Der Regenwald im Morgengrauen

Dusche

Ich will ja nichts sagen, aber eine Regenwalddusche ohne Duschkabine, dafür mit Badewanne – abgerundet durch eine altbacksche Badewannen-Plexiglas-Falttrennwand – kann man nur suboptimal nennen, vor allem, wenn der „Umschaltschniepel“ das irgendwie nicht rafft.

Aber mal von vorne, gibt es im Regenwald Regenwaldduschen? Gibt es in der norddeutschen Tiefebene einen Regenwald? Ok, hätten wir mehr Wald, könnte man mit „ja“ antworten – ausgenommen diesen 2018er Sommer, aber der ist ja eher die Ausnahme.

In einer beengten Etagenwohnung mit beengtem Schlauchbad ergibt sich folgende Gemengelage: Das Wasser für die Badewanne wird per Einhebelmischer temperiert und auch gestartet und gestoppt. Kennt man, ist soweit kein Problem. Zum Duschen zieht man den über dem Einhebelmischer angebrachten „Schniepel“. Da wir aber nicht nur einen normalen flexiblen Duschkopf haben, sondern Mr. G. auch unbedingt und ausschließlich mit einer Regenwalddusche leben kann, ist am Duschgestänge ein weiterer Hebel angebracht. Der Kipp-Nippel! Kipp-Nippel oben: normale Dusche, Kipp-Nippel waagerecht: Regenwald.

Soweit immer noch kein Problem, denn normalerweise (!) zieht sich der Duschaktivierungsschniepel über der Mischbatterie aus der Duschfunktion zurück, wenn man dem Wasser „den Hahn abdreht“. Startet man erneut den Wasserzulauf, fließt er normal aus dem Wanneneinlass. Ist genormt, nech.

Dieses geschieht aber nicht, wenn man die Regenwalddusche über den am Gestänge befindlichen Kippnippel aktiviert und nach Abschluß des Duschvorgangs einfach die Wasserzufuhr stoppt, ohne den Kippnippel wieder in die Senkrechte zu bringen.

Wo das Problem ist?

Ich dusche morgens immer vor Mr. G. Das ist das Problem. Und wir haben eine Gastherme, die leider etwas Zeit benötigt, bis das Wasser Duschtemperatur erreicht hat. Und dass ich morgens automatisierte Handlungsabläufe habe, auch das mag ein Problem sein.
Denn normalerweise (während das Wasser verschwendend durch den Hahn läuft, bestücke ich die Zahnbürste mit Zahncreme und lege meine Brille ab) passiert da nix.

Nur manchmal. Manchmal hat Mr. G. am Vortag vergessen, diesen Kippnippel wieder in senkrechte Position zu bringen, so dass der normale Duschkopf aktiviert ist, aber eben erst dann, wenn ich den Umschaltschniedel über der Mischbatterie ziehe.
Hinzu kommt, dass ich den normalen Duschkopf in eine recht senkrechte Position aufwärts stellen muss, um (wie gesagt) in dem beengten Bad in der Wanne diese dusselige Plexiglasfalttrennwand nach dem Duschen einklappen zu können.

Ihr könnt mir folgen?

Jetzt kommt aber eben manchmal alles auf einmal. Z.B. heute Morgen 6:15 Uhr, ich betrete das Bad und betätige den Wasserzulaufeinhandmischer. Eine kalte Regenwalddusche rüttelt mich ungewollt wach. In meiner Panik betätige ich den Regenwald-/Normaldusch-Nippel und bringe ihn in aufrechte (Normaldusch-)Position. Der normale Duschkopf ist selbst senkrecht positioniert (wg. dieser Trennwand, nech…), nun werde nicht nur ich, sondern auch die gegenüberliegende Wand, die Toilette, das Klopapier, der Boden, die (zum Glück Baumwolle) Badematte unter Wasser gesetzt – und zwar kalt, so schnell ist die Therme nicht.

Bis ich in meiner durchnässten Panik den Anti-Dusch-Schniepel betätigen kann, ist der Morgen irgendwie gelaufen.

Frage: Wieso deaktiviert die Abschaltung der Wasserzufuhr nicht automatisch die Duschfunktion beim „Regenwald“, wenn es bei der normalen Dusche doch funktioniert?

50 Cent – oder was aus einer kleinen Begebeneit entstehen kann…

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Vor ein oder 2 Tagen postete ein Freund von mir auf seiner FB-Seite eine kleine Geschichte, die er an der Supermarktkasse erlebt hatte. Es folgte ein reger Gedankenaustausch, an dem mehrere Personen beteiligt waren.

Was daraus entstand, war eine spontane Gruppenbildung:  „Kann dieses 50 Cent-Stück irgendwas bewirken?“
Ja, es kann. Wenn man will. Und wenn viele wollen, kann es viel. Es kann nicht die Welt retten, aber es kann dazu beitragen, dass hie und da geholfen werden kann. Wenn man es will.

Nun mag der/die ein oder andere sagen, es gäbe schon „Aufrunden,bitte“, es gäbe genügend Spendenmöglichkeiten, die man auch nutzt (vorzugsweise in der Weihnachtszeit und bitte gegen Spendenquittung!).

Sollte jemand von euch Lesern Interesse haben, sei euch versichert: Der Spendensammler ist absolut vertrauenswürdig. Ich habe dieses durch diverse von ihm initiierte Aktionen erlebt.

