Pseudoasiatische Hühnersuppe (2SP)

Schnell soll es gehen, einfach soll es sein, Schärfe haben, schmecken und sättigen.

Im Moment durchlaufe ich eine  abnehmtechnische Durststrecke, die ist allerdings hausgemacht. Trotzdem verzichte ich nicht auf punktefreundliches Essen. Man vertut sich ja oft beim „Auswärts“-Salat, so gings mir Mittwoch. Käufliches Dressing ist des Abnehmers Tod, selbst bei Eigenportionierung. Donnerstag lag ich völlig neben der Spur. Dumm dabei: Es schmeckte nicht mal, „Mittagstisch“ in einem spanisch lautenden Lokal, ich sag nur: Schnitzel in die Fritte werfen kann ich auch, Mr. G. kam dazu in den Genuss von Dosenmais, geschmacklich nicht mal aufgepimpt. Ja, da muss man durch, wenn man schon freiwillig und des Lesens mächtig daneben greift. Wobei Lesen: DAS war dann in der „Bodega del Puerto“ an der Schlachte in Bremen noch das Highlight. Ich sag nur: Genitiv-Apostroph und: Das Jägerschnitzel ward umgetauft in Weidmann’s Schnitzel MIT „E“ und Genitiv-Apstroph, wobei dieses ja mittlerweile vom Duden als anerkannte Schreibregelung alternativ genehmigt ist. Naja, demnächst Mathe-Abi bestanden, wenn man das Ergebnisfenster trifft… 1 + 5 = 7 (das Ergebnisfenster geht von 4 – 8).

Das lag mir schwer im Magen. ALLES. Das Essen sowieso. Später köpften wir während des Einkaufs eine 1,5 Liter-Flasche Wasser, ein Rest war an der Kasse noch drin. Ein kläglicher Rest.

Aber nun solls ja die Pseudosuppe geben. Zutaten für 4 Portionen (wenn nicht mehr),
SP immer für 1 Portion. Ihr kennt das.

Man nehme:

400g Hähnchenbrustfilet, in Streifen geschnitten
450g TK-Wok-Gemüse
250g Konjaknudeln (Glasnudelform) – es dürfen auch weniger sein, das wirkt sich punktetechnisch nicht aus.
1/2 Daumen frischer Ingwer
1 Knolle chinesischer Knoblauch, oder eine große Knobizehe von den „Normalen“
1 – 3 Zweige vietnamesischer Koriander
1/2 Limette (Schale geraspelt und Saft)
2 Chilischoten (rot)
Sojasauce
15ml (ca. 1 gr. EL) Sesamöl
1,5-2 Liter Wasser

Gemüse in PfanneKleinteileKleinteile geschnippelt

Knoblauch und Ingwer schälen, beides in feine Scheiben schneiden. Chilischote in feinste Ringe. Die Konjaknudeln werden unter fließend kaltem Wasser abgespült. Die Korianderblätter werden von den Zweigen gezupft und quer in feine Streifen geschnitten.

In einer Pfanne das Sesamöl erhitzen und das Wokgemüse darin anschwitzen. Parallel setzt man einen Topf mit Wasser,Sojasauce, den Knobi- und Ingwerscheiben, Limettensaft

Fleisch mariniert

und Chiliringen auf und gibt die Hähnchenstreifen mit dem Limettenabrieb   hinein, lässt es köcheln. Nun aus der Pfanne das W0kgemüse zugeben, die Pfanne mit einer Kelle Kochwasser noch mal kurz erhitzen und dann das Pfannenöl und andere darin verbliebene Reste zum Kochgut geben. Evtl. noch chinesische Gewürze, wenn man welche zur Hand hat. Zitronengras z.B.- in frischer Version bitte schon von Anfang an mit ans Kochwasser geben. Nun durchgaren. Kurz vor Ende der Garzeit die Konjaknudeln und den Koriander hinzufügen, kurz umrühren, fertig.

Wer will kann noch ein Ei mit 1 EL Wasser verschlagen und vorsichtig in den Kochvorgang träufeln. Kostet pro Portion unwesentlich mehr, sicherheitshalber würde ich pro Portion 1SP mehr geben, wenn das Ei groß ist.

Ohne Fleisch ists vegan. Schmeckt genau so gut. Nur sollte man da etwas rohes Gemüse mit Gewürzen zu Brühe zerkochen vorher.

Vegetarischer Eintopf mit Neujahrsvorsatz (in Klammern für Insider)

Weihnachten ist vorüber, die Schlemmerei war lecker, jetzt ist Resteverwertung inkl. viel Gemüse angesagt. Denn wir haben mal wieder einen Vorsatz, den ich hier nicht näher benennen muss 😉  Und dafür übe ich heute schon mal. Es ist zwar noch Lachs und dergleichen da, das wird auch noch zuende gegessen, aber beim Kochen mach ich heute schon mal 2014.

