Dorade, Papas arrugadas y ensalada

Eigentlich wollte ich nur frischen Lachs (zum Beizen) erstehen im Fischereihafen. Nicht auf der Touri-Abzock-Meile „Schaufenster“, so dicke hab ich es auch nicht, sondern hinten… Am Lunedeich. Und wie das dann so ist, kauft man noch 2 geräucherte Forellen sowie 2 Doraden. Die Forellen spielen keine Rolle,  aber die Doraden.

Man nehme für 2 Personen:

2 ganze Doraden (ausgenommen)
Blattpetersilie – gehackt
Salz
Limetten/Zitronen
einige Knobizehen

kleine Kartoffeln
grobes Salz

Römersalat
Tomaten
Salatgurke
weiße oder rote Zwiebel
hellgrüne dünnwandige Paprika
Zitronensaft + Olivenöl
Petersilie
Salz u. Pfeffer (erst bei Tisch)

Vorbereitung:
Zuerst das Küchenwaschbecken mit Wassser füllen und die Doraden darin waschen. Dann die Doraden schuppen: Fisch unter Wasser halten und mit einem Messerrücken gegen die Wuchsrichtung vom Kopf zum Fischschwanz schaben. Die Schuppen gehen ziemlich leicht ab, unbedingt gründlich arbeiten.
Dann die Fische abtrocknen.

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Salat:
Alle Gemüse klein schneiden und in eine Schüssel oder auf eine Platte geben und mit Petersilie bestreuen, kühl beiseite stellen.

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Kartoffeln:
Kleine Kartoffeln (z.B. Drillinge) in einen mit Wasser gefüllten Topf geben und so viel Salz hinzufügen, dass sie schwimmen. Das ist wichtig.

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Ofen:
Vorheizen auf 230°C Umluft/Grill
Einen Teil der Knobizehen hacken und mit einem Teil der gehackten Petersilie, Zitronenscheiben und etwas Salz die Fische füllen und auf der Oberseite die Haut vorsichtig 3 mal einritzen. Nun die Fische in einen Bräter legen und salzen.
Weitere fein gehackte Petersilie und fein gewürfelten Knoblauch mit etwas Olivenöl mischen und über den Fischen verteilen.
Ich habe so einen Bräter für den Ofen nicht, da müssen Schale und Deckel einer rechteckigen JenaerGlas Form herhalten.

Kartoffeln aufsetzen, Fisch in den vorgeheizten Ofen, nach 5 Minuten Hitze reduzieren auf 150°C (Umluft) und ca. 20 Minuten weitergaren.

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Zitronenpasta, Gambas, Mojo y Ensalada

Wochenende. Ein Wort spricht für sich selbst und gibt einem eine unheimliche Freiheit. Meinen Mr. betraute ich mit den typischen Männeraufgaben: Müll, Altglas, Pfandflaschen, Edeka/Aldi.

Ich selbst zog es vor wie eine Prinzessin zuerst den Buchladen meines Vertrauens aufzusuchen und gefühlt 10 kg bestellte Bücher abzuholen. (Da war Schluss mit dem Prinzessinnenfeeling). Während der Rechnungserstellung ergatterte ich beim Stöbern noch ein weiteres Buch (Der erste Stein von Carsten Jensen). Danach steuerte ich den Ankara-Markt in der Hafenstraße an. Zitronen, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Römersalat, Koriander, Petersilie, Tomaten, krumme Gurken, Bezahlen, raus. Next Stop: Mercado Iberico. Dort erstand ich 1 kg Gambas mit Haut, Kopf und ungegart, beim Netto musste ich noch geschälte Gambas dazu kaufen, da es sie im Mercado nicht gab.

Für die Mojo:
Petersile und Koriander von den Stengeln zupfen, 1-2 Zitronen auspressen und dazu geben, Olivenöl, einige (nicht unbedingt wenige) Knobizehen und Salz dazu und mit dem Pürierstab alles hexeln, bis es eine dünnbreiige Masse ergibt.

Pasta:
Ich hatte vor Tagen bei Penny aromatisierte Zitronenpasta erstanden, noch nie ausprobiert, ich denke, normale Spaghetti tun es genauso gut, man kann sie ja selbst mit feinem Abrieb von Bio-Zitrone nach dem Kochen aromatisieren. Also die Pasta werden al dente gekocht und abgegossen.


