Pastinaken-Kartoffel-Pürée, gebratene Kräuterseitlinge mit Petersiliendressing – vegan –

für 4 Portionen:

600g Pastinaken
1000g mehlig kochende Kartoffeln (andere gehen aber auch)
Salz, Muskat
1 Bd. glatte Petersilie
Rapsöl
Wasser
ca. 600g Kräuterseitlinge – können auch mehr sein 😀
1 Knobizehe dünn in Scheiben
2 EL Apfelessig oder Weißweinessig
Bratöl (da nehme ich auch Rapsöl)

Pastinaken und Kartoffeln schälen, grob würfeln und in Salzwasser ca. 15 Minuten gar kochen.
Tipp: Die Petersilienstengel nicht einfach entsorgen. Zusammengebunden können sie bei den Kartoffeln/Pastinaken mitköcheln!WP_20181124_14_47_02_Pro
Während das so vor sich hinkocht:

Kräuterseitlinge putzen und längs in Scheiben schneiden.

Petersilie von den groben Stängeln befreien u. ein paar Petersilienblätter beiseite legen. Petersilie grob zerkleinern und mit Salz u. Pfeffer in einen höheren Behälter geben. Rapsöl u. Wasser (insgesamt ca. 100ml) zufügen – sparsam beginnen, Flüssigkeit nachgeben geht immer. Andersrum eher nicht.
Dann mit dem Zauberstab fein pürieren.
WP_20181124_15_50_39_Pro

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kräuterseitlinge darin mit den Knobischeiben anbraten.  Dann die Pilze mit dem Essig ablöschen, salzen und pfeffern.

Kartoffeln u. Pastinaken abgießen, dabei etwas von dem Kochwasser separat auffangen.
Gemüse zurück in den Topf, salzen und pfeffern, Muskat drüber reiben und mit dem Kartoffelstampfer zu Pürée verarbeiten, ab und an nach Bedarf etwas von dem Kochwasser und etwas Öl zufügen.

Pilze mit Pürée auf Tellern anrichten und mit dem Petersilienöl beträufeln u. ggf. mit Petersilienblättern garnieren.
WP_20181124_16_48_45_Pro

Wer mag, macht noch Salat dazu, oder – so wie ich – Reste von rohem Chinakohl geschnitten in der Actifry 2:1 garen.

Kürbis-Möhren-„Umeinander“ – vegan, vegetarisch bis zu den *Sternchen*-Zutaten

Wie bereits erwähnt, der Herbst ist da. Zeit, sich den Eintöpfen mal wieder zuzuwenden. Gerade Kürbis bietet so viele Möglichkeiten, selbst bei Eintöpfen. Mr. G. liebt Möhren, Stampf, Apfelmus, Allerhandlei. Ok, Apfelmus kommt da nun nicht rein, aber wie ich ihn kenne, die norddeutschen Mittelgebirge südlich des Ruhrgebietes fordern ihren Tribut. Auch an mich. Aber damit kann ich um. Vielleicht demnächst mal Himmel und Ääd? Geht auch zum Abnehmen.

Heute aber eben Kürbis-Eintopf. Geht auch zum Abnehmen.

Man nehme (für 8 Portionen)
1 Butternut-Kürbis
1 Hokaido  (klein)
800 g Möhren
3 Zwiebeln
6 Kartoffeln

1 EL neutrales Öl
10cm frischen Ingwer
200ml Wasser
1-2 TL Brühepulver (oder 100ml frische Brühe)
Salz, Pfeffer,
2 – 3 EL Kokosmilch (fest) – dies ist ein Kann, kein Muss!! Oder 1/2 Dose fettarme Kokosmilch flüssig
Abrieb einer Limette

Vor den Genuss hat der liebe Gott oder wer auch immer, ich glaub das war die Evolution, die Zubereitung und die Arbeit gesetzt. Fangen wir mit der Arbeit an:

Zwiebeln pellen und würfeln, Kartoffeln waschen, schälen und würfeln, zusammen mit den Zwiebeln in eine Schüssel geben.

