beschlossen wir, heute das schöne Wetter zu nutzen, aber achtsam, da der Mann noch krank ist; außerdem wollte ich einen Apfelkuchen backen und zu diesem Zwecke hinter dem Haus die Äpfel aufsammeln, die der Wind und die Schwerkraft von den Ästen getrieben hatten.

Heute Morgen, 10.00 Uhr:  Jemand war schneller als ich !!!  Mein Blick vom Balkon erntete keine Äpfel, sondern einfach nur Rasen und Äpfel am Baume. Jetzt war guter Rat teuer. Irgendwie undönig (es war kein anderes Obst im Haus) verzog ich mich wieder mit Kaffee ins Bett, wo meine bessere Hälfte schon die Sonntagspostille studierte. Ich döste wohlig weg.
Liebes, tönte er: da und da ist heute Herbstfest, Läden offen, Bands und Blumenmarkt.
Da können wir ja hin, war meine Antwort, aber was soll ich mit Blumen???  Dass es auf dem Flohmarkt hier um die Ecke auch einen Obststand gibt, fiel mir leider nicht ein.

Also machten wir uns nach dem Frühstück auf, zu diesem Herbstfest, eine innerstädtische Straße war gesperrt und allerhandlei Buden waren aufgebaut. Bei der Volksbank drehte ich am Kinderglücksrad und gewann eine Packung Pflaster, dabei wollte ich so gerne die Seifenblasen gewinnen. Nun ja, man kann nicht alles haben. Nicht mal Äpfel, der dort ansässige Discounter hatte geschlossen und den geöffneten Fleischer wollte ich nicht fragen. Eine Krankenkasse hatte auch einen Stand mit einem Korb Äpfel. Den jetzt zu klauen, ist keine gute Idee, ging es mir durch den Kopf. Relativ angenervt kehrten wir um.

Meiner besseren Hälfte allerdings schwante für den Restsonntag ohne Äpfel nichts Gutes und marschierte nochmals los, ich begab mich zum Auto. Da klingelte mein Liebster mich per Handy an, er sei auf dem Blumenmarkt, es gäbe dort ALLLLLLEEESSSSS. Kürbisse, Äpfel, was ich denn so bräuchte, oder besser, ich käme da doch auch hin. OK.

Es gab in der Tat Kürbisse. Zierkürbisse und massig Pflanzen, Blumen, Pflanzen, Fressbuden. Wir teilten uns auf und ich erstand Käse und Socken – keine Käsesocken! – . Und eine neue Tüte Berberitzen (meine gehen zur Neige). Aber es gab keine Äpfel, keinen Obst- und oder Gemüsestand. Völlig traurig machten wir uns erneut auf den Rückweg. Da hörte ich ein Rufen und Krakeelen. Sollte das meine Rettung sein? Am Ende des Marktes war eine „Schreibude“, wie auf dem Fischmarkt in Hamburg. Lieber Gott, lass es keinen Fischhändler sein. Ich zog meine bessere Hälfte mit mir und drängelte mich ganz nach vorne. Obst. OBST.Äpfel, Bananen, Nektarinen, der Schreihals füllte Körbe voll und verkaufte diese für 20 Euro an die Kauflüstlinge. Als sich sein Blick auf mich richtete sagte ich ganz schüchtern: Ich will nur ein paar Äpfel…. Er fragte: für 10 Euro?  Ich bejahte, obwohl ich gar nicht so viele brauchte, traute mich aber nicht, ihm das zu sagen, außerdem kann er wohl nur in Zehnerschritten, eine Waage hatte er eh nicht. Er verlangte meinen Korb nach oben und füllte Apfel nach Apfel nach Apfel hinein. Wir tauschten Korb gegen Geld und er zögerte: Nicht dassde glaubst,ich sei geizig, packte er noch nen Kilo Weintrauben drauf. Den Korb durfte meine bessere Hälfte dann schleppten.

Einige Äpfel luden wir bei meinem Neffen noch ab, der dort in der Gegend wohnte, dann fuhren wir nach Hause.

Die Weintrauben sind übringes sehr klein und noch nie habe ich so leckere gegessen !!! Wirklich. Noch Nie.

Der Apfelkuchen ist im Ofen.

Da ist noch Kartoffelbrei……(Kürbissuppe draus hexeln)

Von den Bratwürstchen (siehe dort) war noch Kartoffelpü übrig geblieben, und der Zahnarzt – ich war zum Sandstrahlen dort – brauchte auch seine Zeit, also schnell Kürbissuppe basteln.

Man nehme:

1 Kürbis
2 Zwiebeln
Kartoffelbrei (oder richtige Kartoffeln)
frischen Ingwer
Krabben
etwas Sahne (wenn man will)Brühe
Salz, Pfeffer
etwas Öl oder so
Kürbissuppe vorher

UND  EINEN SCHÖN GEMUSTERTEN STRAHL KÜRBISKERNÖL !!!

 

 

Also, zuerst schneide man den Kürbis in Viertel oder in 2 Hälften, entkerne ihn und schneide ihn in Würfel. Die Zwiebel wird geschält und auch gewürfelt, dito die Kartoffeln (wenn man keinen Restkartoffelbrei hat).
In einem großen Topf erhitze man etwas Öl und schwitze Zwiebeln und Kürbisstücke drin an (auch die Kartoffelstücke, wenn man keinen Rest…. usw. usw. usw. ihr wisst schon…)

Dann wende und rühre man die Würfel im Topf und achte darauf, dass sie nicht dunkel werden, etwas glasig, das ist fein. So soll das sein.
Nun gieße man etwas Wasser auf, ich bin ein Verfechter des Schmorens. Vielleicht ein flaches Löffelchen gekörnte Bio-Gemüsebrühe. Bio, damit das nicht so geschmacksverstärkt ist, gibts auch in „hefefrei“. Pfeffer dazu, etwas Salz.
Während das so vor sich hinköchelt, summe man ein Liedchen oder schreibe hier im Blog.
Man darf aber nicht vergessen, den Ingwer zu schälen – am besten mit einem Teelöffel, da hat man nicht so viel Verschnitt – und zu reiben.
Die Krabbenpackungen können auch schon mal geöffnet werden.
Man gießt wieder Wasser/Brühe an und wenn die Kürbisse weich sind, gibt man den Kartoffelbrei hinzu – ich will hier nicht verhehlen, dass es mit Kartoffelbrei ein Erst- und Selbstversuch ist -.
Nun den Ingwer hinein und umrühren. Jetzt holt man den Zauberstab aus dem (…. neeeee, nicht aus dem Schlafzimmer) Küchenschrank, jawoll! Man schließe diesen ans Stromnetz an (am besten an eine handelsübliche bereits installierte Steckdose) und pürriere nun den Topfinhalt. Es macht gar nichts, wenn da kleine Stücke noch drin sind.
Wenn einem die Konsistenz gefällt gibt man die Krabben dazu und einen Schuss Sahne.
Das ganze nach Gusto würzen und servieren. Wenn man viel Sahne im Haus hat, die in Bälde den Zenit der Haltbarkeit (die offizielle Version) überschreitet, und man auch keine Butter braucht, spontan, weil keine mehr da sei, der kann die Sahne auch schlagen und dann als Häubchen adrett aufs Tellerchen setzen. Noch etwas Kresse drauf, oder Kerbel, oder was man meint, was einem dazu schmecke.
Und nicht vergessen, die Suppe mit Kürbiskernöl zu verschönern. Man kann auch die Kerne sorgfältig waschen, trocknen und dann rösten !

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