Alles Weitere könnt ihr hier erfahren und auch hier.

Die FB-Gruppe ist öffentlich, jeder Interessierte kann beitreten, Ideen austauschen und auch Vorschläge machen, wohin die jeweilige Spende (sobald 25,- Euro erreicht sind) gehen könnte.

Ganz einfache Blaubeermarmelade 3:1

Jede Jahreszeit hat ihre Höhen und Tiefen. Das Tief dieses Sommers sind die Tiefs im Norden, die keine Beständigkeit des „Summer-Feelings“ ausbrechen lassen. Es gibt aber auch Hochs. Dazu gehört die Abfolge: Erdbeeren, Blaubeeren, Brombeeren, Himbeeren usw. Täglicher Obstsalat ist vor allem abends ein Highlight, das spart Schokolade und/oder Chips. Nun hab ich Etagenbewohner auch eine Kollegin mit einem riesigen „Kleingarten“. Paradox, oder? Und dort hat es Blaubeeren en masse. Allerdings beklagt sie, dass bei diesen hiesigen unsteten Temperaturen die Reifung nicht so stattfindet, wie man das kennt. Letztens orderte ich 2 kg, wovon 1kg eingefroren wurde. Das andere Kilo verschwand fast zur Gänze in Joghurt, Buttermilch-Blaubeer-Drink, Obstsalat usw. Ich orderte 3 kg nach, aber es wurden leider nur 1,75 kg.

So bleiben mir für die Marmelade nur 2 komplette Kilos. Da ist schon fast Kopfrechnen angesagt, was den 3:1 Zucker betrifft. Heute will ich aber auch mal ausprobieren, die Deckel ohne Isopropanol zu verwenden, denn in einschlägigen Marmeladerezepten fand ich nichts dergleichen. Dieses Flambieren der Deckelinnenseite und sofortiges Zuschrauben der Gläser (was dann die Flamme erstickt) habe ich so von meiner Mutter gelernt. Gerade bei der 3:1 Zubereitung bin ich etwas skeptisch. Aber ich probiere es einfach mal ohne Iso aus.

Ein weiteres Thema ist das Sterilisieren der Gläser, ich mache dieses im Backofen bei 120°C. Die Deckel koche ich für einige Minuten in einem Topf aus. Sollte reichen, oder?

Man nehme:

Sterilisierte Marmeladengläser, sterilisierte Deckel
1 großer Topf
1 Einfüllstutzen
1 Pürierstab (evtl.), oder evtl. Flotte Lotte – ich nehme den Pürierstab
2 kg Blaubeeren
666,667g Gelierzucker 3:1
1 Vanilleschote
Saft einer Zitrone

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Wenn man – wie ich – kein Profi ist, dann wiegt man zuerst alle Zutaten ab, legt alle Gerätschaften zurecht, gibt die Blaubeeren in den großen Topf und füllt Zucker dazu. Einmal gründlich umrühren, dann kanns schon mal Saft ziehen. Die Vanilleschote auskratzen, dazu geben, aber auch die Schote an sich, die wird hinterher gerettet. Zitrone auspressen. Während der Gelierzucker da nun so die Früchte versüßt, muss man die Deckel den Gläsern vorsichtshalber schon mal zuordnen. Nichts ist schlimmer, als hinterher den passenden Deckel zum Glas zu suchen. Und: Ist man kein Profi und traut auch den Internet Tipps nicht – was keine Kritik sein soll, eher ein Ausdruck eigenen Unvermögens – sterilisiert man lieber mehr Gläser und Deckel, als man braucht.

Die Beeren und der Zucker nebst Vanilleschote u. Mark werden zum Kochen gebracht. Gerne mit einem Kochlöffel anfangs drin rum stampfen, damit der Saft raus kommt. Blaubeeren können eine doch recht feste Schale haben. Wenn sie Saft gezogen haben, geht man mit dem Pürierstab durch, es dürfen gerne noch stückige Heidelbeeren vorhanden sein.

Wenn die Masse kocht, Hitze runterschalten und ca. 5-7 Minuten köcheln lassen und den Zitronensaft zugeben.

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Wenn alles gut ist, den Schaum und später dann den Rest aus dem Topf in ein  Schälchen geben. Das gibts die nächsten Tage zum Frühstück. Die Marmelade dann sofort randvoll (!!!) in die vorbereiteten Gläser geben, zuschrauben und kopfüber auskühlen lassen.

Murphys Gesetz – eine wahre Geschichte

Der Tag begann verdächtig harmlos und hielt sich so bis zur Mittagszeit. Zum Nachtisch sollte es frischen Bürokaffee geben, den ich auch aufsetzte. Allerdings vergaß ich, die Kanne drunter zu stellen.

Derweil ertüchtigte sich mein Mr. G. im Sportstudio, wo er sich nach dem Duschen seine Lieblingsjeans zerriss. Zuhause angekommen sah er die volle Mülltüte, die er vorher vergessen hatte, mit hinaus zu nehmen. Tüte geschnappt, nach unten gelaufen, Schlüssel vergessen, ausgesperrt. Unsere Hündin hatte derweil nicht nur sturmfreie Bude, sondern auch sturmfreie Küche, in die sie nicht darf. Nur: Man weiss ja nicht, ob sie sich in Abwesenheit der lebenden Dosenöffner daran hält.

