Abendessen

Silvester: heisser Stein / Raclette

31.12.  ist Silvester, war Silvester und wird Silvester sein. Letztes Jahr, also vorgestern, haben wir den heisse Stein entstaubt, die Pfännchen für Raclette gesucht, wo waren denn noch mal die Holzschaber? Die Hardware alleine hilft aber nicht weiter, Es braucht noch Lebensmittel. Ich werde hier jetzt nicht für alle Zutaten ein Rezept einstellen. Nur für die selbstgemacht SourCreme und den Möhren-Sellerie-Salat und die Bananen-Curry-Sauce. Die anderen Zutaten werden einfach erwähnt. Und damit fangen wir mal an:

Man nehme:
Schweinefilet, Rinderfilet, Chickentits – alles in dünne Scheiben geschnitten, eingetuppert und kalt gestellt.
Ananasscheiben –  geviertelt und noch mal dünn geschnitten
eingelegte Oliven – vom Stand
Weinblätter – vom Stand
eingelegte Artischocken – vom Stand
Tomatenscheiben
Zwiebelscheiben
Paprikaringe – halbiert oder geviertelt
Champignons – in Scheiben geschnitten
Zucchini – in dünne Scheiben geschnitten (haben wir heute nicht, waren ausverkauft!)
Racelettekäse oder anderer Käse – wir nehmen geraspelten Käse, weil vorrätig und Weichkäsesorten (weil vorrätig)

Übersicht

Diverse Fertigsaucen:
Zigeunersauce, Cumberlandsauce, Sambal Olek, Mango-Curry-Sauce, Knoblauchsauce, BBQ-Sauce – hier muss nicht unbedingt alles neu gekauft werden, so ein heisser Stein eignet sich auch zur Resteverwertung.

Und wir rühren noch frische Saucen an, machen den Möhren-Selleriesalat und haben auch noch Eisberg-Tomatensalat als Restbestand vorrätig.

Kommen wir jetzt zu den selbstgemachten Bestandteilen.

Ich beginne mit der selbstgemachten SourCreme mit Kräutern. Da mache ich es mir mal wieder ganz leicht:

1 Becher Saure Sahne oder Crème Fraiche oder Schmand, 1 EL Vollfettjoghurt natur (z.B. griechischer Jogi); TK-Gartenkräuter, 1 kl. Zehe Knoblauch (bitte wirklich klein, Tzaziki geht anders). Saft von 1/4 Limette (oder Zitrone). Salz, 1 TL weicher Essig, alles miteinander vermengen, ggf. abschmecken.

Sourcreme
Nun ist der Möhrensalat dran:

1 Zitrone
500g Möhren
200g Knollensellerie
1 Apfel
1 Zwiebel
TK-Gartenkräuter (wer möchte)
Salz
Maggi (wenn der Salat nach südwestdeutscher Art sein soll)
neutrales Öl
etwas weicher Essig

Zuerst pressen wir die Zitrone aus und geben zu dem Saft: Maggi, Öl, Essig und Salz, dann haben wir das griffbereit.

Von den Möhren schneiden wir hinten das Ende ab, der Sellerie wird geschält, der Apfel auch und der wird entkernt.

Jetzt zerkleinern wir das mit der Küchenmaschine. Für Sellerie und Möhren nehmen wir die ganz kleine Reibe, für den Apfel ist die andere besser geeignet.
Wenn alles in der Schüssel ist, geben wir schon mal das Zitronensaftgemisch dazu.
Dann würfeln wir eine Zwiebel sehr klein und vermengen sie mit dem Salat.

Möhrensalat

Es fehlt noch die Bananen-Curry-Sauce:
Hier basteln wir erst mal eine Mayonnaise aus Eigelb und Öl.
Es ist wichtig, dass alle Zutaten Eigelb zimmerwarm ist !!! Wirklich wichtig!
1  Eigelb
1/2 Teelöffel Essig
125-150 ml neutrales Öl
1 TL Senf
Salz, Zucker (Prise)
etwas Zitronensaft
1-2 EL Joghurt (wenn man hat. Oder Quark, oder saure Sahne)
1-2 Bananen
ca. 1 EL Currypulver

Zuerst trennen wir das Ei. (Aus dem Eiweiss können wir evtl. lecker Baiser machen, zum Nachtisch oder so).Das Eigelb quirlen wir mit dem halben TL Essig, bis das Eigelb etwas heller geworden ist.
Dann geben wir tröpfchenweise das Öl dazu. Wirklich tröpfchenweise! Immer weiter quirlen oder schlagen. Dann kommt der Senf dazu, schlagen, Salz, Zucker, schlagen, Joghurt, schlagen, gestückelte Banane und Currypulver, schlagen. Zum Schluss: Abschmecken, evtl. kann noch mal ein Schluck Essig daran. oder ein wenig Zucker. Je nach gusto !!!   Muss aber auch ordentlich verquirlt werden dann. Am Ende kann man (muss man nicht, ist nur so ne Idee) feinst geschnittene Bananen oder Mango drunter rühren.

