Banderillas Picantes

Dies ist jetzt kein Rezept, sondern eine „Hommage“ an ein Konservenprodukt, was man natürlich auch gerne selber fabrizieren kann.
Auf meiner Lieblingsinsel im Lieblingssupermarkt direkt vor unserer Lieblingsherberge erstand ich eines Abends ein Glas Banderillas Picantes. Wer weiss, wozu es gut ist, dachte ich. Vielleicht für später am Abend beim Kartenspiel zum Picken?

Ich bin kein, überhaupt kein Freund von MixedPickles, aber genauso sah es aus. Allerdings aufgespießt. Und „picantes“ machte Hoffnung auf leckere Schärfe.  In diesem Fall muss ich sagen, dass banderillas picantes nicht nur scharf heissen, sie sind es auch, verdienen also den Zusatz „picantes“. Sie schmecken pur zum Picken, zu Rührei, die Flüssigkeit macht sich gut an Pastasauce, und und und.

2 Gläser fanden noch den Weg in die norddeutsche Tiefebene, hielten sich dort aber nicht lange.

Zum Glück !!!! Also, zum Glück habe ich eine Schwester und einen Schwager, die gerne lange und länger mit dem WoMo auch gerne mal wochenlang durch Spanien touren. Und: Sie brachten mir eine Palette Banderillas Picantes mit. Die Version aus dem dortigen Aldi ist geschmacklich identisch mit der Unide-Version aus dem Supermarkt im Tal des großen Königs auf La Gomera.

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Und dieses vorletzte Glas wird es heute Abend geben mit groben Kürbiswürfeln aus der Actifry.

Pastinaken-Kartoffel-Pürée, gebratene Kräuterseitlinge mit Petersiliendressing – vegan –

für 4 Portionen:

600g Pastinaken
1000g mehlig kochende Kartoffeln (andere gehen aber auch)
Salz, Muskat
1 Bd. glatte Petersilie
Rapsöl
Wasser
ca. 600g Kräuterseitlinge – können auch mehr sein 😀
1 Knobizehe dünn in Scheiben
2 EL Apfelessig oder Weißweinessig
Bratöl (da nehme ich auch Rapsöl)

Pastinaken und Kartoffeln schälen, grob würfeln und in Salzwasser ca. 15 Minuten gar kochen.
Tipp: Die Petersilienstengel nicht einfach entsorgen. Zusammengebunden können sie bei den Kartoffeln/Pastinaken mitköcheln!WP_20181124_14_47_02_Pro
Während das so vor sich hinkocht:

Kräuterseitlinge putzen und längs in Scheiben schneiden.

Petersilie von den groben Stängeln befreien u. ein paar Petersilienblätter beiseite legen. Petersilie grob zerkleinern und mit Salz u. Pfeffer in einen höheren Behälter geben. Rapsöl u. Wasser (insgesamt ca. 100ml) zufügen – sparsam beginnen, Flüssigkeit nachgeben geht immer. Andersrum eher nicht.
Dann mit dem Zauberstab fein pürieren.
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Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kräuterseitlinge darin mit den Knobischeiben anbraten.  Dann die Pilze mit dem Essig ablöschen, salzen und pfeffern.

Kartoffeln u. Pastinaken abgießen, dabei etwas von dem Kochwasser separat auffangen.
Gemüse zurück in den Topf, salzen und pfeffern, Muskat drüber reiben und mit dem Kartoffelstampfer zu Pürée verarbeiten, ab und an nach Bedarf etwas von dem Kochwasser und etwas Öl zufügen.

Pilze mit Pürée auf Tellern anrichten und mit dem Petersilienöl beträufeln u. ggf. mit Petersilienblättern garnieren.
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Wer mag, macht noch Salat dazu, oder – so wie ich – Reste von rohem Chinakohl geschnitten in der Actifry 2:1 garen.

