Dorade, Papas arrugadas y ensalada

Eigentlich wollte ich nur frischen Lachs (zum Beizen) erstehen im Fischereihafen. Nicht auf der Touri-Abzock-Meile „Schaufenster“, so dicke hab ich es auch nicht, sondern hinten… Am Lunedeich. Und wie das dann so ist, kauft man noch 2 geräucherte Forellen sowie 2 Doraden. Die Forellen spielen keine Rolle,  aber die Doraden.

Man nehme für 2 Personen:

2 ganze Doraden (ausgenommen)
Blattpetersilie – gehackt
Salz
Limetten/Zitronen
einige Knobizehen

kleine Kartoffeln
grobes Salz

Römersalat
Tomaten
Salatgurke
weiße oder rote Zwiebel
hellgrüne dünnwandige Paprika
Zitronensaft + Olivenöl
Petersilie
Salz u. Pfeffer (erst bei Tisch)

Vorbereitung:
Zuerst das Küchenwaschbecken mit Wassser füllen und die Doraden darin waschen. Dann die Doraden schuppen: Fisch unter Wasser halten und mit einem Messerrücken gegen die Wuchsrichtung vom Kopf zum Fischschwanz schaben. Die Schuppen gehen ziemlich leicht ab, unbedingt gründlich arbeiten.
Dann die Fische abtrocknen.

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Salat:
Alle Gemüse klein schneiden und in eine Schüssel oder auf eine Platte geben und mit Petersilie bestreuen, kühl beiseite stellen.

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Kartoffeln:
Kleine Kartoffeln (z.B. Drillinge) in einen mit Wasser gefüllten Topf geben und so viel Salz hinzufügen, dass sie schwimmen. Das ist wichtig.

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Ofen:
Vorheizen auf 230°C Umluft/Grill
Einen Teil der Knobizehen hacken und mit einem Teil der gehackten Petersilie, Zitronenscheiben und etwas Salz die Fische füllen und auf der Oberseite die Haut vorsichtig 3 mal einritzen. Nun die Fische in einen Bräter legen und salzen.
Weitere fein gehackte Petersilie und fein gewürfelten Knoblauch mit etwas Olivenöl mischen und über den Fischen verteilen.
Ich habe so einen Bräter für den Ofen nicht, da müssen Schale und Deckel einer rechteckigen JenaerGlas Form herhalten.

Kartoffeln aufsetzen, Fisch in den vorgeheizten Ofen, nach 5 Minuten Hitze reduzieren auf 150°C (Umluft) und ca. 20 Minuten weitergaren.

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Zitronenpasta, Gambas, Mojo y Ensalada

Wochenende. Ein Wort spricht für sich selbst und gibt einem eine unheimliche Freiheit. Meinen Mr. betraute ich mit den typischen Männeraufgaben: Müll, Altglas, Pfandflaschen, Edeka/Aldi.

Ich selbst zog es vor wie eine Prinzessin zuerst den Buchladen meines Vertrauens aufzusuchen und gefühlt 10 kg bestellte Bücher abzuholen. (Da war Schluss mit dem Prinzessinnenfeeling). Während der Rechnungserstellung ergatterte ich beim Stöbern noch ein weiteres Buch (Der erste Stein von Carsten Jensen). Danach steuerte ich den Ankara-Markt in der Hafenstraße an. Zitronen, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Römersalat, Koriander, Petersilie, Tomaten, krumme Gurken, Bezahlen, raus. Next Stop: Mercado Iberico. Dort erstand ich 1 kg Gambas mit Haut, Kopf und ungegart, beim Netto musste ich noch geschälte Gambas dazu kaufen, da es sie im Mercado nicht gab.

Für die Mojo:
Petersile und Koriander von den Stengeln zupfen, 1-2 Zitronen auspressen und dazu geben, Olivenöl, einige (nicht unbedingt wenige) Knobizehen und Salz dazu und mit dem Pürierstab alles hexeln, bis es eine dünnbreiige Masse ergibt.

Pasta:
Ich hatte vor Tagen bei Penny aromatisierte Zitronenpasta erstanden, noch nie ausprobiert, ich denke, normale Spaghetti tun es genauso gut, man kann sie ja selbst mit feinem Abrieb von Bio-Zitrone nach dem Kochen aromatisieren. Also die Pasta werden al dente gekocht und abgegossen.


Gambas:
Petersilie hacken, Knobi auch, Grobes Salz bereithalten.
Geschälte und ungeschälte Gambas in gewünschter Menge auftauen (ist ja meist TK).
2 Pfannen mit Pflanzenöl erhitzen und die Gambas getrennt anbraten. Knoblauch hinzufügen, Hitze runter.

