Wir schmoren im eigenen Saft…

…und suhlen uns darin.

Selektive Wahrnehmung in vollendeter Form. Ist jemand von euch schon mal auf einer rechten Seite (wo auch immer) gewesen und habt dagegen gehalten?

Seid ihr schon mal auf einer linken Seite gewesen und habt dagegen gehalten?

Ich möchte hier nicht über Faktenrelevanz sprechen, sondern darüber, wie es einem dabei geht.

Sachliche Disskussionen mit „der anderen Seite“  sind nicht möglich. Rechts werden Fakten ganz amerikanisch zu Fake-News erklärt, die Presse zu Lügenpresse.

Hälst du weiter mit Fakten dagegen, wirst du aus der Gruppe (so man denn hineingelangte) ausgeschlossen.

So einfach ist Faschismus. Faschismus ist rechts. Jaha. Faschismus hat aber nichts mit „rechts“ allein zu tun. Faschismus gibt es auch woanders.

Nehmen wir zum Beispiel mal Fazzebuck. Da schleicht sich ein Rechter in eine Antifagruppe. Also kein professioneller Rechter, sondern einer, der einfach nur shice rechts denkt. Er ist anders denkend. Er wird gemobbt, aus der Gruppe geworfen, es wird kurz andiskutiert,

Aber der Verbleib in der Gruppe wird durch linksfaschistischen Ausschluss beendet. Muss sich eine Antifa faschistisch verhalten?  Ich denke, sie führt sich damit ad absurdum. Überlassen wir das doch lieber den Rechten.

Was bleibt am Ende? Die Rechten beweihräuchern sich selbst, die Antifa beweihräuchert sich selbst. Man schmort nur noch im eigenen Saft. Vielleicht mag es auch da Grabenkämpfe geben. Unnötige Zeitverschwendung.

Eins sei festzuhalten: Gewalt in jedweder Form und aus welchem Grund auch immer ist abzulehnen. Es gibt keine „gute“ Gewalt, die eine Daseinsberechtigung hätte. Auf keiner Seite. Nicht rechts, aber auch nicht links.

Auch wenn ich gerne sage: „Wo Argumente nicht mehr siegen, können Steine Flügel kriegen“, so ist das der falsche Weg, egal, wo ich stehe. Da muss ich mich oft zurückpfeifen, wenn ich meine, meine „Gewalt“ sei die gerechtfertigte Gewalt.

Sobald das Mittel der Gewalt, ob auf Demos, in länderübergreifenden Auseinandersetzungen oder sonstwo gewählt wird, diskreditiert man sich selbst.

Gewalt an sich beinhaltet aber nicht nur Waffengewalt, körperliche Gewalt.Gewalt wird auch ausgeübt, wenn ich einen Gegner mit anderen, als argumentativen „Waffen“ bekämpfe. Es ist leicht, jemanden aus einer Gruppe auszuschließen, zielführender wäre es, ihn trotz aller unsachlichen Aussagen z.B. mitzunehmen. So schwer das auch fällt. Das würde aber voraussetzen, dass innerhalb der Homogenität der Gruppe die Sachlichkeit IMMER oberste Priorität hat.

Es hilft der Demokratie nicht weiter, wenn wir uns nur noch mituns selbst beschäftigen.  Es hilft uns nicht weiter, wenn wir nicht produktiv und konstruktiv denken und auf die Gegenseite nur schimpfen. Denn das ist so einfach, verändert aber nichts. Im eigenen Saft zu schmoren bedeutet: Reduktion. Das ist in der Politik nicht anders, als in der Küche.

… tbc…

 

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Nightmare At White House goes Matrix or Candid Camera

Once upon a time -not long ago –  there was a tiny girl (my friend K) living save and confident in her unimportant country. Well, she didn’t know her country to be unimportant. Nobody knew by that time that the whole continent and other continents were unimportant.She and all others once recognized a tumb and bankcrupt orange-haired guy,  becoming candidate for president of the self-proclaimed Leader of the World Country, called USA. This was nothing she was concerned about. There were lots of guys over there being kind of crazy.

Time went on, election campaign reached its climax. Something was strange. My friend K noticed that all those insulting, xenophobic, misogynous and not countable other freak ideologies may never be real in 21st century. And as a further proof of her knowledge: A bancrupt so called business man would never ever have the chance in REAL to win such election for becoming President of the United States of America. So. there must be something going wrong.