Gambas:
Petersilie hacken, Knobi auch, Grobes Salz bereithalten.
Geschälte und ungeschälte Gambas in gewünschter Menge auftauen (ist ja meist TK).
2 Pfannen mit Pflanzenöl erhitzen und die Gambas getrennt anbraten. Knoblauch hinzufügen, Hitze runter.

Salat:
Römersalat in mundgerechte Stücke schneiden und auf einer Platte arrangieren. Tomaten in halbe Scheiben schneiden, Zwiebeln längs halbieren und in halbe Scheiben schneiden. Krumme Gurken schälen (evtl. nicht komplett, sonder vlt. immer einen Streifen Schale dran lassen), in Scheiben Schneiden. Nicht zuuuu dünn. Alles schön auf dem Römersalat anrichten und wieder mit gehackter Petersilie bestreuen.
2 Zitronen auspressen, mit Olivenöl vermengen, Salz und Pfeffer wird bei Tisch separat gereicht.

Die geschälten Gambas werden dann mit dem Bratöl sowie einem Teil der Mojo unter die Pasta gehoben, die gebratenen ungeschälten Gambas kommen als Deko dazu.

Und immer mal wieder gerne mit Petersilie…..

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Ofenpommes, Brathering, Gurkensalat (pescetarisch)

WP_20170406_19_15_28_ProMal wieder in Eile. Normalerweise schnippel ich die Pommes aus geschälten Kartoffeln, wässere und trockne sie, bevor sie in die Actifry kommen. Heute nicht. Heute gibt es die Tütenvariante.

Man nehme:

Gurkensalat:
2-3 Salatgurken, geschält und fein gehobelt
1/2 – 1 große Zwiebel (fein gewürfelt)
Petersilie (fein gehackt)
1 Becher saure Sahne
Essig, Salz, Zucker, Pfeffer

Gurkenscheiben, Zwiebelwürfel und Petersilie vermengen.
Saure Sahne mit Essig, Salz u. Zucker glatt rühren und zu den Gurken geben, unterheben und ruhen lassen.

Pommes:
Pommes gefroren in die Actifry geben und ca. 15 Minuten garen. Evtl. nach Gusto würzen. (Alternativ in den Backofen u. nach Packungsanweisung verfahren)

Brathering (Konserve) und Finish
Brathering auf Teller verteilen, mit Pommes und Salat servieren. Die Pommes nehmen dann gerne etwas Heinz-Ketchup.

Warum ich so gerne Hähnchenschenkel esse….

… ganz einfach: ich mag sie seit Kindheitstagen,

und es gibt sie nicht häufig. Vorzugsweise widme ich dann und wann einen Samstag diesem Geflügel. Und das fängt ja schon beim Einkauf an. Da gibt es nur 2 Quellen: Wochenmarkt (bio) oder türkischer Supermarkt (halal). Heute fiel meine Entscheidung sehr spät, denn eigentlich sollte es Fisch geben. Mein Mr. G. nennt mich sprunghaft, ich nenne mich flexibel.

Eingekauft wurden: 4 Hähnchenschenkel, 1 helle Zucchino, Paprika, Pepperoni, 1 rote Zwiebel, 1 Römersalat, Tomaten (kann man immer gebrauchen), 1 Hand voll Champignons, 1 Bd. Petersilie, Adana-Kebap-Gewürz (Paprika und Konsorten tun es auch), marrokanische Oliven (schwarz)

Vorrätig waren: Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze, Olivenöl, Honig

Aus dem Römersalat wird Salat gemacht unter Zuhilfenahme 1/2 roten Zwiebel 1/2 Bd. Petersilie,  der Zitrone (auspressen), Olivenöl, Salz, Pfeffer. Das Dressing kommt portionsweise dazu, sonst wird der Salat spackelig, denn so ein Römersalat ist mehr, als 2 Personen als Beilage vertilgen können. Die halbe Zwiebel wird längs in dünne Streifen geschnitten.

Die Hähnchenschenkel werden gewaschen und trocken getupft, dann mariniert: Kebap-Gewürz, Knobi (frisch gepresst), Honig, Kreuzkümmel, Paprika, 1 Hauch Curry (scharf), etwas Zitronensaft, dies und das und wie man will. Das kann dann eine Zeit ruhen.