Ganz einfache Blaubeermarmelade 3:1

Jede Jahreszeit hat ihre Höhen und Tiefen. Das Tief dieses Sommers sind die Tiefs im Norden, die keine Beständigkeit des „Summer-Feelings“ ausbrechen lassen. Es gibt aber auch Hochs. Dazu gehört die Abfolge: Erdbeeren, Blaubeeren, Brombeeren, Himbeeren usw. Täglicher Obstsalat ist vor allem abends ein Highlight, das spart Schokolade und/oder Chips. Nun hab ich Etagenbewohner auch eine Kollegin mit einem riesigen „Kleingarten“. Paradox, oder? Und dort hat es Blaubeeren en masse. Allerdings beklagt sie, dass bei diesen hiesigen unsteten Temperaturen die Reifung nicht so stattfindet, wie man das kennt. Letztens orderte ich 2 kg, wovon 1kg eingefroren wurde. Das andere Kilo verschwand fast zur Gänze in Joghurt, Buttermilch-Blaubeer-Drink, Obstsalat usw. Ich orderte 3 kg nach, aber es wurden leider nur 1,75 kg.

So bleiben mir für die Marmelade nur 2 komplette Kilos. Da ist schon fast Kopfrechnen angesagt, was den 3:1 Zucker betrifft. Heute will ich aber auch mal ausprobieren, die Deckel ohne Isopropanol zu verwenden, denn in einschlägigen Marmeladerezepten fand ich nichts dergleichen. Dieses Flambieren der Deckelinnenseite und sofortiges Zuschrauben der Gläser (was dann die Flamme erstickt) habe ich so von meiner Mutter gelernt. Gerade bei der 3:1 Zubereitung bin ich etwas skeptisch. Aber ich probiere es einfach mal ohne Iso aus.

Ein weiteres Thema ist das Sterilisieren der Gläser, ich mache dieses im Backofen bei 120°C. Die Deckel koche ich für einige Minuten in einem Topf aus. Sollte reichen, oder?

Man nehme:

Sterilisierte Marmeladengläser, sterilisierte Deckel
1 großer Topf
1 Einfüllstutzen
1 Pürierstab (evtl.), oder evtl. Flotte Lotte – ich nehme den Pürierstab
2 kg Blaubeeren
666,667g Gelierzucker 3:1
1 Vanilleschote
Saft einer Zitrone

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Wenn man – wie ich – kein Profi ist, dann wiegt man zuerst alle Zutaten ab, legt alle Gerätschaften zurecht, gibt die Blaubeeren in den großen Topf und füllt Zucker dazu. Einmal gründlich umrühren, dann kanns schon mal Saft ziehen. Die Vanilleschote auskratzen, dazu geben, aber auch die Schote an sich, die wird hinterher gerettet. Zitrone auspressen. Während der Gelierzucker da nun so die Früchte versüßt, muss man die Deckel den Gläsern vorsichtshalber schon mal zuordnen. Nichts ist schlimmer, als hinterher den passenden Deckel zum Glas zu suchen. Und: Ist man kein Profi und traut auch den Internet Tipps nicht – was keine Kritik sein soll, eher ein Ausdruck eigenen Unvermögens – sterilisiert man lieber mehr Gläser und Deckel, als man braucht.

Die Beeren und der Zucker nebst Vanilleschote u. Mark werden zum Kochen gebracht. Gerne mit einem Kochlöffel anfangs drin rum stampfen, damit der Saft raus kommt. Blaubeeren können eine doch recht feste Schale haben. Wenn sie Saft gezogen haben, geht man mit dem Pürierstab durch, es dürfen gerne noch stückige Heidelbeeren vorhanden sein.

Wenn die Masse kocht, Hitze runterschalten und ca. 5-7 Minuten köcheln lassen und den Zitronensaft zugeben.

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Wenn alles gut ist, den Schaum und später dann den Rest aus dem Topf in ein  Schälchen geben. Das gibts die nächsten Tage zum Frühstück. Die Marmelade dann sofort randvoll (!!!) in die vorbereiteten Gläser geben, zuschrauben und kopfüber auskühlen lassen.

Schoko Crossies @home

schokokussLogoFür selbstgemachte ChocoCrossies:

Man nehme:

3 Tafeln Blockschokolade
2 Hand voll kernige Haferflocken
Cornflakes

Zuerst schreddert man die Schokolade im Standmixer. Wer keinen hat: Zauberstab.