My friend K sat down in her comfortabel „thinking-easy chair“, her chinn on the knees, and she thought about, what could have happended. She thought about Pennywise and she rejected that thougt. Pennywise never had a son sitting on a soft toy lion. Pennywise – instead of that orange haired man – was quite honest. Pennywise did never mention“alternative facts“. Pennywise was fretting, and never denied being fretting.

So my friend K found out, that this all could never be reality. I mean, in a democracy even a orange haired tumb guy may have the wish to get the president’s job. Really. But at the time he was nominated as candidate, it had been clear, that someting is going on beyond reality. My friend K took anoter cup of tea, relaxed and thought about „Candid Camera“. That must be a joke she thought and billions of mind-healthy people did think so.

But two other possibilities had to be taken into consideration. We all were put into a matrix (worse) or this really is reality (worst).

That bankrupt guy won the election not by votes only by so called elctors. Reality? Matrix? Candid camera? Time went by and nobody – having working brain – could take that as real. Something MUST be wrong. People cannot be such degenerated to be happy, glad and credulous.

My dear friend K, for one thing you are right: This is a nightmare not only for the Americans – even if they do not take notice.

On the other hand you are not  right. Because the nightmare came true.

Or……  are we all living in that since and ever, matrix, nightmare,  candid camera? So, anybody out there to stop that?  From „ancient“ times CIA has to retrievel a mistake happened in 1963.

TY to my friend K for telling me her fears which are totally real.

Irre, bescheuert, gefährlich, ungebildet -Warum D. Trump missverstanden und unterschätzt wird

Tickt die noch sauber, wird so mancher von euch denken, brennt der jetzt der Helm?  Ich kann euch beruhigen!

Was aber beunruhigt, ist, dass wir D. Trump in unsere Schubladen stecken, nur passen manche Schubladen nicht. Er ist weder irre noch bescheuert. Ungebildet: vielleicht. Oder er tut nur so. Aber dazu später.

Was tut D. Trump? Er will eine Wahl gewinnen. Nicht die Wahl zum Vorsitzenden des Karnickelzüchtervereins. Nein, er will Präsident der USA werden. Das ist ja an sich legitim. Und Präsident der USA wird man, wenn man die Wahl gewinnt.

Es hat 3 TV Debatten gegeben, wir alle wissen, wie der dort vom Leder gerissen hat. Wir haben gehört, wie er alle möglichen Menschen, Menschengruppen diffamiert, wie er lügt, falsche Behauptungen aufstellt und dergleichen mehr. Er hält Brüssel für ein schönes Land, verbreitet Videos, in denen Deutschland als Kalifat dargestellt wird, möchte H. Clinton einsperren, relativiert seine Locker-Sprüche, bedient den Stammtisch, bewertet Frauen nach ihrem Äußeren, sich selbst aber leider nicht.

Und trotzdem, trotzdem sage ich, ihn für blöd zu halten, ist ein eklatanter Fehler. Nun, sollte er die Wahl tatsächlich gewinnen, wird er als Präsident nicht lange das Oval Office verschmutzen.

Aber trotzdem, sollte er die Wahl gewinnen, wird das einen Grund haben. Nämlich den, dass er alles andere als bescheuert, krank oder irre ist. Er könnte sie gewinnen, weil er clever und durchtrieben ist. Er kennt das amerikanische Bildungsniveau. Er weiss, wie man Menschen, deren intellektuelle Flughöhe an Bord einer Boeing sämtliche Alarmglocken zum schrillen bringen würde, mit einfachen erstunkenen Phrasen für sich gewinnt. Er weiss, wie man in den USA menschenfeindliche Prüderie und Sexismus unter einem Hut vermarktet. Er weiss, wie man Sündenböcke per Fingerzeig identifiziert. Er weiß, wie man komplexe Probleme populistisch auf Klientelniveau runterbricht.

Was aber seine Wähler NICHT wissen, ist: Donald Trump führt die Menschen, die ihn wählen, vor. Er führt sie vor, missbraucht ihre mangelnde Bildung.

Dumm ist der Mann nicht. Ich meine, er wird, als er in seinem goldenen Zimmerlein überlegte, was er denn mal so machen könne, auf die Idee gekommen sein: Präsident. Präsident der USA, das wäre doch mal machbar. Dann stellt er sich die Frage: Wenn ich von Politik und Sachfragen keine Ahnung habe, wie kann ich das an wen verkaufen?