Paprika grob würfeln, 2 Zwiebeln schälen und vierteln, die andere Hälfte der roten Zwiebel quer halbieren. Möhren putzen, längs halbieren und dann nur längs in Viertel schneiden, ggf. noch quer halbieren am dicken Ende. Zucchini längs halbieren und in Scheiben (nicht zu dünn). Naja, eben alles mundgerecht. Wer noch anderes Gemüse hat, nimmt eben anderes Gemüse.

Ofen auf 180° Umluft vorheizen, Fettpfanne mit Backpapier auslegen, marinierte Hänchenschenkel sowie Zwiebeln u. Möhren auf dem Blech verteilen. Die Knochenenden der Schenkel kann man mit Zitronenscheiben bedecken. Ab in den Ofen erst mal für 15 Minuten.

Paprika und Zucchinischeiben in der restlichen Marinade wälzen. Später dazu geben, noch später dann die Champignons.

Ganz einfache Blaubeermarmelade 3:1

Jede Jahreszeit hat ihre Höhen und Tiefen. Das Tief dieses Sommers sind die Tiefs im Norden, die keine Beständigkeit des „Summer-Feelings“ ausbrechen lassen. Es gibt aber auch Hochs. Dazu gehört die Abfolge: Erdbeeren, Blaubeeren, Brombeeren, Himbeeren usw. Täglicher Obstsalat ist vor allem abends ein Highlight, das spart Schokolade und/oder Chips. Nun hab ich Etagenbewohner auch eine Kollegin mit einem riesigen „Kleingarten“. Paradox, oder? Und dort hat es Blaubeeren en masse. Allerdings beklagt sie, dass bei diesen hiesigen unsteten Temperaturen die Reifung nicht so stattfindet, wie man das kennt. Letztens orderte ich 2 kg, wovon 1kg eingefroren wurde. Das andere Kilo verschwand fast zur Gänze in Joghurt, Buttermilch-Blaubeer-Drink, Obstsalat usw. Ich orderte 3 kg nach, aber es wurden leider nur 1,75 kg.

So bleiben mir für die Marmelade nur 2 komplette Kilos. Da ist schon fast Kopfrechnen angesagt, was den 3:1 Zucker betrifft. Heute will ich aber auch mal ausprobieren, die Deckel ohne Isopropanol zu verwenden, denn in einschlägigen Marmeladerezepten fand ich nichts dergleichen. Dieses Flambieren der Deckelinnenseite und sofortiges Zuschrauben der Gläser (was dann die Flamme erstickt) habe ich so von meiner Mutter gelernt. Gerade bei der 3:1 Zubereitung bin ich etwas skeptisch. Aber ich probiere es einfach mal ohne Iso aus.

Ein weiteres Thema ist das Sterilisieren der Gläser, ich mache dieses im Backofen bei 120°C. Die Deckel koche ich für einige Minuten in einem Topf aus. Sollte reichen, oder?

Man nehme:

Sterilisierte Marmeladengläser, sterilisierte Deckel
1 großer Topf
1 Einfüllstutzen
1 Pürierstab (evtl.), oder evtl. Flotte Lotte – ich nehme den Pürierstab
2 kg Blaubeeren
666,667g Gelierzucker 3:1
1 Vanilleschote
Saft einer Zitrone

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Wenn man – wie ich – kein Profi ist, dann wiegt man zuerst alle Zutaten ab, legt alle Gerätschaften zurecht, gibt die Blaubeeren in den großen Topf und füllt Zucker dazu. Einmal gründlich umrühren, dann kanns schon mal Saft ziehen. Die Vanilleschote auskratzen, dazu geben, aber auch die Schote an sich, die wird hinterher gerettet. Zitrone auspressen. Während der Gelierzucker da nun so die Früchte versüßt, muss man die Deckel den Gläsern vorsichtshalber schon mal zuordnen. Nichts ist schlimmer, als hinterher den passenden Deckel zum Glas zu suchen. Und: Ist man kein Profi und traut auch den Internet Tipps nicht – was keine Kritik sein soll, eher ein Ausdruck eigenen Unvermögens – sterilisiert man lieber mehr Gläser und Deckel, als man braucht.