Bananen
Das Wichtigste an Weihnachten und Silvester ist:  PIANO!  Kein Stress. Wenn ihr Gäste habt, dann ist das sicherlich nicht der Chef oder Geschäftspartner. Weihnachten und Silvester verbringt man mit Familie und oder Freunden oder als Paar. Und in diesen 3 Fällen muss man weder gestylt sein, noch sich sonstwie unter Druck setzen. Kommt wer früher, als geplant: Kein Thema, drückt ihm /ihr ein Messer in die Hand, einen Lappen, ein Glas Wein, Sekt, Saft, oder eine Tasse Kaffee. In der Küche ist es immer am gemütlichsten! Also verfrachtet frühe Gäste nicht auf die Couch. Schnackt, schnippelt und lacht.

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Dann haben wir alles beisammen – glaube ich – Getränke kühlen, Heissen Stein aufstellen, Tisch decken, dem Genuss steht nun nichts mehr im Wege. Und dem Beginn des Silvesterabends auch nicht.

Restepfanne – vegan

Mir geht das auf den Senkel, überall hats noch 4 Möhren, 2 Bio-Kohlrabi, Paprika, Zwiebeln sind sowieso im Haus und Knoblauch ist auch da. Dann haben wir noch Reis, muss zwar gemischt werden, normal und Vollkorn, aber immerhin.Und Punkte zählen soll auch noch dabei sein. Wichtig ist: Zutaten mit Punkten wirklich zählen, 0-Punkte-Zutaten (Gemüse ohne Hülsenfrüchte) gehen, was das Zeug hergibt. Für heute und hier:

Man nehme für 4 Portionen:

4 Möhren (4: weil ich nicht mehr hatte)
2 Kohlrabi (die waren noch da)
2 Zwiebeln
1 Knobizehe
4 Spitzpaprika (die waren noch da)
1 kl. Dose gehackte Tomaten
fr. Blattpetersilie
Salz, Pfeffer, Kurkuma, andere Gewürze, evtl. Zitronensaft (wer mag), scharf,usw. usw.

(alternativ oder zusätzlich: jegliches andere 0P-Gemüse, wie Zucchini, Champis, usw.)
2 EL Olivenöl

Für den Reis:

160g trockener Reis
Salz, 1 Knobizehe

 

Dann schreiten wir zur Tat:

Wir schälen und schnippeln das Gemüse, geben die 2 EL Öl in eine Pfanne und braten hier Kohlrabi und Möhren an (Zwiebeln u. Paprika folgen später)

In einem anderen Topf garen wir den Reis. Er wird fingerbreit höher als der Reis Platz einnimmt mit Wasser übergossen und zum Kochen gebracht. Salz hnzu und eine Knobi-Zehe, erst mit dem Handballen zerdrückt, dann grob geschnitten. Rein damit in den Topf.
Während der Reis gart, wenden wir das Gemüse immer mal wieder, es kann auch sein, dass wir einen Schluck Wasser zufügen müssen, damit sich der Satz am Boden der Pfanne löst. Zwiebeln hinzu und die gleiche Prozedur wiederholen.
Dann kommt die Paprika hinzu. Immer schön rühren, vom Boden lösen, Schluck Wasser? Gewürze nach Belieben rein damit und umrühren.

Wenn der Reis fast gar ist, geben wir ihn in die Pfanne zu dem Gemüse, gießen die Dose gehackte Tomaten dazu, pressen 1 Knobizehe hinein, rühren alles um. Dann kommt die glatte Petersilie dazu, gehackt natürlich. Umrühren.

Für fleischliche Gelüste sorgt pro willige Person 1 Geflügelwürstchen auf den Teller geschnippelt. Genauso verfährt man mit anderem Fleisch, so man denn will. Ok, Das müsste erst vorab geschnetztelt und angebraten werden.

Wichtig ist: es geht ohne und auch mit Fleisch.
Rote Linsen wären auch noch ne Idee, also, eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Schnippelt euch euer Gemüse, wie ihr es wollt und habt. Denkt halt nur an die Punkte-Lebensmittel.