Derweil gibt man eine beschichtete Pfanne auf den Herd und wirft 2 Handvoll kernige Haferflocken in die Pfanne. Fettfrei anrüsten. Das dauert eine Weile, aber wenns los geht, dann geht das richtig los, also: Obacht geben, wenden, rühren, vom Herd nehmen.

WP_20150502_002 WP_20150502_003Diese Baustelle ist abgefrühstückt. Nun kommt die geschredderte Schokolade ins Wasserbad, d.h. wir geben sie in eine Schüssel, die in einemTopf hängt, der mit Wasser gefüllt erhitzt wird. Quasi Baukastensystem. WP_20150502_005

In diese heisse Schokolade werfen wir die Cornflakes und die Haferflocken, nehmen das alles dann aber aus dem Wasserbad.

Auf dem großen Tisch haben wir schon mal Backpapier ausgebreitet, das ist unverzichtbar.

WP_20150502_006 WP_20150502_007Die Masse wird esslöffelweise auf das Backpapier gegeben, dort kann es auskühlen; und wir haben Zeit, die Gerätschaften zu reinigen.

Später, morgen, am nächsten Tag kann man die Häuflein in Tütchen zum Verschenken packen. Oder in eine Geschenkedose, oder worin auch immer.

Für mich ist der Rezepteabend heute erfüllt.

Sauerteigbrot, Roggen, Dinkel, Dinkelvollkorn mit Sonnenblumenkernen und getrockenten Tomaten vegetarisch (vegan)

Brot Nr. 2 war Knüppel auf den Kopf. Man sollte Mehl nicht ohne veränderte Flüssigkeitsmenge durch Schrot ersetzen. Aber frau lernt auch im reifen Alter nicht aus. Brot Nr. 3 nahm ich mit zur Arbeit, 1/4 davon nahm ich wieder mit heimwärts. Das war nämlich ungefähr die Menge, die wir hier essen, bevor es trocken wird. Aber ich backe um des Backens willen, also ist heute wieder ein Laib fällig. Außerdem übt das. Und außerdem hab ich morgen wieder Kollegen am Start. Oder ich lasse es für übermorgen, da ist Kohlfahrt mit Geocaching. Nur Schnaps geht ja auch nicht.

Die Unterscheidung vegetarisch oder vegan liegt in der Verwendung des Fettes zum Ausstreichen der Form. Butter oder Pflanzenöl.

Also, was brauchen wir?

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200g Sauerteig
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30g frische Hefe
1 TL Zucker
3 EL warmes Wasser

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300g Dinkelmehl Typ 630
300g Roggenmehl
100g Dinkelvollkornmehl
15-20g Salz (bitte abwiegen!)
ca. 500ml warmes Wasser
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1 Brotbackform
Fett zum Einfetten
Sesamkörner zum Ausstreuen (man kann auch Mehl nehmen)

Zuerst gibt man die frische Hefe bröselig in ein Gefäß und vermischt sie mit 1 TL Zucker, dazu kommen 3 EL warmes Wasser. Mit einer Gabel verrühren, abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, so ca. 1/4 Stunde. 20 Minuten stören auch nicht. WP_20150226_006
In der Zeit vermengt man die 3 Mehlsorten in einer Schüssel, drückt mit der Faust eine Kuhle hinein. Auf den Rand streut man das abgewogene Salz. Vorsichtig, damit es nicht in die Kuhle rieselt, die brauchen wir noch unbesalzt.

Wir schneiden auch die getrockneten Tomaten in kleine Stücke und übergießen die Sonnenblumenkerne mit kochendem Wasser. Die können auch etwas ziehen. Übrigens: Dieses Beiwerk ist kein ehernes Gesetz. Kürbiskerne, Nüsse, Oliven, Schinkenwürfel (dann aber jenseits vegetarisch), Röstzwiebeln (selbstgemachte), Kümmel, Ingwer,….. alles ist erlaubt. Auch Nüsse eignen sich hervorragend. Berberitzen sind auch mal eine zusätzliche Idee. Ich liebe diese kleinen dunkelroten Beeren ja sehr. Mehr als Cranberrys. Hauptsächlich finden sie sich bei mir in Saucen, oder orientalischem Reis. Also: traut euch, hackt Oliven klein (zum Beispiel).