Auf Arbeit ereilte mich sein Anruf, ob ich ihm meinen Schlüssel geben könne, er käme gerade mal vorbei, er wollte doch nur den Müll runterbringen, habe sich ausgesperrt und die Küche sei offen. Ich händigte ihm den Schlüssel aus, er zeigte mir den Riss in der Jeans am Knie und fuhr wieder gen „Zuhause“. Ca. 1/2 Stunde später erreichte mich ne SMS, „Polizei“.  Ich: wo? Er: „hinter mir her“. Ich: ??? Er: „später.“

Das kam so: Auf dem Rückweg dachte er, wenn der Hund in die Küche wollte, hätte er es längst getan, dann kann ich jetzt auch noch schnell das Leergut zu Aldi bringen. Gedacht getan. Flaschen eingeworfen, und plötzlich fängt im Aldi ein großer ausladender Mann an, in sein Handy zu schreien, richtig wütend und in Rage war der. So sehr, dass die Aldi-Mitarbeiterin ihn des Ladens verwies. Daraufhin flippte der erst recht aus und warf mit seinem Handy nach einer anderen Kundin. Jemand musste mittlerweile die Polizei verständigt haben, denn Mr. G. hörte Tatütata näherkommend. Er selbst bat den Mann, sich doch bitte zu beruhigen. Da holte der aus, um ihn zu prügeln, wurde von Mr. G. allerdings unter Hilfe eines anderen Kunden überwältigt und am Boden gehalten, bis die mittlerweile eingetroffene Polizei ihn festnehmen konnte. Dann ging es an die „Zeugeneinvernahme“ inkl. Personalienfeststellung. Die Reihe war an Mr. G.

Polizistin: „Ihre Papiere bitte“
Er: „hab ich gerade nicht dabei.“ (er wollte doch nur den Müll runterbringen)
Polizistin: „Hm, sie sind aber doch mit dem Auto da, dann eben den Führerschein, Fahrzeugschein?“
Er: „Nein, jetzt auch nicht so wirklich.“
Polizistin: „Wie das?“ (hellhörig werdend)
Er: „Ist nicht mein Wagen.“
Polizistin: „Aha“ (Alertstellung der Polizistin, Kollege gesellt sich zu ihr)
Polizist:  „Und wem gehört der?“
Er: „Werkstatt, Austauschwagen“ (allerdings sah der Wagen recht abgehalftert aus, ist eine private preiswerte und begnadete Werkstatt halt).
Polizist lauernd: „Fahrzeugpapiere von DIESEM Fahrzeug haben sie aber?“
Er: „Ja, die müssten im Wagen sein.“ (zeigt die Papiere)
Er: „Ich war nämlich gerade im Hafen bei meiner Frau.“ (oh nein, nur das nicht sagen!!!)
Polizist: „Und WIE sind sie durch den Zoll gekommen?“
Er: „DIE wollten mich heute nicht sehen.“ (Einem Polizisten gegenüber die ganz falsche Antwort, ganz frech und falsch.)
Die gehen wieder in HabAcht-Stellung.
Er zusammenhanglos: „Der Hund ist allein in der Küche!“ (fiel dem Kerl denn nix besseres ein?)
Polizei denkt, der hat nicht alle Latten am Zaun: „So, dann fahren wir jetzt mal gemeinsam zu Ihnen, wo wohnen Sie denn?“ (sprechen zu ihm, als sei er subfontanell spärlich möbliert)?
Er: „Da drüben.“ Und zeigt fahrig in unsere Heimatrichtung.
Dann sind sie also hinter ihm her gefahren, mit hoch gegangen, mit in die Küche, er seine Papiere geholt gezeigt, alles in Ordnung.

Er wollte doch nur den Müll runterbringen (zum Glück hatte er DAS nicht auch noch gefaselt).

PS: Der Hund war nicht in der Küche. WP_20160719_002-crop

Iwona Laub, die „deutsche“ Gleichberechtigung und der Islam

Wisst ihr, wie es mir bei der ganzen Flüchtlingsdebatte geht? Scheisse gehts mir. Ich hab Angst und bin besorgt. Und ich bin wütend. Akif Pirincci ist nicht mal DAS Problem in meinen Augen. Der Typ ist auch nicht krank, der Typ als Person ist ein Niemand. Was ihn aber für mich so Angst einflößend macht, ist die Tatsache, dass er beklatscht wurde. Montag 19.10.2015. In Dresden. Ja, ich habe Angst und ich bin besorgt. Die selbsternannte „Mitte“ Deutschlands beklatscht ihn. Er sagt, was er denkt, und er denkt, was die Applaudierer denken. Die Applaudierer aus der „Mitte der Gesellschaft“ sind das eigentliche Problem, und mir wird angst und bange. Sie reden – wenns mal gerade nicht um Flüchtlinge oder sonstige fremdreligiöse Menschen geht – von, ja wovon eigentlich? „Andere Nationen sind stolz auf ihr Land, nur WIR „“dürfen““ das nicht sein.“, schwadronieren sie.  Doch dürfen wir. Aber IHR, genau IHR erbärmlichen Pegidisten tretet diesen Stolz mit Füßen. Andererseits, nur weil Franzosen, Gorßbritannier stolz auf ihr Land, auf ihre Nation sind, heisst das noch lange nicht, dass dafür IRGENDEIN Grund vorliegt. Und da wird dann mit diesem „Stolzsein“, „Flagge zeigen“ argumentiert. Herrgottnochmal, Grenzen sind so überflüssig wie willkürlich. Die Grenzen, die Nationalitäten sagen nichts, aber auch gar nichts über den einzelnen Menschen aus. Die erbärmlichen Pegidisten schwadronieren sogar von der deutschen Dichter- und Denkerkultur. Können selbst aber Beides nicht mal in rudimentären Ansätzen leben. (sonst wären sie ja keine Pegidisten, nech).