Den Butternutkürbis schälen wir mit dem Schälmesser ganz dünn ab, dito den Hokaido.Ok, am besten, man schneidet sie zuvor in handhabbare Hälften oder Viertel. Ihr wisst schon…. Ja, son Kürbis kann widerspenstig sein, auch wenn er klein ist. Aber davon lassen wir uns nicht erschüttern. Es ist so, weil es so muss. Mit Schale geht der Kürbis auch, aber heute wollte ich mal eben ohne Schale. Feintuning nennt sich das in der Eigenwahrnehmung.

1

Dann schütten wir zuerst das Öl in den Topf, und dann den Inhalt der Kartoffel-Zwiebel Mischung. Brutzel, Brutzel. Immer schön wenden und Rühren. Danach kommen die zerkleinerten Kürbiswürfel (blaue Schüssel) da rein. Umrühren, Tasse Wasser drauf, umrühren. Im Topf1

Den Ingwer geben wir mit 200ml Wasser und 1-2 TL gekörnte Brühe (am besten die Bio-hefefrei, oder Selbsterkochte). in den KitchenAid Blender oder in den Standmixer unseres Vertrauens.

Dann verschwinden 200ml Wasser, der geschälte und grob gewürfelte Ingwer sowie das Brühepulver im Standmixer. Einschalten!

Blender inaktivBlender2

Wenn die Zeit reif ist, gießen wir das frisch aufgeschlagene Ingwergemisch unter den Eintopf.

Lassen alles aufkochen, rühren um, geben die geraspelte Limettenschale drunter, gießen die Kokosmilch an und hoffen, dass das alles so wird, wie wir das wünschen.

Da es ein „Mitnehmessen“ ist, sieht es dann hier so aus:

fertig

Die mageren Schinkenwürfel gehören nicht in das Rezept, aber wer will, der kann, aber niemand muss.  Vielleicht ist es mir diesmal etwas flüssig geraten, ok, nächstes Mal weiss ich, dass ich das Wasser einspare, wenn ich Kokosmilch am Start habe. Trotzdem: Guten Appetit!

b

Vegetarischer Eintopf mit Neujahrsvorsatz (in Klammern für Insider)

Weihnachten ist vorüber, die Schlemmerei war lecker, jetzt ist Resteverwertung inkl. viel Gemüse angesagt. Denn wir haben mal wieder einen Vorsatz, den ich hier nicht näher benennen muss 😉  Und dafür übe ich heute schon mal. Es ist zwar noch Lachs und dergleichen da, das wird auch noch zuende gegessen, aber beim Kochen mach ich heute schon mal 2014.

Man nehme:

1 Dose Mais, 285 g Abtropfgewicht (4,5)
150 g Naturjoghurt 3,5% (2,5)
4-5 Kartoffeln (2 pro Person)
2 frische Paprika (0)
2 Stangen Sellerie (0)
fr. Champis, wenn Restbestand vorhanden (0)
fr. Tomaten (0)
1 Zucchini (0)
2 Möhren (0)
1 Bd. Frühlingszwiebeln (0)
1 Zwiebel (o)
1 Dose geschälte Tomaten (1)
1 TL Olivenöl (1)
1/2 – 1 Dose voll Wasser
1 TL Gemüsebrühepulver
fr. Knoblauch (0)
Gewürze nach Belieben, auch ein Spritzer Zitronensaft darf sein.
glatte Petersilie

Macht zusammen 11 = 5,5 pro Person, wenn der Topf alle und man zu zweit ist. Zu dritt sinds knapp  4.

Die (1) bei den Tomaten setze ich zur Sicherheit.