Die Beeren und der Zucker nebst Vanilleschote u. Mark werden zum Kochen gebracht. Gerne mit einem Kochlöffel anfangs drin rum stampfen, damit der Saft raus kommt. Blaubeeren können eine doch recht feste Schale haben. Wenn sie Saft gezogen haben, geht man mit dem Pürierstab durch, es dürfen gerne noch stückige Heidelbeeren vorhanden sein.

Wenn die Masse kocht, Hitze runterschalten und ca. 5-7 Minuten köcheln lassen und den Zitronensaft zugeben.

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Wenn alles gut ist, den Schaum und später dann den Rest aus dem Topf in ein  Schälchen geben. Das gibts die nächsten Tage zum Frühstück. Die Marmelade dann sofort randvoll (!!!) in die vorbereiteten Gläser geben, zuschrauben und kopfüber auskühlen lassen.

Pseudoasiatische Hühnersuppe (2SP)

Schnell soll es gehen, einfach soll es sein, Schärfe haben, schmecken und sättigen.

Im Moment durchlaufe ich eine  abnehmtechnische Durststrecke, die ist allerdings hausgemacht. Trotzdem verzichte ich nicht auf punktefreundliches Essen. Man vertut sich ja oft beim „Auswärts“-Salat, so gings mir Mittwoch. Käufliches Dressing ist des Abnehmers Tod, selbst bei Eigenportionierung. Donnerstag lag ich völlig neben der Spur. Dumm dabei: Es schmeckte nicht mal, „Mittagstisch“ in einem spanisch lautenden Lokal, ich sag nur: Schnitzel in die Fritte werfen kann ich auch, Mr. G. kam dazu in den Genuss von Dosenmais, geschmacklich nicht mal aufgepimpt. Ja, da muss man durch, wenn man schon freiwillig und des Lesens mächtig daneben greift. Wobei Lesen: DAS war dann in der „Bodega del Puerto“ an der Schlachte in Bremen noch das Highlight. Ich sag nur: Genitiv-Apostroph und: Das Jägerschnitzel ward umgetauft in Weidmann’s Schnitzel MIT „E“ und Genitiv-Apstroph, wobei dieses ja mittlerweile vom Duden als anerkannte Schreibregelung alternativ genehmigt ist. Naja, demnächst Mathe-Abi bestanden, wenn man das Ergebnisfenster trifft… 1 + 5 = 7 (das Ergebnisfenster geht von 4 – 8).

Das lag mir schwer im Magen. ALLES. Das Essen sowieso. Später köpften wir während des Einkaufs eine 1,5 Liter-Flasche Wasser, ein Rest war an der Kasse noch drin. Ein kläglicher Rest.

Aber nun solls ja die Pseudosuppe geben. Zutaten für 4 Portionen (wenn nicht mehr),
SP immer für 1 Portion. Ihr kennt das.

Man nehme:

400g Hähnchenbrustfilet, in Streifen geschnitten
450g TK-Wok-Gemüse
250g Konjaknudeln (Glasnudelform) – es dürfen auch weniger sein, das wirkt sich punktetechnisch nicht aus.
1/2 Daumen frischer Ingwer
1 Knolle chinesischer Knoblauch, oder eine große Knobizehe von den „Normalen“
1 – 3 Zweige vietnamesischer Koriander
1/2 Limette (Schale geraspelt und Saft)
2 Chilischoten (rot)
Sojasauce
15ml (ca. 1 gr. EL) Sesamöl
1,5-2 Liter Wasser

Gemüse in PfanneKleinteileKleinteile geschnippelt

Knoblauch und Ingwer schälen, beides in feine Scheiben schneiden. Chilischote in feinste Ringe. Die Konjaknudeln werden unter fließend kaltem Wasser abgespült. Die Korianderblätter werden von den Zweigen gezupft und quer in feine Streifen geschnitten.

In einer Pfanne das Sesamöl erhitzen und das Wokgemüse darin anschwitzen. Parallel setzt man einen Topf mit Wasser,Sojasauce, den Knobi- und Ingwerscheiben, Limettensaft

Fleisch mariniert

und Chiliringen auf und gibt die Hähnchenstreifen mit dem Limettenabrieb   hinein, lässt es köcheln. Nun aus der Pfanne das W0kgemüse zugeben, die Pfanne mit einer Kelle Kochwasser noch mal kurz erhitzen und dann das Pfannenöl und andere darin verbliebene Reste zum Kochgut geben. Evtl. noch chinesische Gewürze, wenn man welche zur Hand hat. Zitronengras z.B.- in frischer Version bitte schon von Anfang an mit ans Kochwasser geben. Nun durchgaren. Kurz vor Ende der Garzeit die Konjaknudeln und den Koriander hinzufügen, kurz umrühren, fertig.