Sie reden von der christlichen Kultur des Abendlandes, haben vielleicht mal ne Kirche von innen gesehen, beten nicht und sind auch ansonsten nicht gerade christlich, denn sonst wüssten sie: Liebe deine Feinde wie dich selbst. Ok, wenn ich „die“ wäre, würde ich mich selbst auch nicht lieben (können). Sie beschreien das deutsche Wesen, dass sie in Gefahr sehen.

Nun ja, mittlerweile finde ich, „dieses“ deutsche Wesen ist auch nicht gerade bewahrenswürdig! Und dann die sog. Angst vor „Islamisierung“….

Und da komme ich zu Iwona Laub, denn ihr Beitrag ist einfach gnadenlos gut.

Iwona, wir kennen uns nicht, aber ich danke dir für die Erlaubnis, deinen

Beitrag hier zu linken.

Kohlmeisen -jetzt mal ohne Kochen

Letztes Jahr zimmerte mir ein Kollege einen Nistkasten, den wir auch flugs auf unserem Etagenbalkon installierten. Wir haben weder Haus noch Garten, aber hinter dem Haus, in dem wir wohnen gibt es einige Bäume, Apfel, Birke, dieses und jenes, und auch ein paar verwunschene Beete (wunderschön in Eigenregie angelegt). Hauptsächlich sind hier Tauben und – das Meer in der Nähe – Möwen zu „bewundern“. Dazu gesellen sich die üblichen Elstern, Amseln und Spatzen. Aber auch Kohlmeisen.

Ich muss erwähnen, dass ich in ornithologischer Hinsicht ein DAU bin. Stadtkind eben. Trotzdem freute ich mich über diesen selbstgezimmerten Nistkasten. Letztes Jahr tat sich gar nichts, nur ab und an inspizierten die Hummeln das Häuschen. Der Balkon ist auch arg klein.

Wie dem auch sei. Anfang Juni hängte ich Wäsche auf dem Balkon auf und hörte seltsame Geräusche, kaum wahrnehmbar und kaum zu orten. Am nächsten Tag, das Wetter spielte für die Wäsche wieder mit (ein Highlight in diesem bisherigen „Sommer“). Und wieder waren da diese unortbaren Geräusche. Trotzdem vermutete ich, es könnten Vogelbabys im Kasten sein.

Jetzt war ich alert und achtete natürlich darauf, ob sich da was tat. Ja, es tat sich was. Immer wieder mal war eine Kohlmeise zu beobachten, die zuerst die Wäscheleinen anflog, sich umsah, ob auch die Luft rein sei, und dann in den Nistkasten flog.

Nun war ich mir sicher. Nach einigen weiteren Tagen wurde dieses „Geräusch“ zu einem unterscheidbaren Fiepen. Jeden Tag wurden die Stimmchen kräftiger, die Vogeleltern kamen immer häufiger, Mutter verlor an Eigengewicht. Ich versuchte oft, sie fotografisch festzuhalten, aber erstens störte sie das und zweitens waren sie irgendwie immer zu schnell. An eine Kamera innerhalb des Nistkastens hatten wir gar nicht gedacht. Das kommt für nächstes Jahr auf den Zettel.

Mutter Meise muss wieder los!
Mutter Meise muss wieder los!

Wie dem auch sei, es ging fast 3 Wochen so. Die Eltern wurden auch immer mutiger und ließen sich immer weniger durch uns stören. Die Wäsche interessierte sie sowieso nicht.

Jeden Morgen nach dem Aufstehen war meine erste Tat: Balkontür auf und gucken, was die „Kinder“ so treiben. Aha, Gefiepe, Gezwitscher, also alles in Ordnung. Jeden Tag nach Feierabend: Balkontür auf, und gucken, was die Kinder so treiben. Aha, Gefiepe, Gezwitscher, also alles in Ordnung. Ruhe herrschte nur nachts, oder wenn die von den Eltern gebrachte Nahrung sättigend auf sie einwirkte. Aber sobald Vater oder Mutter Meise einflogen, ging das Konzert wieder los.

Vorgestern morgen – Balkontür auf, horchen – alles in Ordnung. Vorgestern nach Feierabend – Balkontür auf, horchen – Ruhe. Aha, sind gerade satt. Dachte ich.

Nein. Sie waren nicht satt, sie waren weg. Ausgeflogen waren sie. Jetzt wohnen sie zur weiteren Aufzucht im Apfelbaum schräg rechts. Ich sehe sie nicht, aber ich höre sie. Und es geht ihnen gut.

Besser Wissen ist besser als Besserwissen

Auf der Leine

Da erstand ich letztens 2 Billigvorleger in meiner neuen Lieblingsfarbe. Sie sollten in Flur und/oder Bad. Sie sollten unbedingt waschmaschinentauglich sein. Und diese beiden windigen Kreaturen waren von unten nicht mit diesem starren Geflecht. Also gekauft, und zuhause ausgelegt.

„Die dürfen nicht in die Waschmaschine“, sagte Mr. G., beim Ablösen des Waschzettels. „Papperlapapp, das steht doch fast überall drauf“, erwiderte ich. „Klar dürfen die rein.“ „Die dürfen auch nicht in den Trockner“, bemerkte er noch. Ich winkte ab.