Die Selleriestangen werden von den Fäden befreit und ganz klein gewürfelt. Die Kartoffeln geschält und auch klein gewürfelt. Dito die Zwiebel. Paprika und anderes Gemüse auch klein würfeln, Möhren in nicht zu dünne Halbmonde, sie sollen nicht totkochen, genauso Zuchhini; den Mais abtropfen lassen und die Frühlingszwiebeln in nicht zu kleine Ringe. In einem großen Topf die Kartoffeln und die Zwiebel in 1 TL Öl anschwitzen. Ja, das geht mit so wenig Öl. Dann das restliche Gemüse (außer Mais und Pilze)  draufwerfen, umrühren und kurz anschmoren lassen. Die Dose geschälte Tomaten wird in eine Schüssel gegeben und dort werden die Tomaten grob zerkleinert, ich nehme dafür faulheitshalber die Küchenschere und stürze mich mit Flüchen auf die „harrhaaar, dich krieg ich auch, du schlupsige Matschtomate“. Die Leere Dose halb mit Wasser füllen und auf das Gemüse im Topf gießen, Brühepulver und Gewürze dazu, umrühren und die mittlerweile zerkleinerten Dosentomaten nebst Saft auch in den Topf kippen, umrühren, zum Kochen bringen. Dann pellt man die Knoblauchzehen (Anzahl nach Geschmack) und legt sie nebst Knobi-Presse beiseite. Jetzt schneidet man die glatte Petersilie gründlich.
Nach 20 Minuten Kochen angelt man sich ein Stück Kartoffel heraus und probiert. Wenn sie kurz vor gar ist, kommen Mais und Pilze in den Topf. Den Joghurt verrührt man mit Salz und etwas Wasser, in der Hoffnung, dass diese Vermengulierung dann nicht ausflockt. Das kann gelingen, muss aber nicht. Wenn nicht, ists auch nicht schlimm, man kann auch einen Schluck von diesem Chemieramafina oder saure Sahne nehmen (anstatt Joghurt), da aber (Zahl) berücksichtigen, bei Chemieramafina auch!  aber da der Jogi-Eimer nur noch einen kleinen Rest enthält und zu viel Platz im Kühlschrank wegnimmt, entscheide ich mich heute dafür. Man gibt also den aufrührerischen Jogi in den Topf und presst auch gleich den Knobi hinterher. Umrühren und noch einmal kurz und gut blubbern lassen. Nach Bedarf noch etwas Wasser und oder Gewürze (etwas Curry, Chili, Pfeffer, Rosmarin, Oregano, Kreuzkümmel, was das Herz begehrt!) dazu, noch mal umrühren und ziehen lassen.
Veganer lassen den Joghurt weg, der dient eh nur der Farbgebung und evtl. der Konsistenz. Wenn man Lust auf Fleisch hat, gibt man anfangs Rinderhack oder Tatar dazu, aber bitte (Zahl) nicht vergessen.

Beim Gemüse sind keine Grenzen gesetzt, wer mag und hat: noch ein paar grüne Bohnen hinein (Zahl) nicht vergessen.  Oder man nimmt weiteres Gemüse ohne (Zahl).

Hier ist gleich der Topf fertig!  Im Topf

auf Teller

 

Weisskohl gebraten mit Nackensteak und Ofenkartoffeln

Da war ja noch 1/2 Weisskohl. Der wollte verarbeitet werden. Nach dem Küchenpipapo schritt ich zur Tat

man nehme:

Kartoffeln
1/2 Weisskohl
Nackensteaks
Sahne, 1 Ei
Gewürze
Rosinen
Senf

Man schält die Kartoffeln und kocht sie so ca.10 Minuten, dann füllt man sie in eine cazuela, ich habe sie vorher etwas gewässert.  Der Kohl wird in mundgerechte Stücke geschnitten, die Nackensteaks auf einem Brett mit Senf einreiben.

Ofen vorheizen auf 200°, die Kartoffeln grob hälfteln oder vierteln, mit Rosmarin bestreuen, Rosinen dazwischen geben und in den Ofen für 30 Minuten.

Pfanne erhitzen, Öl-Butter-Gemisch hinein und dann den Kohl.

Dann die Sahne mit dem Ei, Muskat, Salz, Pfeffer verquirlen und über die Kartoffeln im Ofen geben.

Beim Kohl die Hitze reduzieren und nun das Öl-Buttergemisch für die Nackensteaks in einer anderenPfanne erhitzen, Steaks hineingeben und scharf anbraten.

Fertig.

Für ein Tellerbild war der Hunger zu groß!

IMAG0554 IMAG0553 IMAG0552 IMAG0551

Schichtkohl

Jetzt, wo die Küche wieder den Aggregatzustand „sauber und benutzbar“ erreicht hat, ist es an der Zeit wieder den Herd anzuschmeissen. Immerhin sind auch die Schränke wieder eingeräumt, und wir haben TELLER, BESTECK, USW.!

Um aber nun nicht gleich in mannigfaltige Hochleistung zu verfallen, entschied ich mich gestern dafür, einen Schichtkohl zu machen, oder auch Kohleintopf, je nach dem, wie man es nennen mag. Wenn man das Hackfleisch weglässt, ist es die vegane Variante.