Pfanne1   Pfanne2Pfanne und Reis 3Pfanne 4

Vegetarischer Eintopf mit Neujahrsvorsatz (in Klammern für Insider)

Weihnachten ist vorüber, die Schlemmerei war lecker, jetzt ist Resteverwertung inkl. viel Gemüse angesagt. Denn wir haben mal wieder einen Vorsatz, den ich hier nicht näher benennen muss 😉  Und dafür übe ich heute schon mal. Es ist zwar noch Lachs und dergleichen da, das wird auch noch zuende gegessen, aber beim Kochen mach ich heute schon mal 2014.

Man nehme:

1 Dose Mais, 285 g Abtropfgewicht (4,5)
150 g Naturjoghurt 3,5% (2,5)
4-5 Kartoffeln (2 pro Person)
2 frische Paprika (0)
2 Stangen Sellerie (0)
fr. Champis, wenn Restbestand vorhanden (0)
fr. Tomaten (0)
1 Zucchini (0)
2 Möhren (0)
1 Bd. Frühlingszwiebeln (0)
1 Zwiebel (o)
1 Dose geschälte Tomaten (1)
1 TL Olivenöl (1)
1/2 – 1 Dose voll Wasser
1 TL Gemüsebrühepulver
fr. Knoblauch (0)
Gewürze nach Belieben, auch ein Spritzer Zitronensaft darf sein.
glatte Petersilie

Macht zusammen 11 = 5,5 pro Person, wenn der Topf alle und man zu zweit ist. Zu dritt sinds knapp  4.

Die (1) bei den Tomaten setze ich zur Sicherheit.

Die Selleriestangen werden von den Fäden befreit und ganz klein gewürfelt. Die Kartoffeln geschält und auch klein gewürfelt. Dito die Zwiebel. Paprika und anderes Gemüse auch klein würfeln, Möhren in nicht zu dünne Halbmonde, sie sollen nicht totkochen, genauso Zuchhini; den Mais abtropfen lassen und die Frühlingszwiebeln in nicht zu kleine Ringe. In einem großen Topf die Kartoffeln und die Zwiebel in 1 TL Öl anschwitzen. Ja, das geht mit so wenig Öl. Dann das restliche Gemüse (außer Mais und Pilze)  draufwerfen, umrühren und kurz anschmoren lassen. Die Dose geschälte Tomaten wird in eine Schüssel gegeben und dort werden die Tomaten grob zerkleinert, ich nehme dafür faulheitshalber die Küchenschere und stürze mich mit Flüchen auf die „harrhaaar, dich krieg ich auch, du schlupsige Matschtomate“. Die Leere Dose halb mit Wasser füllen und auf das Gemüse im Topf gießen, Brühepulver und Gewürze dazu, umrühren und die mittlerweile zerkleinerten Dosentomaten nebst Saft auch in den Topf kippen, umrühren, zum Kochen bringen. Dann pellt man die Knoblauchzehen (Anzahl nach Geschmack) und legt sie nebst Knobi-Presse beiseite. Jetzt schneidet man die glatte Petersilie gründlich.
Nach 20 Minuten Kochen angelt man sich ein Stück Kartoffel heraus und probiert. Wenn sie kurz vor gar ist, kommen Mais und Pilze in den Topf. Den Joghurt verrührt man mit Salz und etwas Wasser, in der Hoffnung, dass diese Vermengulierung dann nicht ausflockt. Das kann gelingen, muss aber nicht. Wenn nicht, ists auch nicht schlimm, man kann auch einen Schluck von diesem Chemieramafina oder saure Sahne nehmen (anstatt Joghurt), da aber (Zahl) berücksichtigen, bei Chemieramafina auch!  aber da der Jogi-Eimer nur noch einen kleinen Rest enthält und zu viel Platz im Kühlschrank wegnimmt, entscheide ich mich heute dafür. Man gibt also den aufrührerischen Jogi in den Topf und presst auch gleich den Knobi hinterher. Umrühren und noch einmal kurz und gut blubbern lassen. Nach Bedarf noch etwas Wasser und oder Gewürze (etwas Curry, Chili, Pfeffer, Rosmarin, Oregano, Kreuzkümmel, was das Herz begehrt!) dazu, noch mal umrühren und ziehen lassen.
Veganer lassen den Joghurt weg, der dient eh nur der Farbgebung und evtl. der Konsistenz. Wenn man Lust auf Fleisch hat, gibt man anfangs Rinderhack oder Tatar dazu, aber bitte (Zahl) nicht vergessen.

Beim Gemüse sind keine Grenzen gesetzt, wer mag und hat: noch ein paar grüne Bohnen hinein (Zahl) nicht vergessen.  Oder man nimmt weiteres Gemüse ohne (Zahl).

Hier ist gleich der Topf fertig!  Im Topf

auf Teller