Die Läufer lagen im Flur und ich fand sie total toll. Eines Tages kam ich von der Arbeit und Mr. G. hatte sich derweil der Hausarbeit hingegeben. Auch Läufer Waschen war auf seinem Plan. Er hatte mein absolut überzeugendes Auftreten bei völliger Unwissenheit respektiert und die Teile in der Waschmaschine gewaschen, danach in den Trockner getan.

Er empfing mich nach Begrüßungskuss mit den Worten: „Die Dinger flusen, ich musste die Wama danach noch mal ohne Wäsche durchlaufen lassen. Jetzt „vermockern“ sie gerade den Trockner“. „Jetzt übertreibt er aber“, dachte ich und ging in die Küche. Wolkiges Grün war im Bullauge des Trockners zu sehen. Das Flusensieb konnte während des Trockenvorgangs mehrmals gereinigt werden. „Aha“, bemerkte ich mental zu mir selbst: „Also Trockner ist nicht“. Ganz zwielichtige Gesellen, diese Läufer.

Danach wanderten sie dann wieder in den Flur, und heute ist Samstag, Wohnung saugen / wischen, die beiden Läufer warf ich in die Waschmaschine, „soooo schlimm wird das wohl nicht gewesen sein letztens. Aber danach hänge ich sie auf“, beschloss ich für mich selbst. Und kurzes Synthetik-Programm, das dürfte reichen. Gedacht, getan.

Nach der Waschung holte ich die Läufer raus, lauter Flusenklumpen in nasser Version kamen hinterher und fielen auf den frisch gewischten Badezimmerboden. In der Trommel und in der Gummirille befanden sich auch noch solche Klumpen.

Mr. G. guckte sparsam, was ich sehr aktiv ignorierte. „Ich mach das gleich weg, brauchst gar nicht so zu gucken, hätte ja klappen können,nech“, beantwortet ich seinen nicht ausgesprochenen Kommentar. Zum Aufhängen waren sie nach nur 600 U/min zu schwer, also legte ich sie über die breite Balkonbrüstung und machte mich auf zur erneuten Badreinigung. „Die muss ich noch mal leer durchlaufen lassen.“ Breit grinsendes Nicken seitens Mr. G. Diesem Nicken konnte ich anhören, dass es sagte: „Hab ich doch gleich gesagt“.

Also Waschmaschine noch mal leer angeschmissen. Das wird schon. Wir gingen unseren weiteren Tätigkeiten nach, Mr. G. gab sich der Rasur hin, alles war friedlich. Ja, es war ein friedlicher Samstag Morgen.

Bis zu dem Moment, als Mr. G. mich rief und fragte: „Warum ist es vor der Waschmaschine auf dem Boden so nass, und wieso läuft da Wasser aus der Tür?“ „Hmmm, vielleicht sitzt doch noch ein Flusen an der Gummidichtung“. Das war eine Sache, das war zu bewerkstelligen, da legt man ein altes Handtuch hin, und gut ist, die Maschine sei ja gleich fertig. Ich immer noch obenauf.

Im Gehen begriffen, hörte ich aber, dass sich das Abpumpen nicht normal anhörte. Die Pumpe lief, jaha, das war zu hören, aber sie hatte nichts zum Pumpen. Shit, da saß ich jetzt in einer peinlichen Situation. Übersprungshandlung. Ich sag nur: Übersprungshandlung. In diesem Fall: Ich kratzte mich am Kopf, so, als sei da was. Kann man immer wieder beobachten, auch bei sich selbst. Kopf kratzen, Nase reiben, alternativ Kinn oder ein imaginäres Haar aus der Stirn streichen. Alles Übersprungshandlungen.

„Hol mir mal die große Schüssel“ bat ich ihn. Er holte die große Schüssel. Ich machte mich unten an der „Notklappe“ zu schaffen. „Hast du das schon mal gemacht?“ fragte Mr. G. unnötigerweise. „Falsches Timing, Liebster, gaaaannnnzzz falsches Timing“, dachte ich und sagte: „Geh weg, ich kann das gerade nicht brauchen, beobachtet zu werden“.

Nach dem Öffnen der Klappe und nach dem Aufdrehen des Verschlusses strömte das Wasser unter Zutageförderung diverser grüner Klumpen in die Schüssel. 4x kippte ich das in die Wanne, dann war der Wasserstand in der Trommel so niedrig, dass ich an dem Notzipfel ziehen konnte, zum Öffnen der Trommel. Da schwamm noch allerhandlei Flusengewusel zusammengepappt zu  Klumpen. Bäh. Dann Trommel wieder zu und das restliche Wasser ablassen. Dann konnte ich endlich den Schraubverschluss ganz raus nehmen und sah die Bescherung. Total verstopft und verwunden durch grüne Fasern. Zum Glück ließ sich das leicht reinigen. Dann nochmal die Trommel befreit von „Grünzeug“.

…und den Samstag *zurück auf Start*: „Ich lass die jetzt noch mal leer durchlaufen“.

Jetzt ist alles wieder im grünen Bereich, die Läufer sind soweit vorgetrocknet, dass sie auf der Leine hängen können.