Man nehme:

1/2 großen Weisskohl
800 g  Bio-Hackfleisch

3 große Zwiebeln
Kartoffeln
gekörnte Brühe
Salz, Pfeffer, Kümmel
1 sehr großer Topf

Weiskohl :Hackfleisch : Zwiebeln : Kartoffeln:  3:1:1:1
Man kann das Verhältnis natürlich auch nach Geschmack ändern. Ich nehme gerne etwas mehr Kartoffeln.

IMG_7703 

Zuerst lasse man den Kohlkopf längs halbieren, denn man braucht nur einen halben, es sei denn, man hat einen Großküchentopf, dann geht auch ein ganzer Kopf. Man entferne den Strunk und schneide den halben Kohl in mundgerechte Stücke, nicht zu klein, nicht zu groß. Zwiebeln schälen und würfeln (da kommts auf den mm nicht an). Die Kartoffeln werden geschält und in nicht zu dünne Scheiben geschnitten. Das wärs eigentlich schon an „Arbeit“.

Man stellt den Topf auf den noch kalten Herd und gibt unten eine Lage Kohl hinein. Darauf eine Lage Kartoffeln und Zwiebeln. Salzen, Pfeffern, Kümmeln, etwas Brühepulver drüber. Dann bröselt man eine Lage Hackfleisch darüber, würzt nach Belieben und gibt wieder etwas Kohl, Kartoffeln, Zwiebeln lagenweise drauf. Würzen und etwas Brühepulver. So verfährt man, bis alles lagenweise im Topf geschichtet ist. Die oberste Schicht sollte aus Kohl bestehen. Da ich Kümmelkörner nicht mag und keinen gemahlenen Kümmel kaufe, habe ich immer Kümmel in einer Gewürzmühle, das drehe ich dann drüber. So mache ich es mit den meisten Gewürzen, Drehen statt Streuen.

IMG_7705IMG_7706

Wichtig ist auch, die Lagen nicht lustig nach Laune hineinzugeben, sie müssen feste nach unten gedrückt werden, denn sonst wird das nix, egal, wie groß der Topf ist.  Nur keine falsche Scham!

Man gieße Wasser hinzu, so ca. halbe Topfhöhe, nicht bis oben hin, dann wirds zu suppig. Einfach angießen und gucken, wo ca. die Hälfte ist.  Dann schaltet man den Herd an, größte Stufe, setzt sich hin und lehnt sich zurück. Jetzt arbeitet die Zeit für einen. Wenn es anfängt zu kochen, kocht es, dann schaltet man nach einer Weile die Hitze zurück. NICHT und NIEMALS umrühren!
Irgendwann geht man mal wieder zum Topf und drückt mit einem flachen Kochlöffel wieder alles fest nach unten, dabei sieht man, dass sich die Brühe vermehrt hat. Da der Kohl seine Festigkeit verloren hat, kann man sehr gut „andrücken“.

IMG_7710
Die hier genannte Menge reicht für 8 Personen, für 6 Personen oder auch für 2 Personen, wenn man den Rest kalt stellt. Friert man den Rest ein, bitte nicht in der Mikro erhitzen, das mögen  die Kartoffeln dann nicht so, sie werden „seltsam“.

Den restlichen rohen halben Kohl drapiert man im Gemüsefach des Kühlschranks oder schneide ihn in mundgerechte Stücke, dann aber eintuppern und demnächst z.B. als Gemüsebeilage zu „was weiss ich“ anbraten. Das ist sehr sehr lecker. Man kann die andere Hälfte auch fein hobeln und Krautsalat basteln. Bei mir wandert er in die Kühlung, demnächst wird er gebraten.

Kohlrouladen vegetarisch /vegan

Man nehme:

 Chinakohl oder Wirsingkohl, je Roulade ca. 2 Blätter
Restliche Kohlblätter aufbewahren.

200g Reis

600g Steinpilze oder Kräuterseitlinge, oder gemischt, je nach dem, was auf dem Markt ist

1 Knobizehe (kann, muss nicht, bitte nicht zu viel davon)

5 Stangen Staudenselerie

Olivenöl

3-4 Zwiebeln

1-2 Bd. Petersilie (je nach Größe)

4 EL Frischkäse / vegan: Tofutti

Berberitzen (ca. 1 Hand voll)

Ein wenig Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer

Butterschmalz

¾ L Gemüsebrühe (2 TL gekörnt oder selbstgebastelt vom Vortag)

Evtl Saucenbinder und/oder saure Sahne

Kochgarn (nicht vergessen!!)

