Pastinaken-Kartoffel-Pürée, gebratene Kräuterseitlinge mit Petersiliendressing – vegan –

für 4 Portionen:

600g Pastinaken
1000g mehlig kochende Kartoffeln (andere gehen aber auch)
Salz, Muskat
1 Bd. glatte Petersilie
Rapsöl
Wasser
ca. 600g Kräuterseitlinge – können auch mehr sein 😀
1 Knobizehe dünn in Scheiben
2 EL Apfelessig oder Weißweinessig
Bratöl (da nehme ich auch Rapsöl)

Pastinaken und Kartoffeln schälen, grob würfeln und in Salzwasser ca. 15 Minuten gar kochen.
Tipp: Die Petersilienstengel nicht einfach entsorgen. Zusammengebunden können sie bei den Kartoffeln/Pastinaken mitköcheln!WP_20181124_14_47_02_Pro
Während das so vor sich hinkocht:

Kräuterseitlinge putzen und längs in Scheiben schneiden.

Petersilie von den groben Stängeln befreien u. ein paar Petersilienblätter beiseite legen. Petersilie grob zerkleinern und mit Salz u. Pfeffer in einen höheren Behälter geben. Rapsöl u. Wasser (insgesamt ca. 100ml) zufügen – sparsam beginnen, Flüssigkeit nachgeben geht immer. Andersrum eher nicht.
Dann mit dem Zauberstab fein pürieren.
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Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kräuterseitlinge darin mit den Knobischeiben anbraten.  Dann die Pilze mit dem Essig ablöschen, salzen und pfeffern.

Kartoffeln u. Pastinaken abgießen, dabei etwas von dem Kochwasser separat auffangen.
Gemüse zurück in den Topf, salzen und pfeffern, Muskat drüber reiben und mit dem Kartoffelstampfer zu Pürée verarbeiten, ab und an nach Bedarf etwas von dem Kochwasser und etwas Öl zufügen.

Pilze mit Pürée auf Tellern anrichten und mit dem Petersilienöl beträufeln u. ggf. mit Petersilienblättern garnieren.
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Wer mag, macht noch Salat dazu, oder – so wie ich – Reste von rohem Chinakohl geschnitten in der Actifry 2:1 garen.

Konjak, Kanjok, Kajnok – Viel Gewese um nichts? Oder doch lecker? Wir versuchen gefüllte Paprika mit Kajnok-Reis (vegetarisch)

Es ist schon ein Kreuz mit der abendlichen kh-freien oder kh-armen Speisung.  Wobei: ich koche ja nicht für abends, ich koche für die nächsten Tage im Voraus. Damit auf Arbeit das Büdchen vor mir verschont bleibt, oder umgekehrt, je nach Sichtweise. Das Schlimmste an dem Büdchen ist nämlich seine Lage: Direkt gegenüber meines Büros. Immer, aber auch immer in Sichtweite.

Gegenüber des Büros von Mr. G. befindet sich ein „Einmal Hin Alles Drin“ Supermarkt, natürlich auch mit allerhandlei Mittagsperversitäten. Also wird gekocht, cook as cook can.

Und trotzdem ereilt einen abends dann und wann ein Hüngerchen, da sollte man gewappnet sein.  Für beide Fälle gilt: Mal ausprobieren, dieses Kajnok. Es handelt sich dabei um Produkte aus der Kajnok-Wurzel. Seltsamerweise heisst die Internetseite eines Anbieters „konjak“, pfiffig,  ja, das muss ich zugeben. Ein Unternehmen passt sich domain-technisch der falschen Schreibweise an. Bei VauWeh gäbs das wohl eher nicht. Aber egal. Wir wollen ja herausfinden, ob das Zeug nun schmeckt oder eben nicht schmeckt. Preislich liegt es nicht unwesentlich höher als normaler Reis und die Pasta-Varianten liegen entsprechend höher als „normale“ Pasta. Ich wills trotzdem wissen, und außerdem: Solange ich Zigaretten rauchen kann finanziell, sollte doch auch mal Kajnok drin sein, oder?

Dieser Tage hatte ich bereits ein Kajnok-Spaggi-Gericht ausprobiert. Und ich muss sagen: Lecker. Konsistenz wie Glasnudeln, also für Bolognese nicht geeignet. Denke ich. Ob das pauschal aber so ist, keine Ahnung, es gibt noch andere Penne-Varianten von der Firma.  Diese Spaggis  aber mit Gambas und Gemüse in der Pfanne geschwenkt, dazu Tomaten u. Koriander: Nicht zu verachten.