Salat:
Römersalat in mundgerechte Stücke schneiden und auf einer Platte arrangieren. Tomaten in halbe Scheiben schneiden, Zwiebeln längs halbieren und in halbe Scheiben schneiden. Krumme Gurken schälen (evtl. nicht komplett, sonder vlt. immer einen Streifen Schale dran lassen), in Scheiben Schneiden. Nicht zuuuu dünn. Alles schön auf dem Römersalat anrichten und wieder mit gehackter Petersilie bestreuen.
2 Zitronen auspressen, mit Olivenöl vermengen, Salz und Pfeffer wird bei Tisch separat gereicht.

Die geschälten Gambas werden dann mit dem Bratöl sowie einem Teil der Mojo unter die Pasta gehoben, die gebratenen ungeschälten Gambas kommen als Deko dazu.

Und immer mal wieder gerne mit Petersilie…..

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Ofenpommes, Brathering, Gurkensalat (pescetarisch)

WP_20170406_19_15_28_ProMal wieder in Eile. Normalerweise schnippel ich die Pommes aus geschälten Kartoffeln, wässere und trockne sie, bevor sie in die Actifry kommen. Heute nicht. Heute gibt es die Tütenvariante.

Man nehme:

Gurkensalat:
2-3 Salatgurken, geschält und fein gehobelt
1/2 – 1 große Zwiebel (fein gewürfelt)
Petersilie (fein gehackt)
1 Becher saure Sahne
Essig, Salz, Zucker, Pfeffer

Gurkenscheiben, Zwiebelwürfel und Petersilie vermengen.
Saure Sahne mit Essig, Salz u. Zucker glatt rühren und zu den Gurken geben, unterheben und ruhen lassen.

Pommes:
Pommes gefroren in die Actifry geben und ca. 15 Minuten garen. Evtl. nach Gusto würzen. (Alternativ in den Backofen u. nach Packungsanweisung verfahren)

Brathering (Konserve) und Finish
Brathering auf Teller verteilen, mit Pommes und Salat servieren. Die Pommes nehmen dann gerne etwas Heinz-Ketchup.

Mejillones marinera (en salsa tomate)

Um eins meiner absoluten Lieblingsessen zubereiten zu können, muss ich in heimischen Gefilden die Monate September – März nutzen. Es geht um Miesmuscheln. Natürlich gibt es sie auch TK, aber ich bevorzuge die Variante mit den frischen Miesmuscheln. Ich nutze den spanischen Rezeptenamen für diese Art der Zubereitung, weil ich sie dort kennengelernt hatte. Damals, anno dunnemals. Vorher kannte ich nur die rheinische Variante. Auch lecker, aber ich liebe eben diese. Wenn man im Netz stöbert, gibt es für marinera oder salsa tomate genauso viele verschiedene Rezepte, wie für – sagen wir mal – Pasta bolognese. Man wird fast erschlagen. Jede Region macht es anders, jeder Haushalt macht es anders. Und das ist das Schöne: Man sieht und lernt Unterschiede. Mehrere Youtube-Videos sagten mir zu, also entschied ich mich, sie zu kreuzen. Nur eins tat ich nicht: Die eine Hälfte der Schale nach dem Kochen schon entfernen. So kenne ich es halt nicht.

Man nehme für 3 normale Esser:

3 kg Miesmuscheln in der Schale
2-3 Zwiebeln, je nach Größe
4-6 Knobizehen
1 kl. rote Paprika
1/2 Chilischote (oder mehr, je nach Geschmack)
ganz wenig Knollensellerie (wirklich nur einige Würfel!!!)
4 cm Porrée
250 ml Weisswein
2-4 Lorbeerblätter (je nach Größe)
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 Handvoll Mandeln – geschält
1-2 Baguettescheiben
gehackte Tomaten aus der Dose und auch 3-4 frische Tomaten
Kochsud der Muscheln
eine Prise Zucker, etwas Paprikapulver
Blattpetersilie

Zuerst werden die Muscheln unter fließendem kalten Wasser geputzt; das heisst, mit einem Messer die Bärte (meist auf der nach innen gewölbten Seite der Muschel befindlich) entfernen und allgemein abbürsten. Muscheln, die nicht ganz geschlossen sind, gehören eigentlich entsorgt. Sie sind anscheinend tot und nicht so recht verträglich, um es mal vorsichtig auszudrücken. Es gibt aber eine Methode festzustellen, ob die wirklich „hinüber“ sind: Kurz am Beckenrand antickern, wenn sie sich danach schließen, sind sie absolut in Ordnung! Tote reagieren nicht. Gewaschen geben wir sie in einen Durchschlag.