Kartoffeln (je nach gusto)

 

Nun geht das los:

 

Bei Wirsingvariante: Strunk abschneiden, Kopf kurz blanchieren und die Blätter ablösen. Wir benötigen ca. 16 Blätter (für 8 Rouladen).

Bei der Chinakohlvariante sollte es reichen, wenn wir den Strunk abschneiden und die Blätter so lösen und dann kurz blanchieren.

Sollten zu wenig Kohlblätter übrig bleiben, lieber 2 Köpfe kaufen, die Äußeren für die Roulade an sich, der Rest für die Sauce.

Mit Eiswasser abschrecken, wobei, die Dinger werden eh angebraten, da reicht auch kaltes Wasser!

Danach die Blätter mit Küchenpapier etwas trockentupfen und beiseite legen.

Wichtig ist, dass die Blätter „labberig“ sind und nicht brechen, wenn man sie biegt. Sollte am unteren Ende noch Härte sein, kurz draufkloppen und evtl. noch mal kurz in kochendes Wasser geben, Die Blätter müssen sich anstandslos rollen lassen später.

 

Den restlichen Kohl vierteln oder achteln und dann in feine Streifen schnippeln und separat in eine Schüssel geben. Beiseite stellen, es gibt Wichtigeres zu tun

 

Nun atmet man tief durch, denn das Schwierigste ist erledigt. Man hat saubere, heile (!!), rollbare Blätter.

Jetzt gibt man den Reis in einen Topf und kocht ihn in Salzwasser gar ca. 20 Minuten. Man sollte aber keinen Basmatireis o.ä. verwenden, der klebt nicht. Risottoreis wäre perfekt.

 

In der Zeit werden die Pilze geputzt und klein gewüfelt,  der Staudensellerie von möglichst vielen Fäden befreit und in kleine Würfel geschnitten, die Zwiebeln auch fein hacken und die Petersilie schwupp di wupp zerkleinern. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, die Hälfte des restlichen kleingeschnippelten Kohls, Sellerie, Zwiebeln, Knobi in die Pfanne geben, und anschwitzen. Dann die Pilze und die Petersilie dazu und alles etwas schmoren lassen. Die Hälfte der Berberitzen dazu (wer keine hat, nimmt Cranberrys, die aber bitte  zerkleinern und mit etwas Zitronensaft säuern). Evtl. mal einen Schluck Wasser dazu geben und einschmoren lassen, immer gut rühren. Dann den Frischkäse / Tofutti und die Gewürze dazu, ca. 2 Minuten Geduld, noch mal umrühren und vermengen. Man füllt die Mischung in einen Schüssel und gibt den mittlerweile fertigen Reis dazu, er darf noch etwas bissfest sein, aber bitte nicht übertreiben.

 Jetzt müssen wieder die Kohlblätter ran.

 Man lege 2 Blätter großzügig überlappend auf eine saubere Fläche und gebe von der Reis-Pilz-Mischung darauf. Nun rollt man die Blätter von unten her auf, dabei die Seitenlagen einschlagen. Dann umwickelt man die Roulade fachmännisch mit Küchengarn, welches man dann verknotet.

Mit den anderen Kohlblättern verfährt man genau so: 2 Blätter, Füllung, wickeln, zubinden, fertig.

Jetzt erhitzen wir Butterschmalz oder Olivenöl in einem Bräter und braten die Rouladen von allen Seiten gut an, bei 8 Stck. geht das nur in Etappen von ca. 4 Stck. macht nichts.

 Wenn die Anbraterei der Kohlrouladen fertig ist, gibt man die restlichen geschnippelten Kohlstreifen  in den Topf und schwenkt sie im Bratfett an. Man gibt die Rouladen wieder in den Topf und gießt es mit der Brühe an und gibt die restlichen Berberitzen dazu. Jetzt lässt man das Ganze noch so ca. ¼ Stunde köcheln, eher weniger und bindet zum Schluss mit etwas Saucenbinder oder saurer Sahne oder  anderem veganem Bindemittel.