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Wenn die Hefe gut aufgegangen ist, geht es weiter: Den vorbereiteten Sauerteig geben wir in die Kuhle, die Hefemischung darauf. 500ml Wasser stehen auch bereit. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine wird nun der Teig unter Zugabe des Wassers verknetet. Ich lasse das Wasser immer nur nach und nach dazu, manchmal reichen 450ml. WP_20150226_010Kann ja sein. Es soll ein geschmeidiger nicht sehr fester Teig entstehen. Wenn dem so ist, decken wir die Schüssel mit einem Tuch ab und lassen den Teig gehen, bis er doppelt so groß geworden ist. In der Zeit reinigen wir die Vorbereitungsschüsselchen, nehmen uns die Brotbackform, fetten sie mit Olivenöl (vegan) oder Butter (vegetarisch) aus und streuen Sesamkörner hinein, dann schwenken wir die Form, bis auch am Rand alles schön besesamt ist. Mehl geht auch, aber ich liebe nun mal Sesam.

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Wir bemehlen auch schon mal die Arbeitsfläche, gießen die Körner ab, stellen die Tomaten oder sonstige Zutaten bereit. Auch die Backform sollte nicht allzuweit entfernt stehen. Wir können auch schon die Backbleche aus dem Backofen räumen und eine Auflaufform mit Wasser befüllen, alles, was wir jetzt vorbereiten, brauchen wir gleich nicht mehr zu tun. Die mit Wasser befüllte Auflaufform stellen wir schon mal in den Backofen. Man kann auch die Backofenfettpfanne nehmen, ich bevorzuge die Auflaufform.

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Und der Backofen wird dann auf 230°C vorgeheizt. Keine Umluft.

Der Teig hat sein Volumen verdoppelt und wir zergeln ihn auf die bemehlte Arbeitsfläche. Denn jetzt sind wir gefragt und nicht Freund KitchenAid oder so. Der klebt, das sag ich jetzt schon.

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Nun wird er mit Hand durchgeknetet, geprügelt usw., usw. Wir geben Körner und / oder andere Zutaten dazu und kneten weiter. Wenn es alles schon geschmeidig ist, formen wir es so ca. in Abmessung der Brotbackform, geben den Teig hinein, decken ihn ab, und lassen ihn nochmals aufs doppelte Volumen aufgehen im Warmen.

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Was tun wir während dessen? Richtig, die Arbeitsfläche reinigen. Dieses Klebeteigdingens ist echt ne Plage. Aber da müssen wir durch, und wir haben JETZT die Zeit.

Der Teig hat sein doppeltes Volumen erreicht, aber bevor wir ihn jetzt in den Ofen schieben, bepinseln wir ihn noch oben kurz mit lauwarmem Wasser, schneiden ihn längs ca. 1cm tief ein und streuen etwas Mehl auf die Oberfläche des Teiges. DAS habe ich dieses Mal NICHT getan !!! Sondern erst, als es bei 200°C war. Reine Vergesslichkeit.

Dann schieben wir das schnell in den Ofen, in dem unten schon das Wasser dampft.

Wir backen dieses Brot 10 Minuten bei 230°C Grad, öffnen kurz die Türe, damit etwas Wasserdampf entweicht, schließen sie wieder und schalten auf 200°C zurück. Bei dieser Temperatur backen wir für weitere 30 Minuten.

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Dann gehen wir auf 190°C Grad und  lassen das Brot noch ca. 20 weitere Minuten backen.

Am Ende haben wir eine Gesamtbackzeit von 60 Minuten.

Wir nehmen das Brot in der Form aus dem Backofen, lassen es etwas auskühlen und stürzen es dann auf das Gitter, um es ganz auskühlen zu lassen. Man kann es dann auch nochmals für kurze 15 Minuten ohne Form und ohne Wasserschale in den wieder auf 230°C erhitzten Ofen stellen, das gibt mehr Farbe und Krustengeschmack.