Er hat diese Frage bisher fast erfolgreich beantwortet.

D. Trump hat gelernt, wie man Kunden übers Ohr haut und sich dafür selbst auf die Schulter klopft. Die Kunden widerum merken es oft erst zu spät. Und für D. Trump ist es egal, ob Kunde oder Wähler, er verachtet seine eigenen Wähler sowieso.

Wenns nach mir ginge: Michelle Obama oder Oliver Stone for President. Oder Michael Moore.

 

 

 

 

 

Iwona Laub, die „deutsche“ Gleichberechtigung und der Islam

Wisst ihr, wie es mir bei der ganzen Flüchtlingsdebatte geht? Scheisse gehts mir. Ich hab Angst und bin besorgt. Und ich bin wütend. Akif Pirincci ist nicht mal DAS Problem in meinen Augen. Der Typ ist auch nicht krank, der Typ als Person ist ein Niemand. Was ihn aber für mich so Angst einflößend macht, ist die Tatsache, dass er beklatscht wurde. Montag 19.10.2015. In Dresden. Ja, ich habe Angst und ich bin besorgt. Die selbsternannte „Mitte“ Deutschlands beklatscht ihn. Er sagt, was er denkt, und er denkt, was die Applaudierer denken. Die Applaudierer aus der „Mitte der Gesellschaft“ sind das eigentliche Problem, und mir wird angst und bange. Sie reden – wenns mal gerade nicht um Flüchtlinge oder sonstige fremdreligiöse Menschen geht – von, ja wovon eigentlich? „Andere Nationen sind stolz auf ihr Land, nur WIR „“dürfen““ das nicht sein.“, schwadronieren sie.  Doch dürfen wir. Aber IHR, genau IHR erbärmlichen Pegidisten tretet diesen Stolz mit Füßen. Andererseits, nur weil Franzosen, Gorßbritannier stolz auf ihr Land, auf ihre Nation sind, heisst das noch lange nicht, dass dafür IRGENDEIN Grund vorliegt. Und da wird dann mit diesem „Stolzsein“, „Flagge zeigen“ argumentiert. Herrgottnochmal, Grenzen sind so überflüssig wie willkürlich. Die Grenzen, die Nationalitäten sagen nichts, aber auch gar nichts über den einzelnen Menschen aus. Die erbärmlichen Pegidisten schwadronieren sogar von der deutschen Dichter- und Denkerkultur. Können selbst aber Beides nicht mal in rudimentären Ansätzen leben. (sonst wären sie ja keine Pegidisten, nech).

Sie reden von der christlichen Kultur des Abendlandes, haben vielleicht mal ne Kirche von innen gesehen, beten nicht und sind auch ansonsten nicht gerade christlich, denn sonst wüssten sie: Liebe deine Feinde wie dich selbst. Ok, wenn ich „die“ wäre, würde ich mich selbst auch nicht lieben (können). Sie beschreien das deutsche Wesen, dass sie in Gefahr sehen.

Nun ja, mittlerweile finde ich, „dieses“ deutsche Wesen ist auch nicht gerade bewahrenswürdig! Und dann die sog. Angst vor „Islamisierung“….

Und da komme ich zu Iwona Laub, denn ihr Beitrag ist einfach gnadenlos gut.

Iwona, wir kennen uns nicht, aber ich danke dir für die Erlaubnis, deinen

Beitrag hier zu linken.

Ein Spiegel-Artikel, eine Reaktion und meine Meinung

http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkische-abgeordnete-kritisieren-jugendaemter-in-der-eu-a-928481.html

Gestern postete ich diesen Spiegel-Artikel auf Facebook, nicht ohne Grund. Ich hatte in jüngster Vergangenheit Erfahrungen in dieser Hinsicht machen dürfen. Sichtweisen, Denkweisen, usw.
Auf FB kommentierte ich den Artikel nur mit den Worten:  „Assimilation ist also etwas ganz ganz Schlimmes…. da platzt mir die Hutschnur. “

Es gab nur eine Reaktion, die beinhaltete: „Warum?“
Die Frage kann sich wohl kaum auf den ersten Teil meiner Aussage beziehen, sondern nur auf den 2. Teil, warum mir die Hutschnur platzt.