 Dazu gibt’s dann Salzkartoffeln oder besser, man wäscht die rohen Kartoffeln, viertelt sie und gibt sie in den Backofen. Bei 180° dort garen lassen und mit Salz u. Pfeffer würzen. Man kann es so servieren als Kartoffelviertel oder auch festen Kartoffelbrei (Muskatnus, Salz, Pfeffer….. ) machen aus den im Ofen gegarten Kartoffeln und diesen dann zu Talern formen, die in Olivenöl gebraten werden.

Für mich ist immer wichtig: Salat dabei.

Fenchel-Kartoffelpuffer mit geschmorten Karotten, Gurkensalat und Kräuterquark

Man nehme:

1 gr. Fenchelknolle
6-7 Kartoffeln
2 EL Haferflocken
ca. 2 EL Mehl
1-2 Ei
Muskat und Salz
(die Mengenangaben sind relativ!)

für die Karotten:
Karotten (was sonst)
Butter(schmalz)
Salz, brauen Zucker
2 Schluck Wasser

Kräuterquark und Gurkensalt wie gehabt.

Also, den Fenchel putze man und hobel ihn fein in Schüssel 1. Die Kartoffeln werden geschält und auch fein gehobelt in ein Sieb über Schüssel 2, damit sie abtropfen können. Dann gibt man Fenchel, die abgetropften Kartoffeln (bitte noch ausdrücken), Haferflocken, Mehl, Ei, Gewürze in eine Schüssel und vermenge und vermatsche das alles. Wenn man noch gekochte Kartoffeln hat, können die da auch mit reingequetscht werden. Hauptsache, hinterher entsteht eine homogene Masse, nicht zu nass.

Backpapier aufs Backblech (besser gleich auf beide Bleche) und setze die Masse drauf, drücke sie platt, Kartoffelpuffergröße. Den Ofen bei Umluft vorheizen auf 180°.

Die Karotten werden geputzt, längs halbiert oder gedrittelt und dann in Viertel geschnitten.

Man bastelt den Gurkensalat und den Kräuterquark.

Dann ist der Ofen heiss und man gibt die Backbleche mit den Puffern hinein, Eieruhr auf ca. 30 Minuten.
Andere Leute machen Kartoffelpuffer in der Pfanne, mir ist das zu fettig und außerdem hab ich 2 linke Hände, wenn ich zu wenig Fett nehme, zerbrechen sie mir beim Umdrehen, also schiebe ich sie in den Ofen.

In einem Topf erhitzt man etwas Butterschmalz und wirft die Karotten hinein. Etwas anschmurgeln lassen. Dann gibt man den Zucker hinzu. Ca. 1-2 TL. Umrühren, man salzt das Ganze etwas und schmurgelt weiter. Hitze reduzieren, Schluck Wasser (nicht mehr)  zugeben und Deckel drauf für ca. 5 Minuten. Dann Deckel wieder runter und Hitze wieder höher, damit das Wasser verdampft.

IMAG0532

Man bitte die bessere Hälfte, schon einmal den Tisch zu decken, Messerchen, Gäbelchen, die Teller bestückt man in der Küche, wenn man am Couchtisch vor dem TV zu essen gedenkt. (Tagesschau fängt nämlich gleich an).

Wer mag hackt noch schnell etwas Petersilie, die kann sich jeder dann über die Karotten streuen, bei uns heute nicht.

IMAG0533

Kindheitserinnerungen an den Samstagsgeschmack (auch damals gabs schon vegetarisch)

Da sitz ich so herum und überlege, was ich mit dem restlichen Gurkensalat von gestern anstellen soll. Gurkensalat gibts ja auf verschiedenste Weise, mit Schale, ohne Schale, mal so, mal so. Der Rest von gestern war ganz klassisch zubereitet. Ich müsste ihn verlängern und was dazu? Da kam mir die Idee, doch mal wieder „wie früher“ zu machen. Samstags, wenn Mama noch arbeitete und Papa frei hatte, dann kochte er manchmal. Und eins der Gerichte, die ich damals schon liebte war: Frische Champignons, Salzkartoffeln, Gurkensalat mit viel „Suppe“. Dressing hiess das damals noch nicht, und vegetarisch war noch nicht erfunden, das hieß einfach: ohne Fleisch.