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Notizen aus der Heimat – Der lang verschmähte Spiegelschrank

Ich hasse sie. Ich hasse sie, seit meiner Kindheit und Jugendzeit. Spiegelschränke fürs Bad. Inbegriff der Spießigkeit, getoppt nur vom Waschbeckenunterschrank. Wenn das dann auch noch als Duett daherkommt, möchte man Häkeldeckchen auf den Fernseher legen. Ich glaube, Flachbildschirme sind nur deswegen erfunden worden, um Häkeldeckchen zu vermeiden. Aber es geht ja um Spiegelschrank und Waschbeckenunterschrank, das verschmähte Duett. Da geistert bei mir Alibert im Hinterkopf. Erbsensuppengrün und aus Plastik. So ein Teil hatte ich mal anno 84 in Berlin mit der Wohnung übernommen. Ist doch klar, dass ich in der Hinsicht und bei der Vorgeschichte total traumatisiert bin.

30 Jahre später: In unserem schmalen Schlauchbadezimmer tummeln sich Bastkörbchen, irgendwie scheinen die sich nachts zu klonen, erst hatten wir eins, dann 2. Zu guter Letzt waren es 4 oder 5. Auf der stylischen Glasablage stand auch noch ein kleines Bastkörbchen mit Schminkutensilien, falls ich mich – ca. 1x jährlich – schminke.

2 der Bastkörbchen stehen auf der Fensterbank und stören total das Arrangement aus Efeu. 3 weitere Bastkörbchen stehen auf der Waschmaschine. Und unsere zusammengefalteten Handtücher liegen auch auf der Waschmaschine. Unter dem Waschbecken steht der eckige Vileda-Wischeimer mit Putzmitteln und Lappen. Dabei wische ich seit geraumer Zeit mit dem Wischsauger von Vorwerk. Aber wohin mit den Putzmitteln- u. Lappen? In der Küche ist noch ein Hochschrank, aber irgendwie ist der auch voll mit Gedöns. Besen, Übertöpfe, Mülltütenrolle, Läppchen, Zollstock, Stoffbeutel und noch weiteres Allerhandlei.

Für ein Regal oder einen Schrank im Bad ist einfach kein Platz! Die Lauffläche ist so breit wie die Tür. Unterbrochen vom Waschbecken. Gegenüber Badewanne und daneben die Waschmaschine. Klo geradeaus vorm Fenster…., immerhin: tiefe Fensterbank. Riffelfenster anno Puff.

Ich hasse Spiegelschränke und Waschbeckenunterschränke. Hab ich das schon mal erwähnt? Wünsche in der Richtung seitens Mr. G. wurden vehement ins Reich des Absurden verwiesen. Da könne er ja gleich nen Knick ins Sofakissen machen. Da stiefelte er doch seinerzeit glatt los ins Wohnzimmer, nahm das Kissen und handkantete  einen Knick hinein.

Nun begab es sich aber, dass Onkel Aldi in dieser Woche Badmöbel zu erschwinglichen Preisen anbot. Badezimmerschrank fiel mangels Platz durchs Raster. Aber ich sprang über meinen Schatten und erwähnte mit unschuldigem Blick Spiegelschrank und Unterschrank. Mr. G. fiel die Kinnlade herunter. Ob ich Kreide gefressen habe oder sonst irgendwie unter Drogen stünde. Nein, weder das eine, noch das andere.
Ich bin eh gerade in einem Umbruch, was Farbvorlieben, Design dergleichen betrifft. Das löste bei Mr. G. eine mittelschwere Krise aus. Ich mochte doch immer so gerne gelb, hub er an.  Ich mochte noch nie gelb. Ich mochte Orange, Bordeaux-Rot, Wischtechnik und orientalisch. Seit Jahren. Aber jetzt irgendwie ist der 7-Jahres-Wechsel bei mir eingetreten (bei mir dauerte es ca. 15 Jahre).

Also kommandierte ich Mr. G. zu Onkel Aldi ab, dieser Aufforderung kam er nur zu gerne nach und erstand: Spiegelschrank und Unterschrank. Dann wurde abends das Bad leergeräumt und unter fachmännischem Behavior mit Zimmermannsbleistift, Zollstock und Augenmaß (wo zum Teufel sind die Wasserwaagen geblieben???)  Ich hätte von meinem liebsten Kollegen das Lasergerät ausleihen können, aber das wäre wohl etwas overstyled gewesen. Es ging auch so. Beim Bohren hielt ich den Staubsauger drunter. Ansonsten verzog ich mich candy crushend in die Küche und wartete auf Bestellungen (komm mal ins Bad, bitte einen Kaffee). Zum Glück muss der Spiegelschrank nicht zusammengebaut werden. Das ist er nämlich schon. Und dann war alles vorbereitet. Noch schnell die Kabel anschließen (die lagen zum Glück in der Wand und guckten raus), dann das Teil hochwuppen, aufhängen und von innen noch fest anziehen.

Der Unterschrank gestaltete sich schwieriger. Der musste noch zusammengebaut werden. Die schlimmste Hürde war die Bauanleitung. Wollen wir mit oder ohne Rollen? Mit. Ja, dann muss dafür auch gebohrt werden, ums anzuziehen. An die Wand. Ohne wäre aber blöd wg. Nässe auf dem Boden. Andererseits überkam mich die Frage: Wozu Rollen, wenn der Schrank angezogen werden muss? Ich sponserte meinen Lieblingshandwerker und Lebensgefährten mit Krombacher, von dem er aber die Finger ließ. Später, geh raus, du lenkst mich ab. Ich ging raus. Unterzog den Badezimmerboden einer Reinigung, schön auch die Ecken. Alles per Hand.
Wieso fusseln Fussel immer so penetrant am Silikon?