Fertig:

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Asiatisch angehauchter Gemüseschmortopf aus dem Ofen (vegan)

Man hat ja immer irgend etwas übrig, das scheint gar nicht anders zu gehen, es sei denn, man kauft diese „Kochkisten“. Ich werde das auch mal ausprobieren, da ich hier noch einen Gutschein habe. Aber heute, heute kriegen wir wieder mal Reste. Fast alles war im Haus, nur die Kokosmilch, die wurde problematisch, aber Mr. G. hat sich wacker geschlagen bei Onkel A. (Nord). Um das alles so richtig asiatisch zu machen, müsste ich Pfannen und Wok bemühen, will ich aber nicht. Zuerst wollte ich einen Auflauf machen, aber gestockte Kokosmilch durch Ei? Kam mir seltsam vor. Unangenehm irgendwie. Und einfach sollte es sein, so waren meine Überlegungen. Und dadurch wird das also wieder einmal ein Erstversuch.

Man nehme:
1/5 Kürbis (oder was davon sonst so im Kühlschrank schlummert)
einige Möhren (ich nahm 5)
2 Stangen Porrée
1/2 Zwiebel (aber nur, weil sie angeschnitten im Kühlschrank lag)
1 Finger Ingwer
Sesamöl, Sonnenblumenöl
Sojasauce
400 ml Kokosmilch
gemörserte Koriandersamen (wenn vorrätig)
1 Knobizehe
1 Chilischote
etwas Currypulver
Salz
1 Backofen

Zuerst wird der Kürbisrest geschält (ich hatte einen Kürbis, der nicht mit Schale gegessen werden kann), dann schneidet man ihn in kleine Würfel. Die Möhren putzen und in relativ dünne Scheiben hobeln, Porrée putzen und in Ringe oder halbe Ringe schneiden. Ingwer mit der Teelöffelkante schälen und klein würfeln.

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2 TL Sesamöl und 1 TL Sonnenblumenöl in einen großen Topf geben und verteilen. Das Gemüse nebst Ingwer dazu geben und gut vermengen. Einige Spritzer Sojasauce drüber geben und nachdenken (Erstlingswerk, da muss man zwischendurch nachdenken!).

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Der Koriandersamen wird zusammen mit der grob zerkleinerten Knobi-Zehe und der Chilischote im Mörser „vermatscht“. Da kommt dann auch das Currypulver hinzu.

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Von der Kokosmilch geben wir einen Teil zu dem Koriandergemisch in den Mörser.

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Während Mr. G. sich einer fast 50 Jahre alten Folge „Time Tunnel“ hingibt (sagt der eine: „Es gibt keine Hilfe mehr, die Welt wird untergehen!“ erwidert der andere: „Sieh mal draußen nach, Tony.“, heizen wir den Ofen vor. 180°C Umluft.

Die Kokosmilch aus dem Mörser sowie der Rest aus der Dose (mit Wasser aufgefüllt) wird über das Gemüse gegeben und nochmals mit etwas Curry bestreut, wenn es zuvor zu wenig war.

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Dann kommt der Deckel drauf.

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Und der Topf wandert in den Ofen für 45 Minuten. Mehr oder weniger.
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Nach45 Minuten wird das Gargut gewendet und weiter gegart für 30 Minuten. Und dann ohne Deckel. Zum Schluss kann man noch die Grillfunktion zuschalten. Muss aber nicht.

Natürlich ist das abhängig von der Menge. Wer Reste hat, die in eine normale Auflaufform passen, kommt gut und gerne mit 45 Minuten hin. Wenn man die Möhren kurz vorgart sogar mit 30 Minuten.

fertig

Resteessen à la Sista (vegan)

Wie isses nun blos möglich!!! Kennt wer noch „Mutter Kempowski“ aus den Büchern „Tadellöser und Wolff“ von Walter Kemposwki? Hat gar nichts mit diesem Rezept zu tun, aber ich bin mental häufiger in Paralleluniversen unterwegs.

Kommen wir zum eigentlichen Zweck meiner Schreiberei heute: Resteessen.