Hier die Zutaten (man nehme):

Für den Gurkensalat:

1-2 Salatgurken
feingehackte Zwiebel
normaler Essig (nix Balsamico oder Himbeeressig oder Weissweinessig)
Sonnenblumenöl (nix Olivenöl)
Salz, Pfeffer, Zucker, etwas krause Petersilie (nix glatte)

Für das andere:
Kartoffeln, frische Champignons, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Butterschmalz oder Sonnenblumenöl, krause Petersilie (glatte war noch nicht erfunden in der deutschen Reihenhausküche mit Prilblumen an den Kacheln)

Die Kartoffeln werden geschält und als Salzkartoffeln gekocht. Die Champignons werden geputzt, das untere Ende vom Stiel weggeschnitten, wenn notwendig, und die Champis werden dann je nach Größe halbiert, geviertelt oder in breitere Scheiben oder so geschnitten. Die Zwieble(n) fein hacken. Eine für die Champis, eine für den Salat, je nach Größe der Zwiebel.
Die Gurke wird mit dem Sparschäler geschält und in dünne Scheiben gehobelt, man vermenge sie mit den Zwiebelwürfeln, füge Salz, Pfeffer, Zucker (1TL) hinzu, gieße Essig drüber, vermenge das und lasse es etwas ziehen. Öl kommt später. Die Petersilie kann auch schon ganz fein gehächselt werden und zum Salat gegeben werden. Schön weiter vermengen. Wenn aus den Gurken Saft austritt: umso besser. Man kann auch die Scheiben „aufbrechen“, indem man mit einem Löffel so senkrecht die Gurkenscheiben malträtiert. Dann kommt das Öl drüber und alles wird wieder vermengt.

Die Kartoffeln kochen so vor sich hin, da setzt man eine Pfanne auf, gebe Butterschmalz oder das Öl dazu und erhitze das. Da hinein werfe man die Zwiebeln und die Pilze. Jetzt kann man auch Pfeffer drüber geben, aber noch nicht das Salz. Und noch nicht die Petersilie.  Man nehme einen Holzlöffel und wende die Champis immer mal wieder und vermenguliere das. Die Pilze werden sich verkleinern, macht nix, wir haben genügend genommen (hoffentlich, ich nehme pro Person immer 400g, was schon arg wenig ist, irgendwie). Wenn die Kartoffeln fertig sind, gießt man sie ab und schwenkt sie nochmals kurz im wasserlosen Topf. Herd ist aber aus. Die Pilze werden jetzt mit Salz gewürzt und die Petersilie kommt drüber. Umrühren und nun mit dem Gurkensalat servieren.

Es ist so lecker, wenn man die Kartoffeln in der Gurkensalatsauche vermatscht.

Alternative: wer mag, kann bei den Champis zum Schluss noch etwas Sahne hinzufügen und so eine Sauce erzeugen. Dafür muss aber das Salz auch etwas eher ran, damit Pilzsaft austritt.

Guten Appetit.

P.S.: Manchmal gabs auch Schnitzel dazu, so klassisch mit Pannade, aber nicht oft.

Hackbällchen mal nicht gebraten !

Man nehme:

Bio-Hackfleisch
frischen Rosenkohl, Möhren (der Rosenkohl ist zwar ausreichend, aber für uns zu wenig, morgen solls auch noch was davon geben)
Kartoffeln
Sauce nach Belieben, heute mit Pfifferlingen aus dem Glas und Fertigsaucenzusatz (igitt, aber geht auch mal)
1 Ei, glatte Petersilie, Salz, Pfeffer, Sambal Olek, Sojasauce, Berberitzen (wenn man hat), Möhren, wenn man hat,Muskatnus
1 Dampfgarer

Also, das Hackfleisch kommt in eine Schüssel, dazu das Ei, die gehackte Blattpetersilie, Salz, Pfeffer, Sambal Olek, etwas Sojasauce, Berberitzen (muss nicht), Möhren (muss nicht), Kräuter (wie man mag). Knobi und Senf ginge auch, mach ich aber heute nicht. Das ganze vermenge man mit der Hand ! und forme daraus kleine Bällchen.