Dann die Hiobsbotschaft: Die Bodenplatte falsch rum eingesetzt!!! Das hatte zur Folge, dass beim endlich kompletten Waschbeckenunterschrank die untere Lade nicht richtig schloss. Also mussten die Rollen wieder ab, die Laden raus, Unterplatte losschrauben und zerstörungsfrei entfernen, umdrehen, ansetzen. Jepp. Dann lag er auf der Couch mit Erkältungssüppchen, ich gönnte es ihm von Herzen.

Irgendwann war alles fertig und eingeräumt. Was jetzt noch fehlt, sind gelbgrüne Handtücher, so wie unreife Bananen. Aber das sag ich Mr. G. lieber nicht, denn die, die wir haben „sind doch gut“. Und da hat er Recht. Falls also jemand nicht weiss, was er/sie mir zum Geburtstag schenken soll/en….

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Abendessen

Silvester: heisser Stein / Raclette

31.12.  ist Silvester, war Silvester und wird Silvester sein. Letztes Jahr, also vorgestern, haben wir den heisse Stein entstaubt, die Pfännchen für Raclette gesucht, wo waren denn noch mal die Holzschaber? Die Hardware alleine hilft aber nicht weiter, Es braucht noch Lebensmittel. Ich werde hier jetzt nicht für alle Zutaten ein Rezept einstellen. Nur für die selbstgemacht SourCreme und den Möhren-Sellerie-Salat und die Bananen-Curry-Sauce. Die anderen Zutaten werden einfach erwähnt. Und damit fangen wir mal an:

Man nehme:
Schweinefilet, Rinderfilet, Chickentits – alles in dünne Scheiben geschnitten, eingetuppert und kalt gestellt.
Ananasscheiben –  geviertelt und noch mal dünn geschnitten
eingelegte Oliven – vom Stand
Weinblätter – vom Stand
eingelegte Artischocken – vom Stand
Tomatenscheiben
Zwiebelscheiben
Paprikaringe – halbiert oder geviertelt
Champignons – in Scheiben geschnitten
Zucchini – in dünne Scheiben geschnitten (haben wir heute nicht, waren ausverkauft!)
Racelettekäse oder anderer Käse – wir nehmen geraspelten Käse, weil vorrätig und Weichkäsesorten (weil vorrätig)

Übersicht

Diverse Fertigsaucen:
Zigeunersauce, Cumberlandsauce, Sambal Olek, Mango-Curry-Sauce, Knoblauchsauce, BBQ-Sauce – hier muss nicht unbedingt alles neu gekauft werden, so ein heisser Stein eignet sich auch zur Resteverwertung.

Und wir rühren noch frische Saucen an, machen den Möhren-Selleriesalat und haben auch noch Eisberg-Tomatensalat als Restbestand vorrätig.

Kommen wir jetzt zu den selbstgemachten Bestandteilen.

Ich beginne mit der selbstgemachten SourCreme mit Kräutern. Da mache ich es mir mal wieder ganz leicht:

1 Becher Saure Sahne oder Crème Fraiche oder Schmand, 1 EL Vollfettjoghurt natur (z.B. griechischer Jogi); TK-Gartenkräuter, 1 kl. Zehe Knoblauch (bitte wirklich klein, Tzaziki geht anders). Saft von 1/4 Limette (oder Zitrone). Salz, 1 TL weicher Essig, alles miteinander vermengen, ggf. abschmecken.

Sourcreme
Nun ist der Möhrensalat dran:

1 Zitrone
500g Möhren
200g Knollensellerie
1 Apfel
1 Zwiebel
TK-Gartenkräuter (wer möchte)
Salz
Maggi (wenn der Salat nach südwestdeutscher Art sein soll)
neutrales Öl
etwas weicher Essig

Zuerst pressen wir die Zitrone aus und geben zu dem Saft: Maggi, Öl, Essig und Salz, dann haben wir das griffbereit.

Von den Möhren schneiden wir hinten das Ende ab, der Sellerie wird geschält, der Apfel auch und der wird entkernt.

Jetzt zerkleinern wir das mit der Küchenmaschine. Für Sellerie und Möhren nehmen wir die ganz kleine Reibe, für den Apfel ist die andere besser geeignet.
Wenn alles in der Schüssel ist, geben wir schon mal das Zitronensaftgemisch dazu.
Dann würfeln wir eine Zwiebel sehr klein und vermengen sie mit dem Salat.

Möhrensalat

Es fehlt noch die Bananen-Curry-Sauce:
Hier basteln wir erst mal eine Mayonnaise aus Eigelb und Öl.
Es ist wichtig, dass alle Zutaten Eigelb zimmerwarm ist !!! Wirklich wichtig!
1  Eigelb
1/2 Teelöffel Essig
125-150 ml neutrales Öl
1 TL Senf
Salz, Zucker (Prise)
etwas Zitronensaft
1-2 EL Joghurt (wenn man hat. Oder Quark, oder saure Sahne)
1-2 Bananen
ca. 1 EL Currypulver

Zuerst trennen wir das Ei. (Aus dem Eiweiss können wir evtl. lecker Baiser machen, zum Nachtisch oder so).Das Eigelb quirlen wir mit dem halben TL Essig, bis das Eigelb etwas heller geworden ist.
Dann geben wir tröpfchenweise das Öl dazu. Wirklich tröpfchenweise! Immer weiter quirlen oder schlagen. Dann kommt der Senf dazu, schlagen, Salz, Zucker, schlagen, Joghurt, schlagen, gestückelte Banane und Currypulver, schlagen. Zum Schluss: Abschmecken, evtl. kann noch mal ein Schluck Essig daran. oder ein wenig Zucker. Je nach gusto !!!   Muss aber auch ordentlich verquirlt werden dann. Am Ende kann man (muss man nicht, ist nur so ne Idee) feinst geschnittene Bananen oder Mango drunter rühren.