Das will ich hier gerne darlegen.

Ich habe eine Kollegin, die einen Sohn hat, der hat einen Freund, einen besten Freund. Dieser Freund ist Türke und gehört mehr als fast zur Familie. Dieser Freund ist integriert und assimiliert. Assimiliert in der Hinsicht, dass er die hiesigen Gepflogenheiten achtet und respektiert. Er selbst schämt sich oft für seine nicht integrierten, nicht assimilierten Landsleute, vor allem für die seines Alters, die sich sehr schlimm benehmen. Und er ist sauer, weil er als Türke unter Generalverdacht steht, wenn es um die Verweigerung des Eintritts in die Disco geht. Er ist nicht sauer auf die Türsteher, er ist sauer auf seine Landsleute, die das verschuldet haben durch ungebührliches Benehmen. Dann ruft er vom Eingang der Disco den Mann meiner Kollegin an, der so etwas wie sein Vater ist. Dieser kommt dann angerauscht und klärt das Problem argumentativ.

Ein anderer Fall: Eine türkische Familie hat sehr schlimme Probleme mit ihrem Sohn (8).
Wenn man diesen einen Satz zuerst liest, denkt man: och, ist er in schlechte Gesellschaft geraten? Ja, das ist er, aber anders, als man meint. Seit einigen Monaten schickt diese Familie den Jungen in eine Koranschule, und seit dem klappt gar nichts mehr. Auf Nachfrage, warum sie ihn dann nicht aus dieser Schule nehmen kam die Antwort (traurig aber wahr): Wenn wir ihn aus dieser Schule nehmen, werden wir von unserer Gemeinde ausgegrenzt. Die Probleme, die durch den Besuch der Koranschule entstanden: Er respektiert keine weiblichen LehrerInnen mehr, er pöbelt sie an. Die eigene Mutter akzeptiert er nur noch als haushaltsrelevante Respektsperson, sie solle ein Kopftuch tragen.
Nach einiger Zeit kam erschwerend herzu, dass von der Koranschule bei ihr angerufen wurde: Ihr Junge schläft heute Nacht da und da (bei linientreuen Moslems). Und das dauerte dann schon mal mehrere Nächte.  Rechtlich hat die Mutter zwar jede Handhabe, aber sie hat Angst vor der eigenen Gemeinde.
Eine andere Bekannte im öffentlichen Dienst, die ab und an auch mit türkischen Paaren zu tun hat, berichtet, dass wenn Sie Besuch bekommt von einem der Paare, bei den Hardlinern der Mann niemals Platznimmt, um ihr zu zeigen, dass er über ihr steht. Egal, wie lange das Gespräch dauert. Egal, wie sehr sie sich bemüht. ER steht, er redet nicht mit ihr auf Augenhöhe.

Eine andere Freundin, sie war frischgebackene idealistische Lehrerin, begab sich in ihren Grundschuluntericht und forderte nach dem Toben die noch stehenden Jungs und Mädel auf, sich nun zu setzen. Das taten diese auch. Ein türkischer Junge blieb stehen und sagte wörtlich: „Du Votze hast mir gar nichts zu sagen“. Auf Nachfrage, warum das so sei, sagte er, das lerne man ja wohl in der Koranschule.

Es gibt so viele moslemische Bürger in unserem Land, in anderen europäischen Ländern, die nichts mit dieser Kritik zu tun haben, weil sie einen gewissen Bildungs- und/oder Geisteszustand haben. Sie studieren, sie achten ihre Feste, ihre Religion, unsere Religion, unsere Gesetze. Sie sind mit uns eine Menschengemeinschaft.

Erlebnisse durch Koranschule und Co.  sind nur Einzelfälle und nicht alle Türken und Moslems darf man danach beurteilen. Wir alle haben Kontakt zu türkischen Freunden und Bekannten. Aber wir haben diesen Kontakt, weil sie integriert sind, assimiliert sind. Wir haben unser Weihnachten, sie haben ihren Ramadan, es gibt da keine Probleme. Und man kann diese Feste auch gemeinsam feiern.

Probleme sind dort extrem existent, wo eine Integration und Assimilation gar nicht gewollt ist. Dies betrifft nicht die erste Generation der türkischen Mitbürger, es betrifft die 2. und 3. Generation. Diese haben den Fortschritt in der Türkei versäumt und leben hier mit dem traditionellen Background, den es in der Türkei gar nicht mehr so gibt.