Hackbällchen auf Brett

Jetzt ist der Rosenkohl dran. Wenn es Frischer ist, muss man ihn putzen, unten einritzen, bzw. vorher die untere Fläche dünn abschneiden auch. Kartoffeln schälen oder auch nicht. Ich gehöre zur „auch nicht“- Fraktion. Dann holt man den Dampfgarer aus dem Schrank…. und tut schon mal die Kartoffeln rein, eigentlich kann der schon an, weil das Dampfgaren eine wunderbare Eigenschaft hat: Man muss auf nix aufpassen. Nur die Zeit im Auge behalten. Da ich aber parallel hier schreibe, mache ich ihn noch nicht an. NOCH nicht.Dampfi mit Kartoffeln

Die Kartoffeln sind in der untersten Schale des Dampfis (nicht salzen, nix, das brauchen die nicht, wenn sie gedämpft werden!)und kommen auf das Gerät, die Zeit kann man gut und gerne auf 45 Minuten einstellen, denn die Kartoffeln werden nicht matschig. Für Nicht-Dampfgar-Bewanderte: In den unteren Behälter kommt Wasser, dann kommt das 1. Sieb drauf, in diesem sieht man hier die Kartoffeln.

In das 2. Sieb kommt der Rosenkohl, Muskat drüber reiben, und in das 3. Sieb die Hackbällchen.

Das 2. Sieb mit dem Rosenkohl und den Möhren (ich entschloss mich, noch ein paar Möhren grob zu schneiden) kommt auf das 1. Sieb, wenn noch so c. 20 Minuten übrig sind.

Das 3.Sieb kommt auf das 2. Sieb, wenn noch ca. 10-15 Minuten übrig sind.

Die Garzeit variiert von Gerät zu Gerät, ich habe festgestellt, dass selbst in der Beschreibung dieses Gerätes die Garzeiten als zu lang angegeben sind.

Die Sauce:
Man kann am Ende der Garzeit das Wasser aus dem Verdampfer nehmen und zu Sauce verarbeiten, wie man will. Ich habe mich heute für Pfifferlingsauce entschieden, die Pfifferlinge sind aus dem Glas, frische Pfifferlinge nehme ich lieber für gebratene Pfifferlinge oder geschmort, aber nicht als Sauceneinlage.

Also, das Wasser des Glases gibt man in einen Topf, gibt entweder Fertigsauce aus der Tüte dazu und das nötige Wasser oder man bereite sie ohne Fertigprodukt nach Gusto, dem sind keine Grenzen gesetzt, daher kann ich es hier nicht beschreiben.

Es täte ja auch ein Kräuterquark als Dip dazu.

Dampfi 2Hier seht ihr: in 10 Minuten können Rosenkohl/Möhren dazu.

Die Hackbällchen werden im Dampfi nicht braun, aber das schadet dem Geschmack gar nicht.

Man lese eine Zeitung, tue dies oder jenes, es kocht nix über !  Gleich klingelt die Eieruhr, dann muss das Gemüse drauf. Vorher ist „Lagalutschi“ angesagt. Ist ja auch mal schön, oder?

Da können wir sogar den Sinn des Lebens durchnehmen, denn ich bin zu faul, in dieser Zeit und jetzt die Spülmaschine auszuräumen, oder Wäsche zu legen oder derlei Kram. Aber im Ernst: normalerweise mache ich sowas in der Garzeit, weil ja nix passieren kann. Fenster Putzen ginge auch, ist auch mal wieder nötig. So, nun kommt das Gemüse….. wartet, noch schnell ein Bild…

Das gart Dampfi3dann noch mit Hackbällchen Dampfi 4

Wenn die eingestellte Komplettgarzeit vorbei ist, klingelt der Dampfi und stellt sich von selbst aus.

Auf dem Teller siehts dann so aus:

Dampfi5

Jamies Kartoffelsalat, Danke @blutiger Ernst

Heute mache ich den Kartoffelsalat, den ich bei Blutiger Ernst gefunden habe. Dafür gibt es nicht nur zwei Gründe:
1. lieben meine bessere Hälfte und ich Kapern
2. ist er mal irgendwie anders

Hier das Rezept von blutiger Ernst:

http://blutigerernst.wordpress.com/2013/05/13/kartoffelsalat-mit-kapern-und-lachs-jamie-oliver/

Kartoffelsalat