Wer will kann noch ein Ei mit 1 EL Wasser verschlagen und vorsichtig in den Kochvorgang träufeln. Kostet pro Portion unwesentlich mehr, sicherheitshalber würde ich pro Portion 1SP mehr geben, wenn das Ei groß ist.

Ohne Fleisch ists vegan. Schmeckt genau so gut. Nur sollte man da etwas rohes Gemüse mit Gewürzen zu Brühe zerkochen vorher.

Mejillones marinera (en salsa tomate)

Um eins meiner absoluten Lieblingsessen zubereiten zu können, muss ich in heimischen Gefilden die Monate September – März nutzen. Es geht um Miesmuscheln. Natürlich gibt es sie auch TK, aber ich bevorzuge die Variante mit den frischen Miesmuscheln. Ich nutze den spanischen Rezeptenamen für diese Art der Zubereitung, weil ich sie dort kennengelernt hatte. Damals, anno dunnemals. Vorher kannte ich nur die rheinische Variante. Auch lecker, aber ich liebe eben diese. Wenn man im Netz stöbert, gibt es für marinera oder salsa tomate genauso viele verschiedene Rezepte, wie für – sagen wir mal – Pasta bolognese. Man wird fast erschlagen. Jede Region macht es anders, jeder Haushalt macht es anders. Und das ist das Schöne: Man sieht und lernt Unterschiede. Mehrere Youtube-Videos sagten mir zu, also entschied ich mich, sie zu kreuzen. Nur eins tat ich nicht: Die eine Hälfte der Schale nach dem Kochen schon entfernen. So kenne ich es halt nicht.

Man nehme für 3 normale Esser:

3 kg Miesmuscheln in der Schale
2-3 Zwiebeln, je nach Größe
4-6 Knobizehen
1 kl. rote Paprika
1/2 Chilischote (oder mehr, je nach Geschmack)
ganz wenig Knollensellerie (wirklich nur einige Würfel!!!)
4 cm Porrée
250 ml Weisswein
2-4 Lorbeerblätter (je nach Größe)
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 Handvoll Mandeln – geschält
1-2 Baguettescheiben
gehackte Tomaten aus der Dose und auch 3-4 frische Tomaten
Kochsud der Muscheln
eine Prise Zucker, etwas Paprikapulver
Blattpetersilie

Zuerst werden die Muscheln unter fließendem kalten Wasser geputzt; das heisst, mit einem Messer die Bärte (meist auf der nach innen gewölbten Seite der Muschel befindlich) entfernen und allgemein abbürsten. Muscheln, die nicht ganz geschlossen sind, gehören eigentlich entsorgt. Sie sind anscheinend tot und nicht so recht verträglich, um es mal vorsichtig auszudrücken. Es gibt aber eine Methode festzustellen, ob die wirklich „hinüber“ sind: Kurz am Beckenrand antickern, wenn sie sich danach schließen, sind sie absolut in Ordnung! Tote reagieren nicht. Gewaschen geben wir sie in einen Durchschlag.

Gewaschen und geputzt
Gewaschen und geputzt

Jetzt zur Sauce (angepasst an die 3 kg):

Zwiebeln schälen, fein würfeln, Paprika auch fein würfeln. Ein paar Selleriewürfelchen (wirklich nur ganz wenige), 2 Zehen Knoblauch fein hacken und den Porrée ganz kleinschneiden. Es soll wirklich nur etwas Porree und Sellerie sein. Mandeln mit den beiden anderen Knobizehen sowie den Baguettescheiben in ein hohes Gefäß geben. Frische Tomaten schälen und grob würfeln.

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Olivenöl in einem breiten Topf/Pfanne erhitzen und die Zwiebel-Knobi-Paprika-Sellerie-Porree-Schnipsel darin andünsten, glasig werden lassen. Dann die geschälten frischen Tomatenstücke dazugeben und mit anschmoren.Salzen, Pfeffern und die Prise Zucker dazugeben. Gehackte Dosentomaten (kleine Dose) dazu, unter Rühren aufkochen, dann Hitze runter und etwas schmoren lassen.