Erschwerend kommt allerdings auch Erdogans Statement beim Staatsbesuch in Deutschland hinzu. Er fordert seine Landsleute ja geradezu dazu auf, sich nicht zu integrieren. Und Integration ist bei Weitem keine einseitige Angelegenheit. Angebote werden nicht angenommen, man will unter sich bleiben. Aber, was heisst denn „unter sich“? Heisst es de facto nicht, ich will meine Tradition, meine Lebenseinstellung, meine gesellschaftlichen Normen von anderen nicht nur akzeptiert wissen, sondern ich will diese Normen – jenseits von „unter uns“ – auch respektiert wissen? Die heimische Kultur hat mich und meine Normen zu akzeptieren, selbst wenn es in die heimischen Normen eingreift und diese missachtet? Heisst es das? Ist das MultiKulti?

Ich glaube kaum. Es geht nicht an, dass die Religionsfreiheit in unserem Land oder in anderen europäischen Ländern über dem Grundgesetz, der Verfassung an sich, steht. Es geht nicht an, dass Frauen, moslemische Frauen, christliche, atheistische, budhistische Frauen in einem Land, in Ländern, in denen Frauen gleichberechtigt sind per Verfassung, missachtet werden auf Grund der Religionsfreiheit. Es geht nicht an, dass die Religionsfreiheit als Joker gezogen wird, um kindliches, männliches Fehlverhalten zu rechtfertigen.

Und vor allem geht es nicht an, dass sich auf Religionsfreiheit berufen wird, wenn Kinder vom Jugendamt ihren Eltern weggenommen werden, weil irgendetwas zwar europäischen Gesetzen entspricht, aber eben nicht der moslemischen Kultur. Religionsfreiheit ist kein Freibrief. Nicht im Europa der EU.

Ich danke jedem Jugendamt, dass ein Mädchen aus der Familie holt, weil es geschlagen wurde, nur weil es sich mit einem Jungen traf. Ich danke jedem Jugendamt, der einen Jungen aus einer Familie holt, die ihn daran zu hindern sucht, sich zu integrieren.

Ein jeder darf seine Religion leben, solange diese verfassungskonform ist. Und niemand darf gegen die Verfassung des Landes verstoßen, in dem er lebt. Die Verfassung steht über allem.

Und es ist auch klar, aus welcher Ecke die Kritik an deutschen und anderen europäischen Behörden kommt. Ein jeder, der diese Kritik gutheisst, sollte sich einmal für eine kurze Weile zurücklehnen und darüber nachdenken, ob Menschen-, Frauenrechte verletzt werden dürfen im Namen einer (egal welcher) Religion.

Jeder weiss auch, wie lange es braucht, bis ein Jugendamt tätig wird. Meist liegt das tote Kind schon im Kühlschrank. Dann wird aufgeschrien. Nicht aufgeschrien wird, wenn sich ein moslemisches Mädchen mit einem nicht-moslemischen Jungen trifft und hernach getötet, geprügelt oder eingesperrt wird.  Oder doch?

Sollten diese Kindeswegnahmen vielleicht doch berechtigt sein? Ja? Kann das wohl sein? WER prangert denn die Wegnahme an? Die Koranschulen, die nicht assimilierten Mitbürger. Was tun sie mit ihren Kindern, die von ihren Eltern in dieses Land gebracht oder hier geboren wurden? Was tun sie mit denen? Sie vergewaltigen sie in der Seele. Im Namen der Religion natürlich.

Buchempfehlungen:

Necla Kelek : Die fremde Braut
links: http://de.wikipedia.org/wiki/Necla_Kelek
Seyran Ates und ihre Bücher.

ich könnte die Reihe noch weiter fortsetzen….

Die Spende an die CDU

Nun regt sich die Nation wieder auf über eine Spende an die CDU. 670.000,– (oder waren es gar 690.000,–) Euro. Sie regt sich auf über die Herkunft der Spende speziell wg. des Zeitpunktes.

Sich aufregen ist legitim. Spenden ist auch legitim.

Dumm allerdings ist, wenn da wieder verschiedene Dinge „vermenguliert“ werden. Auf einmal liest man in Statements von Unternehmensspenden im Allgemeinen und in diesem Falle von BMW im Speziellen.