Bananen
Das Wichtigste an Weihnachten und Silvester ist:  PIANO!  Kein Stress. Wenn ihr Gäste habt, dann ist das sicherlich nicht der Chef oder Geschäftspartner. Weihnachten und Silvester verbringt man mit Familie und oder Freunden oder als Paar. Und in diesen 3 Fällen muss man weder gestylt sein, noch sich sonstwie unter Druck setzen. Kommt wer früher, als geplant: Kein Thema, drückt ihm /ihr ein Messer in die Hand, einen Lappen, ein Glas Wein, Sekt, Saft, oder eine Tasse Kaffee. In der Küche ist es immer am gemütlichsten! Also verfrachtet frühe Gäste nicht auf die Couch. Schnackt, schnippelt und lacht.

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Dann haben wir alles beisammen – glaube ich – Getränke kühlen, Heissen Stein aufstellen, Tisch decken, dem Genuss steht nun nichts mehr im Wege. Und dem Beginn des Silvesterabends auch nicht.

Trash-Food: Toast Hawaii

Ich weiss nicht, was mich gestern dazu verleitet hat, Hawaii-Toast zu erwähnen, ich glaube, es war im Zusammenhang mit dem Lokal, in dem wir am 1. Feiertag zum Mittagsbrunch eingeladen waren. Ich war zum 2. Mal dort, und wieder versetzte mich das Restaurant in Hawaii-Toast-Zeiten. Liegt vielleicht an der Aufmachung des Buffets dort, am Ambiente der Räumlichkeiten und – ich wiederhole mich wohl – an den finsteren Tälern des Sauerlandes.

Wer mehr wissen möchte, hier meine Erfahrungen vom Weihnachtsfest 2013:

http://www.restaurant-kritik.de/bewertungen/320798

Wie dem auch sei, ich hatte mich gestern zu dieser Äußerung hinreissen lassen, aber eins kann ich euch sagen: Es wird auf die obligatorische Kirsche verzichtet. Ein Klecks selbstgebrauter roter Marmelade tut es auch. Mr. G. bedeckt das ganze Machwerk sowieso lieber mit Spiegelei.

Hier und jetzt verkünde ich aber meine aus der Kindheit erlebte klassische Version (mit Marmelade statt Kirsche.)

Man nehme (pro Toast):

1 Scheibe Toast
etwas Butter
1 Scheibe Kochschinken
1 Scheibe Ananas aus der Dose (das muss aus der Dose, sonst wäre es nicht original-Trash)
1 Scheibe Käse (Scheibletten – Trash !)
1 seltsame Chemiekirsche oder 1 TL rote Marmelade

Zuerst toasten wir das Toastbrot in einem handelsüblichen Toaster. Dann legen wir es auf einen Teller, bestreichen es mit Butter und legen eine Scheibe Kochschinken drauf. Kein großer Akt. Dann fischen wir aus der Dose eine Scheibe Ananas, legen sie auf den Kochschinken und bedecken das dann mit einer Scheibe Scheiblettenkäse. Dieses Konglomerat schieben wir in den vorgeheizten Ofen. Das muss nicht der normale Backofen sein, das reicht auch in der Mikrowelle, so sie denn eine Grillfunktion hat, oder ein Tischgrill. Hauptsache, die Grillfunktion ist an. 2-3 Minuten dürften reichen, denke ich, dann nehmen wir den Toast heraus, der Käse ist verlaufen, in die mittige Ananasmulde geben wir nun die Chemiekirsche oder den TL rote Marmelade.

Variationen berichten von Tomatenscheiben unter dem Schinken. Ja, warum nicht. Warum nicht mal Tomatenscheiben unter dem Schinken?!!!

Ich erinner mich an Zeiten, da war sogar glatte Petersilie exotisch. Knoblauch gabs – wenn überhaupt – in Deutschland nur in diesen Maggi-Würz-Dingens. Granulat. Beim Gastarbeiter kaufte man damals nicht. Wer weiss, was der so alles in den Brunnen schüttet.Und leider gibt es (nicht nur dadurch auch Zeitgenossen, die keine Bratensoße ohne Maggi-Fix oder Knorr-Fix zustande bringen. Röstgemüse und Co. Aber das kriegen wir später. Andernmal, versprochen. Heute kriegen wir Toast Hawaii. Heute kriegen wir sowas von deutschem Toast Hawaii, garantiert.

Wenn ich das gegessen habe, bin ich trotzdem nicht Pegida-tauglich.

WP_20141227_001Ohne und mit TomateWP_20141227_003WP_20141227_004Eins mit und eins ohne Tomate, mal sehen, wie es wird. Dass der Grill oben aktiv ist, sieht man leider nicht.  Ich bin gespannt.Marmelade

 

Endergebnis