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Die beiden Baguettescheiben mit den Knobizehen und einem Schluck Wein und etwas Wasser mit dem Pürrierstab in einem Gefäß zu Brei pürieren. Ich hab noch etwas Chilischote beigetan.

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Dann gebe ich die Mandel-Wein-Knobi-Masse zu der Sauce.Das dickt schön an.

WP_20151031_002Wenn sich die Mischung durch Rühren schön mit der Grundmasse vermengt hat, schalte ich die Hitze auf niedrigste Stufe und kümmer mich um die Muscheln. Die Sauce erscheint jetzt zu dick, aber später kommt ja noch etwas von dem Muschel-Kochwasser dazu.

Einen großen Topf befüllen wir (bei dieser Menge Muscheln) miit 3 cm Wasser, etwas von dem Wein, den Lorbeerblättern und zwei längs halbierten Knobizehen.Darein in dieses kalte Gemisch geben wir dann die Muscheln und bringen sie abgedeckt auf dem Herd zum Kochen. Wenn sie kochen, brauchen sie höchstens 3 – 4 Minuten. Immer mal schütteln.

In der Zeit schnell die Petersilie fein hacken, beiseite Stellen.

Die Muscheln sind gar, was man daran merkt, dass sie alle nun geöffnet sind. Noch mal schütteln, was jetzt noch geschlossen ist, gehört entsorgt, Bei den 3 kg waren es 2 Stck., das ist mehr als vertretbar.

Mit der Schaumkelle holen wir die Muscheln aus dem Topf, geben sie in eine große Schüssel – so eine große hatte ich nicht – und schalten die Hitze unter dem Saucentopf wieder hoch. 2-3 Kellen Kochwasser hineingeben, verrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, also mit wenig anfangen. Mehr geht immer.

Dann die Muscheln auf Teller verteilen, Sauce drüber geben und Petersilie frisch drüber streuen.

Guten Hunger !!

Es wird Sauce übrigbleiben, diese eignet sich – ohne weitere Fleisch- oder Fischzutat – am nächsten Tag als Pastasauce.

Nimmt man nur 1 EL Öl und 25 Stck. Mandeln, 1 Scheibe Baguette, und wenn die 3kg Muscheln insgesamt 500-600g Muschelfleisch ergeben, dann hats pro Portion ca. 7-8 SP

Iwona Laub, die „deutsche“ Gleichberechtigung und der Islam

Wisst ihr, wie es mir bei der ganzen Flüchtlingsdebatte geht? Scheisse gehts mir. Ich hab Angst und bin besorgt. Und ich bin wütend. Akif Pirincci ist nicht mal DAS Problem in meinen Augen. Der Typ ist auch nicht krank, der Typ als Person ist ein Niemand. Was ihn aber für mich so Angst einflößend macht, ist die Tatsache, dass er beklatscht wurde. Montag 19.10.2015. In Dresden. Ja, ich habe Angst und ich bin besorgt. Die selbsternannte „Mitte“ Deutschlands beklatscht ihn. Er sagt, was er denkt, und er denkt, was die Applaudierer denken. Die Applaudierer aus der „Mitte der Gesellschaft“ sind das eigentliche Problem, und mir wird angst und bange. Sie reden – wenns mal gerade nicht um Flüchtlinge oder sonstige fremdreligiöse Menschen geht – von, ja wovon eigentlich? „Andere Nationen sind stolz auf ihr Land, nur WIR „“dürfen““ das nicht sein.“, schwadronieren sie.  Doch dürfen wir. Aber IHR, genau IHR erbärmlichen Pegidisten tretet diesen Stolz mit Füßen. Andererseits, nur weil Franzosen, Gorßbritannier stolz auf ihr Land, auf ihre Nation sind, heisst das noch lange nicht, dass dafür IRGENDEIN Grund vorliegt. Und da wird dann mit diesem „Stolzsein“, „Flagge zeigen“ argumentiert. Herrgottnochmal, Grenzen sind so überflüssig wie willkürlich. Die Grenzen, die Nationalitäten sagen nichts, aber auch gar nichts über den einzelnen Menschen aus. Die erbärmlichen Pegidisten schwadronieren sogar von der deutschen Dichter- und Denkerkultur. Können selbst aber Beides nicht mal in rudimentären Ansätzen leben. (sonst wären sie ja keine Pegidisten, nech).