Fakt ist aber, das BMW gar nicht gespendet hat, sondern Mitglieder der Familie Quandt, die zwar Hauptaktionär ist, aber eben als Personen gespendet haben, nicht als Unternehmen. Nun mag das logischerweise de facto unwichtig sein, de jure aber nicht. Es handelt sich nun mal nicht um eine Unternehmensspende. Und daher – liebe politischen oppositionellen Würdenträger – überlegt eure Argumentation beim Aufschreien.

Es mag unbestreitbar sein, dass Familie Quandt im Sinne und Interesse ihres Unternehmens BMW gespendet haben, keine Frage. Es mag auch sein, dass diese Spenden kurz vor der EU-Entscheidung zum CO²-Ausstoß getätigt wurde. Und es wird dort sicherlich einen Interessenszusammenhang geben. Davon bin ich fest überzeugt, allerdings geht es nicht an, dass man aufschreit und anprangert, nach Änderungen schreit, ohne in der Lage – oder ohne Willens – zu sein, die tatsächlichen Fakten de jure zu bewerten, oder überhaupt zu sehen.

Forderungen nach einer Spendenbeschränkung waren dann auch schnell den Medien kolportiert und von diesen staubsaugerartig aufgenommen und verbreitet worden. Man möge die Spenden auf 50.000,– jährlich beschränken. Nun denn. Dann darf BMW als Unternehmen nur noch 50.000,– Euro/Jahr pro Partei spenden. Andere Unternehmen dürfen dass dann auch nur noch und jede Privatperson darf das auch nur in der Höhe pro Jahr und pro Partei tun. Ja sicherlich, damit wird auch Einflussnahme verhindert. Bezogen auf die Familie Quandt würde es bedeuten, dass sie sage und schreibe 14 Familienmitglieder mit Spendengeld von je 50.000,– versorgen müsste (so diese Familienmitglieder so arm sind, und nicht mal gerade über 50.000,– Euro für Spenden verfügen sollten), schon sind 700.000,– zusammen.  Das ist doch blödsinnig. Dadurch ändert sich gar nichts. Das ist dann staatlich verordnete Augenwischerei, das kann niemand wollen.
Ich warte auf die Forderung, dass Großaktionäre oder andere Lobbyisten gar nicht mehr an Parteien spenden dürfen. Ja mei, dann such ich (wäre ich Lobbyist) mir halt eine mir geneigte Person, vielleicht meinen Gärtner oder befreundeten Arzt, drücke ihm das Geld in die Hand, er möge bitte spenden und den Mund halten bei Nachfragen. Dann rufe ich den Schatzmeister der Partei an und sag ihm, dass ich hinter der Spende von XY stecke. Da kennt man sich eh untereinander.

Wenn hier etwas anzuprangern ist, dann ist es das Verhalten unserer Regierung im CO²-Thema. Und dieses Verhalten sollte man de jure nicht in Verbindung bringen mit der Spende. De facto sehe ich einen Zusammenhang, ja. aber ich formuliere ihn nicht im Rahmen von Gesetzmäßigkeiten.

Mein Resümée: Familie Quandt hat mit der Spende an die CDU der CDU in dieser zeitlichen Nähe zum CO²-Thema keinen Gefallen getan. Und deswegen bin ich irgendwie froh über diese Spende. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die oppositionellen Parteien sollten überlegen, bevor sie verbal den Stammtisch bedienen. Jungs / Mädels, das habt ihr nicht nötig.

Ein Radiobeitrag, der auch lesenswert ist.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/2282516/

Ich denke:

Die Befreiung eines jeden gesellschaftlichen Bereiches von Intellektualität, von Nachdenken, vom Streben nach dem Erkennen der Kausalität führt zu dem, was uns heute mehr und mehr ausschließlich umgibt.

Das Problem dabei aber ist: Es war nicht der böse Wolf, der uns das antat. Es waren wir selbst. Wenn wir nicht aktiv daran beteiligt sind oder waren, so haben wir es doch zumeist aktiv hingenommen. Und das in allen Bereichen.