Was eindeutig fehlt:  der schwere Magen im Bett.   🙂  Kennen wir doch alle, oder? Man müsste nach normalen Spaggis doch echt noch die Nacht um die Häuser ziehen, um ohne Völlegefühl in die Kiste steigen zu können.

Nun will ich die Alltagstauglichkeit von diesem Kajnok-Reis testen anhand eines Alltagsgerichtes. Gefüllte Paprika. Das Rezept stammt auch von der „Konjak“-Seite. Dann legen wir mal los:

Man nehme:

4 grüne Paprika
200g Kajnok Reis Slim
1 EL Olivenöl
etwas Olivenöl zum Einstreichen
2 Pilze (ich hab mich für Kräuterseitlinge entschieden, wobei ich vermute, es wird eher von kleineren Pilzen ausgegangen, da Erstversuch, wird sich alles auch erst später herausstellen!)
1 Knobizehe
1/2 Zwiebel
1 TL ital. Gewürz (hab ich nicht, nehm ich Eigenitalienkreation)
1 EL Karpern
100g Feta
Petersilie (4 Stängel…… was ist das denn für ne Angabe in einem Rezept???? Blätter in den Müll, Stängel verwerten oder was? Ich mach das Pi mal Daumen mit den Blättern, handvoll ungefähr)
6 große Tomaten (ich hab Fleischtomaten, denke aber auch hier, dass das zu viel ist. Wir werden sehen) – gewürfelt
Salz, Zucker
Parmesan zum Garnieren

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So, dann heizen wir zu allererst mal den Ofen auf 190°C vor und schneiden von den Paprika den Deckel ab und das Kerngehäuse heraus. Den Kajnokreis geben wir in ein Sieb und spülen ihn kalt ab. Die entkernten Paprika streichen wir mittels Backpinsel mit etwas Öl ein von außen, würzen etwas mit Salz und stellen sie in den Ofen für ca. 10 Minuten (hab ich vorher nie gemacht – Paprika leer vorbacken, aber nun gut, vielleicht hat das ja nen Sinn).  Danach stellt man sie beiseite.

Der Knoblauch wird gehackt, die halbe Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden, die Pilze ebenso Das alles würzt man mit der Italo-Mischung und brät alles in dem EL Öl an. Die gewürfelten Tomaten kommen dann auch dazu. Mit Salz und etwas Zucker würzen.

In einer Schüssel vermengulieren wir den Kajnok-Reis, die Oliven, Feta, Kapern,  und Petersilie und geben dann die Hälfte der obigen Tomatensauce drüber, die die wir vorher in der Pfanne zubereitet hatten.

Testergebnis 1:  Im Rezept auf deren Seite war die Rede von 2 Pilzen. Nimmst du 2 Kräuterseitlinge, nimmst du besser 6 Paprika, oder 4-5 überdimensionierte. Hier ist Vorausschau alles. Abwägen, nicht Abwiegen. Die Grundlage bildet aber die festgesetzte Menge von 200g Kajnok.  Man kann auch die Zwiebelmenge erhöhen, zumal, 1/2 Zwiebel, das ist doch „Pillepalle“.

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Jetzt werden die Paprika mit dieser Reis-Tomaten-Pilze-u.a.-Mischung gefüllt und kommen in eine Auflaufform. Die restliche Tomatensauce kommt auch da rein, so nebenher, dann alles in den Ofen und backen, bis die Paprika leicht braun werden.

Ich hab die Hütchen der Paprika wieder oben drauf gesetzt, steht zwar nicht im Rezept, aber ohne Hütchen wäre es Ressourcen-Verschwendung.

Zum Servieren gibt man noch den Parmesan drüber. Wer es mit zur Arbeit nimmt, lässt den Parmesan weg, oder auch nicht, oder wie auch immer. Es ist ja ein Erstversuch.

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Kohlrouladen vegetarisch /vegan

Man nehme:

 Chinakohl oder Wirsingkohl, je Roulade ca. 2 Blätter
Restliche Kohlblätter aufbewahren.

200g Reis

600g Steinpilze oder Kräuterseitlinge, oder gemischt, je nach dem, was auf dem Markt ist

1 Knobizehe (kann, muss nicht, bitte nicht zu viel davon)

5 Stangen Staudenselerie

Olivenöl

3-4 Zwiebeln

1-2 Bd. Petersilie (je nach Größe)

4 EL Frischkäse / vegan: Tofutti

Berberitzen (ca. 1 Hand voll)

Ein wenig Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer

Butterschmalz

¾ L Gemüsebrühe (2 TL gekörnt oder selbstgebastelt vom Vortag)

Evtl Saucenbinder und/oder saure Sahne

Kochgarn (nicht vergessen!!)