Sie reden von der christlichen Kultur des Abendlandes, haben vielleicht mal ne Kirche von innen gesehen, beten nicht und sind auch ansonsten nicht gerade christlich, denn sonst wüssten sie: Liebe deine Feinde wie dich selbst. Ok, wenn ich „die“ wäre, würde ich mich selbst auch nicht lieben (können). Sie beschreien das deutsche Wesen, dass sie in Gefahr sehen.

Nun ja, mittlerweile finde ich, „dieses“ deutsche Wesen ist auch nicht gerade bewahrenswürdig! Und dann die sog. Angst vor „Islamisierung“….

Und da komme ich zu Iwona Laub, denn ihr Beitrag ist einfach gnadenlos gut.

Iwona, wir kennen uns nicht, aber ich danke dir für die Erlaubnis, deinen

Beitrag hier zu linken.

Blumenkohl-Zucchini-Pfanne mit Tatar 4PP, Vegetarier lassen Tatar weg u. erhöhen Gemüseanteil

Die Wäsche hängt, die Sonne scheint, was will man mehr? Ok, die nächste Maschine noch draußen trocknen 😀

Und kochen. So jung kommen wir ja nie wieder zusammen!

Man nehme (für 4 Portionen):

1 Blumenkohl
1 Liter Gemüsebrühe (1-2 TL gekörnt oder selbstgemachte)400g Tatar
4 kl. Zucchini
4 kl. Zwiebeln
20 Cocktailtomaten
1 EL Pflanzenöl
200g Frischkäse (0,2%)
2-3 EL Weissweinessig oder weissen Balsamico
Petersilie oder Schnittlauch oder andere Kräuter nach Belieben

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Der Blumenkohl wird in Röschen zerteilt und in der Gemüsebrühe gegart, ca. 6 Minuten mehr oder weniger. Zucchini in halbe oder viertel Scheiben schneiden, nicht zu dünn, sonst werden sie „letschig“. Zwiebeln fein würfeln. Die kleinen Tomaten werden nur halbiert.

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Öl im Bräter erhitzen, die Zwiebeln darin andünsten und das Tatar hinzugeben und krümelig braten, salzen und pfeffern. Dann Zucchini und gegarte Blumenkohlröschen dazugeben und mitdünsten. Ca. 5-10 Minuten. Dann den Frischkäse einrühren und mit Essig u. nochmals Salz u. Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann auch etwas Chili rangeben.

fertig

Vegetarier lassen das Fleisch weg, erhöht den Gemüseanteil und reduziert die PP.  Dieses Rezept geht auch als Sattmacher!!!

Wassermelone – pescetarisch –

Seit meinem letzen Rezept hat sich Einiges getan:

Der Sommer hat sich verabschiedet
Der Altweibersommer bricht immer mal wieder durch
Ich habe einiges neu sortiert bei mir intern
Und ich habe dadurch wieder Freude am Kochen

Viel zu Vieles habe ich nicht gepostet. Keine Zeit, keine Zeit. Was hatten wir denn da u.a.?
In Erinnerung ist mir das Kichererbsen-Mango-Curry. Sehr lecker für 8PP, wenn ich es wieder koche, stelle ich es ein. Versprochen.

Gestern Abend hab ich es wenigstens geschafft, von meinem fertigen Abendessen ein Foto zu machen, also lege ich jetzt auch mit Buchstaben los.

Man nehme: (für 1 Portion)

Wassermelone (Menge nach Hunger)
1 Becher Hüttenkäse 0,4%
200g Krabbenfleisch
Balsamico dunkel (ich hatte nur hell)
Pfeffer aus der Mühle

Die Wassermelone von der Schale und in angenehme Stücke schneiden, auf Teller anrichten. Mittig dann den Becher Hüttenkäse „drapieren“ und die Krabben drüber“streuen“.  Mit schwarzem Pfeffer bemühlen und mit Balsamico beträufeln.

Fertig.

Wer es vegetarisch mag, lässt die Krabben weg und schreibt sich 3 PP für den ganzen Teller an.

Und wer am 27. September noch nichts vor hat: Wie wäre es hiermitDort gibts auch immer leckerstes ökologisches Olivenöl.

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