Man nehme:

1 Dose Mais, 285 g Abtropfgewicht (4,5)
150 g Naturjoghurt 3,5% (2,5)
4-5 Kartoffeln (2 pro Person)
2 frische Paprika (0)
2 Stangen Sellerie (0)
fr. Champis, wenn Restbestand vorhanden (0)
fr. Tomaten (0)
1 Zucchini (0)
2 Möhren (0)
1 Bd. Frühlingszwiebeln (0)
1 Zwiebel (o)
1 Dose geschälte Tomaten (1)
1 TL Olivenöl (1)
1/2 – 1 Dose voll Wasser
1 TL Gemüsebrühepulver
fr. Knoblauch (0)
Gewürze nach Belieben, auch ein Spritzer Zitronensaft darf sein.
glatte Petersilie

Macht zusammen 11 = 5,5 pro Person, wenn der Topf alle und man zu zweit ist. Zu dritt sinds knapp  4.

Die (1) bei den Tomaten setze ich zur Sicherheit.

Die Selleriestangen werden von den Fäden befreit und ganz klein gewürfelt. Die Kartoffeln geschält und auch klein gewürfelt. Dito die Zwiebel. Paprika und anderes Gemüse auch klein würfeln, Möhren in nicht zu dünne Halbmonde, sie sollen nicht totkochen, genauso Zuchhini; den Mais abtropfen lassen und die Frühlingszwiebeln in nicht zu kleine Ringe. In einem großen Topf die Kartoffeln und die Zwiebel in 1 TL Öl anschwitzen. Ja, das geht mit so wenig Öl. Dann das restliche Gemüse (außer Mais und Pilze)  draufwerfen, umrühren und kurz anschmoren lassen. Die Dose geschälte Tomaten wird in eine Schüssel gegeben und dort werden die Tomaten grob zerkleinert, ich nehme dafür faulheitshalber die Küchenschere und stürze mich mit Flüchen auf die „harrhaaar, dich krieg ich auch, du schlupsige Matschtomate“. Die Leere Dose halb mit Wasser füllen und auf das Gemüse im Topf gießen, Brühepulver und Gewürze dazu, umrühren und die mittlerweile zerkleinerten Dosentomaten nebst Saft auch in den Topf kippen, umrühren, zum Kochen bringen. Dann pellt man die Knoblauchzehen (Anzahl nach Geschmack) und legt sie nebst Knobi-Presse beiseite. Jetzt schneidet man die glatte Petersilie gründlich.
Nach 20 Minuten Kochen angelt man sich ein Stück Kartoffel heraus und probiert. Wenn sie kurz vor gar ist, kommen Mais und Pilze in den Topf. Den Joghurt verrührt man mit Salz und etwas Wasser, in der Hoffnung, dass diese Vermengulierung dann nicht ausflockt. Das kann gelingen, muss aber nicht. Wenn nicht, ists auch nicht schlimm, man kann auch einen Schluck von diesem Chemieramafina oder saure Sahne nehmen (anstatt Joghurt), da aber (Zahl) berücksichtigen, bei Chemieramafina auch!  aber da der Jogi-Eimer nur noch einen kleinen Rest enthält und zu viel Platz im Kühlschrank wegnimmt, entscheide ich mich heute dafür. Man gibt also den aufrührerischen Jogi in den Topf und presst auch gleich den Knobi hinterher. Umrühren und noch einmal kurz und gut blubbern lassen. Nach Bedarf noch etwas Wasser und oder Gewürze (etwas Curry, Chili, Pfeffer, Rosmarin, Oregano, Kreuzkümmel, was das Herz begehrt!) dazu, noch mal umrühren und ziehen lassen.
Veganer lassen den Joghurt weg, der dient eh nur der Farbgebung und evtl. der Konsistenz. Wenn man Lust auf Fleisch hat, gibt man anfangs Rinderhack oder Tatar dazu, aber bitte (Zahl) nicht vergessen.

Beim Gemüse sind keine Grenzen gesetzt, wer mag und hat: noch ein paar grüne Bohnen hinein (Zahl) nicht vergessen.  Oder man nimmt weiteres Gemüse ohne (Zahl).

Hier ist gleich der Topf fertig!  Im Topf

auf Teller

 

Heute solls schnell gehen….

War ja schlimm heute, eben erst nachhause gekommen, schon nagt der Hunger an mir, das ist genauso, wie mit dem Gang zur Toilette.
Zuerst war ich ja geneigt, Bastys Brot mit Rührei zu machen, aber dann dachte ich an die Restbestände, die so in den Schränken und Kühlungen herumlungern. Außerdem hatte ich noch 2 Glas Hühnersuppe (mit Fleisch) im Haus. Das sind diese Gläser, wo man noch 2-3x Wasser hinzugibt, weil sie konzentriert sind.