Medien:
Wie schon im Beitrag beschrieben, gibts Mord im Minutentakt und die Nation beschränkt sich intellektuell auf die Mördersuche. Und selbst bei diesen Krimis geht es oft in die Unsäglichkeit. Ich muss hier nicht auf das Niveau der privaten 1., 2. und Drittanbieter eingehen, dass kennt ihr selbst. Man wird schon schief angesehen, wenn man sagt: gestern Abend auf Arte, da war….
Auf den so genannten Nachrichtensendern kommen gerne Dokus, aber wenn man sich die gelegentlich mit Vorwissen anschaut, merkt man auch dort schnell: das Thema ist interessant, die Darbietung ist hanebüchen platt.
Wie sagte einst vor Jahren ein Medienforscher: Die Inhalte der privaten Gratissender werden im Niveau immer weiter sinken, damit das Klientel, welches damit nicht mehr zufrieden ist, zu Bezahlsendern wechselt, die von genau denselben Gratis-Anbietern betrieben werden. D.h.: Sendungen, die halbwegs intellektuell bestückt sind im Privatsenderbereich, müssen extra bezahlt werden. Der intellektbefreite Rest der Nation kann sich mit Deutschland sucht den Superstar und frauentauschenden Doktorsendungen am Serientag beglücken.
Das Problem hierbei sind wie überhaupt, nicht die Sender. Die Sender bedienen die Quote. Und die Quote macht der Zuschauer, niemand sonst. Wohin sind wir also gekommen?

Auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen spiegelt sich das wider. Wenn selbst die unsäglichste Serie niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockt, so tut es doch der intellektuelle Stammtisch. Da wird politisch schon mal gerne das Grundgesetz aus den Angeln gehoben. Da wird aus – den falschen Gründen – gegen das Weihnachtsverbot in Kreuzberg zu Felde gezogen. Da wird gewettert auf Teufel komm raus gegen die bösen Flüchtlinge, die „zum Glück“ im Meer ertrinken. Da wird der kriminelle Bösewicht schnell zum kriminellen Genträger – oder zum kriminellen Gen Tragenden fremder Herkunft. Korrelation ersetzt Kausalität, auch das kam im Beitrag gut raus. Fremdenfeindlichkeit gab es schon immer überall, können wir von Glück sagen, dass es unser VERDIENST (?) ist, in einem demokratischen Land geboren zu sein und leben zu dürfen. Es gibt kriminelles Potential im „Migrantenmilieu“, und es fällt mehr auf, im Gegensatz zum kriminellen Potential des heimischen Milieus.

Weltfremder Intellekt? Weltfremd weil intellektuell, oder wie?
Es muss nicht mal im aktiven Denken in die tiefsten Bereiche eindringen, das Denken, es reicht schon, wenn das Denken stattfindet. Ich wunder mich oft, dass es heisst: Früher, da sind die Leute noch auf die Straße gegangen.  (Was nicht immer ein Beweis für Intellekt ist). Aber früher haben sich die Menschen engagiert, für das, was sie denken. Die APO ist tot, die Anti-AKW-Bewegung ist tot, die Friedensbewegung ist auch tot. Sie hätten sich selbst überlebt, heisst es oft ironisch. Arbeitskampf für andere? Solidarität? Diskutieren statt Flanieren? Arbeitskreis statt Feierkreis?  Es ist noch längst nicht alles gesagt, was mir in meinen Gehirnwindungen liegt. Aber ich rege hier gern zu Diskussionen an.

Der gesellschaftliche Intellekt stirbt vor allem an der selbstgemachten Resignation. Das Fressen kommt vor der Moral und das Konsumieren vorm Denken.  Bert Brecht hatte da nicht unrecht. Und weil alles ja so schrecklich ist, wir ja „eh nix tun können“, da erte-ällen wir uns satt1. Pro Sieben Sendungen haben wir uns unsere Meinung umgebildet, während ÄnnTeePfau nebelwabernd große Bagger erklärt. Und zwar aus dem einzigen Grund: Wir sind hiiieeeeeerrrrrrr (frei nach Poltergeist).

Mindestlohn

Heute nehmen wir den Mindestlohn durch.

Manch ein geneigter Leser mag diesen (endlich) erhalten.