Ich hatte noch 1/3 Knolle Sellerie, 5 Möhren. Die blickten mich alle ratlos an. Was war zu tun? Erst mal, so fiel mir ein, könne ratlos zurückblicken die Situation entspannen. Gedacht, getan, ratlos geguckt, Situation gerettet. Ich könnte ne Gemüsesuppe machen. Zwiebeln dazu, Kartoffeln dazu. Aber ich wollte keine Gemüsesuppe! Nee, wollte ich einfach nicht. Also eröffnete ich einen Thread im Forum meines Vertrauens (meiga.de), betitelt mit FRAGE FRAGE FRAGE. Großbuchstaben sind nicht nur agressiv, die unterstreichen auch die Notlage. Was kann ich aus den Zutaten (Möhren und Sellerie machen????) Salat hatten wir ja schon tags zuvor.

U.a. bekam ich Antwort von meiner Schwester = Sista. Zutaten in mundgerechte Scheiben schneiden, mit ordentlich Knobi in Öl anbraten, schwarze Oliven und Tomaten dazu, fertig. Dazu könne man noch Fleisch. Fleisch hab ich nicht, will ich nicht. Oliven hab ich auch nicht. Aber ich hab noch Knobi und Tomaten. Der Selbstversuch läuft. Ist auch abnehmtauglich für abends, da keine leeren Kohlehydrate dran sind.

Man nehme (hier für 2 Personen, alle Mengen sind ca.-Angaben)

5 Möhren (0PP)
1/3 Knolle Sellerie (0PP)
Knoblauchzehen (0PP)
Tomaten (0PP)
schwarze Oliven (wer hat, ich hab keine)
2 EL Olivenöl (6PP)
Salz, Pfeffer, Kräuter (wer hat)

Sellerie und Möhren  werden in mundgerechte Scheiben geschnitten. Tomaten auch, bei mir waren es nicht mehr allzuviele. Knobi schälen, mit dem Messerrücken zerdrücken und dann kleinst schneiden.

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in der Pfanne

in einer großen Pfanne oder großflächigem Schmortopf aus einer Punktesammelaktion von Silit das Öl erhitzen, Sellerie und Möhren hineinwerfen und anschmurgeln, bis Beides ca. noch 5 Minuten braucht. Gelegentlich wenden. Also, immer mal wieder. Soll ja nicht schwarz ansetzen, ich hasse Nitrosamine. Dann Hitze etwas runter den Knoblauch dazugeben und dann auch die Tomaten. Alles  mal wenden und vermengen, garen lassen, Hitze kurz mal wieder hoch, oder so, wie man es für gut empfindet. Pfeffern, Salzen, und wer hat und mag: Kräuter drüber. Ich hab mich ja in die „8 Feldkräuter“ (TK) von Iglo verliebt. Mangels eigenem Garten.

fertig

Und ich denke, hier sind noch so manche Variationsmöglichkeiten nicht ausgeschöpft. Zwiebeln übrig? Rein damit. Ich denke Apfelschnitze gingen auch. Aber unsere Äpfel haben einen anderen Auftrag. Also bleibe ich bei dem, was ich oben schrieb. Diesmal. Sollte eines Tages ein Apfel kurz vor der Verwesung stehen, würde ich wohl den auch mit hineingeben.

In Summe macht das pro Person 3 FlexP pro Portion.

Fenchelsalat vegan

Da lag noch eine einsame Fenchelknolle, die unbedingt nach Verarbeitung schrie. Was tun sprach Zeus? Zeus aka mein Großhirn. Fenchelsalat als Beilage zu Spargel (TK) und Steak. Allerdings habe ich noch nie Fenchelsalat gemacht, weil ich den nicht so gerne mag. Chefkoch konnte mir nicht wirklich helfen, hatte nicht alle dort propagierten Zutaten im Haus. Aber zwei Orangen ließen sich noch auftreiben, etwas Eisbergsalat war auch noch im Kühlschrank. Dann eben so.

Das Dressing wird aus  Öl, Essig, Orangensaft, Gartenkräutern (TK) und Dill fabriziert. Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer aus der Mühle.

Das äußere Blatt des Fenchels wird entsorgt, dann wird die Knolle längs halbiert und in dünne Scheiben geschnitten, die zu halben Ringen zerfallen. Das Grün vom Fenchel bewahren wir mal schön auf, das kommt fürs Auge entweder zum Schluss auf den Salat oder auf eine andere Zutat der Mahlzeit.