Man nehme:

(je nach gewollter Menge…. ich will immer viel, dann reichts für 2 Tage)

2 Glas Hühnersuppe mit Fleisch
Suppengemüse (TK) – was noch so da ist)
Nudeln oder Reis  (was so da ist)
Dosenchampis
Dosenspargel
Dosenwürstchen
Saft 1/2 – 1 Zitrone
Gewürze (z.B. Chilli)
Pro Person und Mahlzeit: 1 Ei

Die Hühnersuppe giesse man in einen Topf und fülle nach Anleitung Wasserhinzu, kippe das Suppengemüse dazu und lasse alles köcheln, dann gibt man Nudeln oder Reis dabei (hier auf die Kochzeit der Nudeln oder des Reises achten). Wenn das fertig ist, Chilli, Zitronensaft, Spargel, Champis dazu und nur erhitzen.
Jetzt nimmt man eine Suppenkelle, schlage ein Ei auf, welches man vorsichtig in diese Kelle gleiten lässt. Die Kelle taucht man vorsichtig in die heisse Suppe, aber nicht unter den Suppenspiegel. Noch nicht. Erst etwas später lässt man das Ei vorsichtig aus der Kelle in die Suppe gleiten. Die Suppe darf auf keinen Fall mehr kochen.
Dann serviert man das lecker auf Teller, vlt. gibts noch eine Scheibe Brot dazu?
Variation:
Ist noch irgendwo Zwieback im Haus?
Dann: Zwiebacke zwischen 2 Küchentücher legen und kleinkloppen, so dass das schön bröselig ist
In eine Schüssel geben
Ei (Anzahl richtet sich nach Menge Zwieback)
Muskatnus (bitte ganze Nüsse nehmen und reiben, niemals aus der Streudose)
Salz, Pfeffer
Vermengen und matschen, dann Kügelchen (kleine, so wie Kirschen) daraus formen und ab damit in die Suppe, mit durchziehen lassen

Da ist noch Kartoffelbrei……(Kürbissuppe draus hexeln)

Von den Bratwürstchen (siehe dort) war noch Kartoffelpü übrig geblieben, und der Zahnarzt – ich war zum Sandstrahlen dort – brauchte auch seine Zeit, also schnell Kürbissuppe basteln.

Man nehme:

1 Kürbis
2 Zwiebeln
Kartoffelbrei (oder richtige Kartoffeln)
frischen Ingwer
Krabben
etwas Sahne (wenn man will)Brühe
Salz, Pfeffer
etwas Öl oder so
Kürbissuppe vorher

UND  EINEN SCHÖN GEMUSTERTEN STRAHL KÜRBISKERNÖL !!!

 

 

Also, zuerst schneide man den Kürbis in Viertel oder in 2 Hälften, entkerne ihn und schneide ihn in Würfel. Die Zwiebel wird geschält und auch gewürfelt, dito die Kartoffeln (wenn man keinen Restkartoffelbrei hat).
In einem großen Topf erhitze man etwas Öl und schwitze Zwiebeln und Kürbisstücke drin an (auch die Kartoffelstücke, wenn man keinen Rest…. usw. usw. usw. ihr wisst schon…)

Dann wende und rühre man die Würfel im Topf und achte darauf, dass sie nicht dunkel werden, etwas glasig, das ist fein. So soll das sein.
Nun gieße man etwas Wasser auf, ich bin ein Verfechter des Schmorens. Vielleicht ein flaches Löffelchen gekörnte Bio-Gemüsebrühe. Bio, damit das nicht so geschmacksverstärkt ist, gibts auch in „hefefrei“. Pfeffer dazu, etwas Salz.
Während das so vor sich hinköchelt, summe man ein Liedchen oder schreibe hier im Blog.
Man darf aber nicht vergessen, den Ingwer zu schälen – am besten mit einem Teelöffel, da hat man nicht so viel Verschnitt – und zu reiben.
Die Krabbenpackungen können auch schon mal geöffnet werden.
Man gießt wieder Wasser/Brühe an und wenn die Kürbisse weich sind, gibt man den Kartoffelbrei hinzu – ich will hier nicht verhehlen, dass es mit Kartoffelbrei ein Erst- und Selbstversuch ist -.
Nun den Ingwer hinein und umrühren. Jetzt holt man den Zauberstab aus dem (…. neeeee, nicht aus dem Schlafzimmer) Küchenschrank, jawoll! Man schließe diesen ans Stromnetz an (am besten an eine handelsübliche bereits installierte Steckdose) und pürriere nun den Topfinhalt. Es macht gar nichts, wenn da kleine Stücke noch drin sind.
Wenn einem die Konsistenz gefällt gibt man die Krabben dazu und einen Schuss Sahne.
Das ganze nach Gusto würzen und servieren. Wenn man viel Sahne im Haus hat, die in Bälde den Zenit der Haltbarkeit (die offizielle Version) überschreitet, und man auch keine Butter braucht, spontan, weil keine mehr da sei, der kann die Sahne auch schlagen und dann als Häubchen adrett aufs Tellerchen setzen. Noch etwas Kresse drauf, oder Kerbel, oder was man meint, was einem dazu schmecke.
Und nicht vergessen, die Suppe mit Kürbiskernöl zu verschönern. Man kann auch die Kerne sorgfältig waschen, trocknen und dann rösten !

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