Kartoffeln (je nach gusto)

 

Nun geht das los:

 

Bei Wirsingvariante: Strunk abschneiden, Kopf kurz blanchieren und die Blätter ablösen. Wir benötigen ca. 16 Blätter (für 8 Rouladen).

Bei der Chinakohlvariante sollte es reichen, wenn wir den Strunk abschneiden und die Blätter so lösen und dann kurz blanchieren.

Sollten zu wenig Kohlblätter übrig bleiben, lieber 2 Köpfe kaufen, die Äußeren für die Roulade an sich, der Rest für die Sauce.

Mit Eiswasser abschrecken, wobei, die Dinger werden eh angebraten, da reicht auch kaltes Wasser!

Danach die Blätter mit Küchenpapier etwas trockentupfen und beiseite legen.

Wichtig ist, dass die Blätter „labberig“ sind und nicht brechen, wenn man sie biegt. Sollte am unteren Ende noch Härte sein, kurz draufkloppen und evtl. noch mal kurz in kochendes Wasser geben, Die Blätter müssen sich anstandslos rollen lassen später.

 

Den restlichen Kohl vierteln oder achteln und dann in feine Streifen schnippeln und separat in eine Schüssel geben. Beiseite stellen, es gibt Wichtigeres zu tun

 

Nun atmet man tief durch, denn das Schwierigste ist erledigt. Man hat saubere, heile (!!), rollbare Blätter.

Jetzt gibt man den Reis in einen Topf und kocht ihn in Salzwasser gar ca. 20 Minuten. Man sollte aber keinen Basmatireis o.ä. verwenden, der klebt nicht. Risottoreis wäre perfekt.

 

In der Zeit werden die Pilze geputzt und klein gewüfelt,  der Staudensellerie von möglichst vielen Fäden befreit und in kleine Würfel geschnitten, die Zwiebeln auch fein hacken und die Petersilie schwupp di wupp zerkleinern. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, die Hälfte des restlichen kleingeschnippelten Kohls, Sellerie, Zwiebeln, Knobi in die Pfanne geben, und anschwitzen. Dann die Pilze und die Petersilie dazu und alles etwas schmoren lassen. Die Hälfte der Berberitzen dazu (wer keine hat, nimmt Cranberrys, die aber bitte  zerkleinern und mit etwas Zitronensaft säuern). Evtl. mal einen Schluck Wasser dazu geben und einschmoren lassen, immer gut rühren. Dann den Frischkäse / Tofutti und die Gewürze dazu, ca. 2 Minuten Geduld, noch mal umrühren und vermengen. Man füllt die Mischung in einen Schüssel und gibt den mittlerweile fertigen Reis dazu, er darf noch etwas bissfest sein, aber bitte nicht übertreiben.

 Jetzt müssen wieder die Kohlblätter ran.

 Man lege 2 Blätter großzügig überlappend auf eine saubere Fläche und gebe von der Reis-Pilz-Mischung darauf. Nun rollt man die Blätter von unten her auf, dabei die Seitenlagen einschlagen. Dann umwickelt man die Roulade fachmännisch mit Küchengarn, welches man dann verknotet.

Mit den anderen Kohlblättern verfährt man genau so: 2 Blätter, Füllung, wickeln, zubinden, fertig.

Jetzt erhitzen wir Butterschmalz oder Olivenöl in einem Bräter und braten die Rouladen von allen Seiten gut an, bei 8 Stck. geht das nur in Etappen von ca. 4 Stck. macht nichts.

 Wenn die Anbraterei der Kohlrouladen fertig ist, gibt man die restlichen geschnippelten Kohlstreifen  in den Topf und schwenkt sie im Bratfett an. Man gibt die Rouladen wieder in den Topf und gießt es mit der Brühe an und gibt die restlichen Berberitzen dazu. Jetzt lässt man das Ganze noch so ca. ¼ Stunde köcheln, eher weniger und bindet zum Schluss mit etwas Saucenbinder oder saurer Sahne oder  anderem veganem Bindemittel.

 Dazu gibt’s dann Salzkartoffeln oder besser, man wäscht die rohen Kartoffeln, viertelt sie und gibt sie in den Backofen. Bei 180° dort garen lassen und mit Salz u. Pfeffer würzen. Man kann es so servieren als Kartoffelviertel oder auch festen Kartoffelbrei (Muskatnus, Salz, Pfeffer….. ) machen aus den im Ofen gegarten Kartoffeln und diesen dann zu Talern formen, die in Olivenöl gebraten werden.

Für mich ist immer wichtig: Salat dabei.