Die Orange wird mit dem Messer aufs Fruchtfleisch geschält. Wenn an der Innenseite der Schale Fruchtfleisch ist, kann man das gut über den Fenchel träufeln, man muss ja nichts umkommen lassen. Dann das Fruchtfleisch filetieren und die Stücke zum Fenchel geben.
Den Eisberg in feine Streifen schneiden (mundgerechte Länge) und auch dazu geben.

Die eine Hälfte der 2. Orange wird zur Hälfte für das Dressing ausgepresst (die andere Hälfte geben wir nochmals als Fruchtfilet zum Salat). Dann etwas weissen Essig dazugegeben. Den Dill geben wir direkt zum Salat, die TK-Kräuter zum Dressing. Pfeffer zum Dressing. Zucker brauchen wir hier nicht, der Orangensaft ist süß genug.

Und wir achten darauf, dass Mr. G. nicht immer etwas stibitzt, denn Mr. G. liebt Fenchel, da ist mir jede Eifersucht fremd. Aber bitte nicht vor dem Servieren.  Dieser fruchtige Salat passt zu Kurzgebratenem und vor allem auch zu Spargel oder anderen Gemüsegerichten, die wenig oder auch keinen Knoblauch enthalten. Der Fenchelgeschmack ist intensiv genug, um dem ganzen Essen eine Richtung zu geben.

Ach lebte ich bei meiner mir liebsten Freundin, könnte ich in den Wald laufen, wilden Spargel (und andauernd auch Anderes) „pflücken“, der dann zwar grüner Spargel ist, aber ich müsste meine Zutaten nicht andauernd KAUFEN. Bei der eigenen Ernte im Wald am Wegesrand bekommt man doch ein ganz anderes Gefühl für das Essen.
Nani, I think of you. Even and above all.

Restepfanne – vegan

Mir geht das auf den Senkel, überall hats noch 4 Möhren, 2 Bio-Kohlrabi, Paprika, Zwiebeln sind sowieso im Haus und Knoblauch ist auch da. Dann haben wir noch Reis, muss zwar gemischt werden, normal und Vollkorn, aber immerhin.Und Punkte zählen soll auch noch dabei sein. Wichtig ist: Zutaten mit Punkten wirklich zählen, 0-Punkte-Zutaten (Gemüse ohne Hülsenfrüchte) gehen, was das Zeug hergibt. Für heute und hier:

Man nehme für 4 Portionen:

4 Möhren (4: weil ich nicht mehr hatte)
2 Kohlrabi (die waren noch da)
2 Zwiebeln
1 Knobizehe
4 Spitzpaprika (die waren noch da)
1 kl. Dose gehackte Tomaten
fr. Blattpetersilie
Salz, Pfeffer, Kurkuma, andere Gewürze, evtl. Zitronensaft (wer mag), scharf,usw. usw.

(alternativ oder zusätzlich: jegliches andere 0P-Gemüse, wie Zucchini, Champis, usw.)
2 EL Olivenöl

Für den Reis:

160g trockener Reis
Salz, 1 Knobizehe

 

Dann schreiten wir zur Tat:

Wir schälen und schnippeln das Gemüse, geben die 2 EL Öl in eine Pfanne und braten hier Kohlrabi und Möhren an (Zwiebeln u. Paprika folgen später)

In einem anderen Topf garen wir den Reis. Er wird fingerbreit höher als der Reis Platz einnimmt mit Wasser übergossen und zum Kochen gebracht. Salz hnzu und eine Knobi-Zehe, erst mit dem Handballen zerdrückt, dann grob geschnitten. Rein damit in den Topf.
Während der Reis gart, wenden wir das Gemüse immer mal wieder, es kann auch sein, dass wir einen Schluck Wasser zufügen müssen, damit sich der Satz am Boden der Pfanne löst. Zwiebeln hinzu und die gleiche Prozedur wiederholen.
Dann kommt die Paprika hinzu. Immer schön rühren, vom Boden lösen, Schluck Wasser? Gewürze nach Belieben rein damit und umrühren.

Wenn der Reis fast gar ist, geben wir ihn in die Pfanne zu dem Gemüse, gießen die Dose gehackte Tomaten dazu, pressen 1 Knobizehe hinein, rühren alles um. Dann kommt die glatte Petersilie dazu, gehackt natürlich. Umrühren.