Gewaschen und geputzt
Gewaschen und geputzt

Jetzt zur Sauce (angepasst an die 3 kg):

Zwiebeln schälen, fein würfeln, Paprika auch fein würfeln. Ein paar Selleriewürfelchen (wirklich nur ganz wenige), 2 Zehen Knoblauch fein hacken und den Porrée ganz kleinschneiden. Es soll wirklich nur etwas Porree und Sellerie sein. Mandeln mit den beiden anderen Knobizehen sowie den Baguettescheiben in ein hohes Gefäß geben. Frische Tomaten schälen und grob würfeln.

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Olivenöl in einem breiten Topf/Pfanne erhitzen und die Zwiebel-Knobi-Paprika-Sellerie-Porree-Schnipsel darin andünsten, glasig werden lassen. Dann die geschälten frischen Tomatenstücke dazugeben und mit anschmoren.Salzen, Pfeffern und die Prise Zucker dazugeben. Gehackte Dosentomaten (kleine Dose) dazu, unter Rühren aufkochen, dann Hitze runter und etwas schmoren lassen.

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Die beiden Baguettescheiben mit den Knobizehen und einem Schluck Wein und etwas Wasser mit dem Pürrierstab in einem Gefäß zu Brei pürieren. Ich hab noch etwas Chilischote beigetan.

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Dann gebe ich die Mandel-Wein-Knobi-Masse zu der Sauce.Das dickt schön an.

WP_20151031_002Wenn sich die Mischung durch Rühren schön mit der Grundmasse vermengt hat, schalte ich die Hitze auf niedrigste Stufe und kümmer mich um die Muscheln. Die Sauce erscheint jetzt zu dick, aber später kommt ja noch etwas von dem Muschel-Kochwasser dazu.

Einen großen Topf befüllen wir (bei dieser Menge Muscheln) miit 3 cm Wasser, etwas von dem Wein, den Lorbeerblättern und zwei längs halbierten Knobizehen.Darein in dieses kalte Gemisch geben wir dann die Muscheln und bringen sie abgedeckt auf dem Herd zum Kochen. Wenn sie kochen, brauchen sie höchstens 3 – 4 Minuten. Immer mal schütteln.

In der Zeit schnell die Petersilie fein hacken, beiseite Stellen.

Die Muscheln sind gar, was man daran merkt, dass sie alle nun geöffnet sind. Noch mal schütteln, was jetzt noch geschlossen ist, gehört entsorgt, Bei den 3 kg waren es 2 Stck., das ist mehr als vertretbar.

Mit der Schaumkelle holen wir die Muscheln aus dem Topf, geben sie in eine große Schüssel – so eine große hatte ich nicht – und schalten die Hitze unter dem Saucentopf wieder hoch. 2-3 Kellen Kochwasser hineingeben, verrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, also mit wenig anfangen. Mehr geht immer.

Dann die Muscheln auf Teller verteilen, Sauce drüber geben und Petersilie frisch drüber streuen.

Guten Hunger !!

Es wird Sauce übrigbleiben, diese eignet sich – ohne weitere Fleisch- oder Fischzutat – am nächsten Tag als Pastasauce.

Nimmt man nur 1 EL Öl und 25 Stck. Mandeln, 1 Scheibe Baguette, und wenn die 3kg Muscheln insgesamt 500-600g Muschelfleisch ergeben, dann hats pro Portion ca. 7-8 SP

Wassermelone – pescetarisch –

Seit meinem letzen Rezept hat sich Einiges getan:

Der Sommer hat sich verabschiedet
Der Altweibersommer bricht immer mal wieder durch
Ich habe einiges neu sortiert bei mir intern
Und ich habe dadurch wieder Freude am Kochen

Viel zu Vieles habe ich nicht gepostet. Keine Zeit, keine Zeit. Was hatten wir denn da u.a.?
In Erinnerung ist mir das Kichererbsen-Mango-Curry. Sehr lecker für 8PP, wenn ich es wieder koche, stelle ich es ein. Versprochen.

Gestern Abend hab ich es wenigstens geschafft, von meinem fertigen Abendessen ein Foto zu machen, also lege ich jetzt auch mit Buchstaben los.

Man nehme: (für 1 Portion)

Wassermelone (Menge nach Hunger)
1 Becher Hüttenkäse 0,4%
200g Krabbenfleisch
Balsamico dunkel (ich hatte nur hell)
Pfeffer aus der Mühle

Die Wassermelone von der Schale und in angenehme Stücke schneiden, auf Teller anrichten. Mittig dann den Becher Hüttenkäse „drapieren“ und die Krabben drüber“streuen“.  Mit schwarzem Pfeffer bemühlen und mit Balsamico beträufeln.

Fertig.

Wer es vegetarisch mag, lässt die Krabben weg und schreibt sich 3 PP für den ganzen Teller an.

Und wer am 27. September noch nichts vor hat: Wie wäre es hiermitDort gibts auch immer leckerstes ökologisches Olivenöl.

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