1 (in Worten EINE) Woche vor der Wahl fischt die Regierung nach Wählerstimmen derer, die sie noch braucht. Die Wählerstimmen derer, die eigentlich gar nicht zu ihrem Wahlvolk gehören. 1 (in Worten EINE) Woche vor der Wahl !!!  Das lasse man sich mal im Hirn zergehen lassen. Für mich bedeutet dies, dass die jetzige Regierungskoalition der Meinung ist, dieses abzufischende Klientel hätte ein Resthirn, was nur für eine Woche speichern kann. Ich meine, man hätte diese Mindestlöhne auch schon vor Jahren erhöhen können. Aber da die Opposition sich die Mindestlöhne auf die Fahnen geschrieben hat, muss da ja nun regierungsseitig und stimmentechnisch gewildert werden. Die Mindestlohnempfänger werden schon dankbar auf die Knie sinken und das merkelsche Kreuzchen machen.

Schlimm daran ist:  Die Regierungsrechnung wird aufgehen. Pervers. Total pervers.

Nach Adam Riese macht das einen Bruttolohn von 1.360 Euro. Gehen wir von Steuerklasse 1 aus:  ja, doch, so ein 1-Zimmerappartment ist dann drin oder, in Gegenden die sowieso billiger sind auch mehr. In Gegenden, die teurer sind, ich denke da an Süddeutschland, ja mei, hätte er / sie in der Schule besser aufpassen sollen

Nun gibt es für Bedürftige ja auch Lohnnebenleistungen von Amts wegen und auf Antrag. Ja super, nech. Da wird der geringverdienende Arbeiter zum Amt geschickt, damit der Staat die Lücke stopft, die die Arbeitgeber reissen. Schön mal im Sessel zurücklehnen, Zigarre anstecken, wieso überhaupt muss son blöder *Berufsgruppe* so viel verdienen?

Ich möchte den/die Mindestlohnerhalter sehen, die davon Kinder ohne Nebenleistungen der BA o.ä.  durchbringen können. Es bleibt am Ende am Staat hängen, der einen Teil der Steuereinnahmen für die Unterstützung dieser Menschen aufwendet.

M.E. geht es nicht an, wenn der Lohn und auch der Mindestlohn nicht ausreichen, eine Standardfamilie zu ernähren.

Es geht m.E. auch nicht an, das wir alles, was wir Über-Mindestlohn-Normalverdiener früher als Luxus ansahen, heute wie selbstverständlich konsumieren. Wir fahren „kreuz“, wir fliegen „ryan“, wir tragen schlimmste Kinderarbeit auf der Haut. Und an den Füßen. Denn wir alle wollen teilhaben am Wohlstand.

Aber anstatt den Weg der richtigen Verteilung zu gehen, benehmen wir uns als Verbraucher den Billiglohnländern genauso gegenüber, wie die Mindestlohnausbeuter hierzulande.  Da dürfen wir uns nix vorlügen.  Da dürfen wir uns nicht das Gutmenschmäntelchen anziehen.

Wir glotzen auf die Inflationsrate wie auf das goldene Kalb. Alles wird teurer!

Sprit, Brot, Gemüse

Aber WIR schreien nicht bei den Dingen, die durch übelste Ausbeutung billiger werden:

Kaffee, Fleisch, Milch, Schuhe und Bekleidung.

WIR sehen selbst den Wert der Produkte nicht mehr. Wir sehen nur, dass wir alles in Massen wollen.  Bio ist „sowieso“ alles Betrug (feine Ausrede), Fair Trade (das ist mir zu teuer). Wir selbst, wir alle sind nicht besser als die inländischen Billiglohnanbieter.

Mit WIR meine ich die, die über dem Mindestlohn verdienen, WIR, die wir uns Masse leisten wollen, WIR, die wir nicht in der Lage sind, zu erkennen, dass es DINGE gibt, die wir uns nicht leisten können. Wir müssen uns auch nicht alles leisten können.

Aber eins sollten wir uns niemals leisten:  Nach Mindestlohn schreien und selbst anonym ausbeuten. Das passt nicht.

Wir sollten uns folgendes leisten: Nachdenken, nicht den dicken Max markieren und auch noch als selbstverständlich ansehen.

Wir sollten in diesem unseren Lande bereit sein, höhere Preise durch Lohnerhöhungen hinzunehmen, nicht andauernd darüber zu meckern.

Wir sollten NICHT bereit sein, höhere Preise für höhere Gewinne hinzunehmen.

Und wir sollten bereit sein, ausbeutende Billigprodukte (z.B. Fleisch) zu verweigern.

Hier haben wir die Wahl. Auch die Wahl der Selbstbeschränkung.

Schon mal drüber nachgedacht?