Für fleischliche Gelüste sorgt pro willige Person 1 Geflügelwürstchen auf den Teller geschnippelt. Genauso verfährt man mit anderem Fleisch, so man denn will. Ok, Das müsste erst vorab geschnetztelt und angebraten werden.

Wichtig ist: es geht ohne und auch mit Fleisch.
Rote Linsen wären auch noch ne Idee, also, eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Schnippelt euch euer Gemüse, wie ihr es wollt und habt. Denkt halt nur an die Punkte-Lebensmittel.

Pfanne1   Pfanne2Pfanne und Reis 3Pfanne 4

Veganes Mett – ein Erstversuch.

Da schlender ich heute so virtuell durch unser Abnehmforum meiga, lese mich so durch die Beiträge unserer ureigenen kleinen tollen Gruppe und stoße auf ein Rezept für veganes Mett. IIIhh, was soll das denn? Schon wieder son Fleischersatz, wieso geht das nicht ohne diese Fleischeslust, wenn man vegan lebt? Ich bin weder Veganer noch Vegetarier, aber es muss nicht immer Fleisch sein, außerdem habe ich sämtliche Zutaten im Haus, und es gehört nicht mal mein Erzfeind Soja in dieses Rezept. Ok, bei Sojasauce bin ich tolerant, aber ansonsten ein No Go in meiner Küche. Mr. G. hat ne Aversion gegen Mett, Tatar und sonstiges Hackfleisch in rohem Zustand, keine Ahnung warum. Mal sehen, ob er dieses Mal auch so reagiert.

Dann kommen wir mal zur Hauptsache:

Man nehme:

55g Reiswaffeln (ich glaube, es waren 6 Stück, müsst ihr selber ausprobieren, bei mir waren das eben 55g)
150ml Wasser oder Tomatensaft
20g Tomatenmark (wenn man Wasser nimmt, bei Tomatensaft braucht man das nicht unbedingt)
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer, Gewürze nach Geschmack (bei mir noch Tabasco und gehackte Blattpetersilie)

Die Zutaten auf einen Blick !
Die Zutaten auf einen Blick !

Die Reiswaffeln werden per Hand sehr klein zerpflückt und in eine Schale / Schüssel gegeben. Man gibt die Flüssigkeit hinzu – Achtung, lieber anfangs etwas weniger und dann schauen, obs reicht. Es soll etwas matschig werden. Aber nicht zu sehr. Tastet euch an die Flüssigkeitsmenge heran. Immer schön vermengen und zerquetschen. Es dauert etwas, bis die Reiswaffeln sämtliche Flüssigkeit aufgesaugt haben.

Dann die Zwiebel sehr fein würfeln und mit dem Tomatenmark zur Masse geben. Auch die Gewürze, wie Salz, Pfeffer, und was man sonst noch so mag (bei mir war das Paprikapulver, Tabasko und etwas Gyrosgewürz) dazugeben und alles mit einer Gabel sehr gut vermengen.

Schaut schon mal ganz gut aus
Schaut schon mal ganz gut aus

Jetzt nur noch die Petersilie fein hacken und dazugeben.

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Jetzt muss das Ganze für einige Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank.

Ich denke – ich habs ja noch nie selbst probiert – dass durch die Süße des Tomatenmarks – ordentlich und nicht sparsam anderes Gewürz (Salz u. Pfeffer) dran muss. Aber auch da taste ich mich heran. An klassisches Mett gehört ja eigentlich auch nur Salz und Pfeffer. Petersilie und die anderen Gewürze entsprechen ja nur meinem persönlichen Geschmack.

Auch weiss ich nicht, ob sich diese Masse eignet für z.B. gefüllte Paprika, das wird ein nächster Versuch zeigen.

Ach ja, während ich hier so schreibe und die Schüssel dort stehen sehe, denke ich automatisch: Ey, Lotti (mein Nick), lass das Hackfleisch nicht so lange im Warmen stehen…

So, nun noch Deckel drauf und ab damit in den Kühlschrank.

Es ist einige Tage haltbar im Kühlschrank.

Und jetzt muss ich los zu ebay, da endet gleich ne Auktion, da will ich bei sein. 😉